(DF)-Raum

(DF)-Räume sind eine im mathematischen Teilgebiet der Funktionalanalysis betrachtete Klasse spezieller lokalkonvexer Räume, die eine wichtige Rolle in der Dualitätstheorie von Fréchet-Räumen spielt. Dualräume von Fréchet-Räumen sind (DF)-Räume, und Dualräume von (DF)-Räumen sind wieder Fréchet-Räume. Dadurch erklärt sich die 1954 von Grothendieck eingeführte Bezeichnung (DF).

Definition

Die Definition der (DF)-Räume wird durch die folgenden zwei Eigenschaften von Dualräumen metrisierbarer lokalkonvexer Räume motiviert. Ist der Dualraum eines metrisierbaren lokalkonvexen Raumes , so gilt:

  1. Es gibt eine Folge beschränkter Mengen in , so dass es zu jeder beschränkten Menge ein und ein gibt mit .
  2. Ist eine Folge absolutkonvexer Nullumgebungen in , und gibt es zu jeder beschränkten Menge ein mit , so ist eine Nullumgebung in .

Daher definiert man

Ein (DF)-Raum ist ein lokalkonvexer Raum E, der die oben genannten Eigenschaften (1) und (2) hat.

Beispiele

Vererbungseigenschaften

Weitere Eigenschaften

gDF-Räume

Hat ein lokalkonvexer Raum nur die Eigenschaft (1) obiger Definition und trägt er die feinste lokalkonvexe Topologie, die die Inklusionen der beschränkten Mengen aus Teil (1) obiger Definition stetig macht, so heißt dieser Raum gDF-Raum (generalized DF). Jeder (DF)-Raum ist ein gDF-Raum.

Wie (DF)-Räume sind auch gDF-Räume abgeschlossen gegenüber den Operationen Vervollständigung, Bildung von Quotientenräumen, abzählbarer Summenbildung und projektiven Tensorprodukten.

Sind und zwei lokalkonvexe Räume, so sei der Raum der stetigen, linearen Abbildungen versehen mit der Topologie der gleichmäßigen Konvergenz auf beschränkten Mengen, d. h. es gilt , falls es zu jeder beschränkten Menge und jeder Nullumgebung ein gibt, so dass für alle und . Mit dieser Begriffsbildung lassen sich gDF-Räume wie folgt charakterisieren:

Für einen lokalkonvexen Raum sind äquivalent:

Literatur