Im 16. Jahrhundert haben Schreiber in den Kanzleien Ortsnamen bewusst altertümlicher oder lateinischer aussehen lassen, als sie damals waren. So ersetzten sie in den Ortsnamen Jena, Salza und Fulda die ältere Endung -e durch eine altertümlich aussehende Endung -a.
Slawischer Ursprung
Im sorbischen Sprachraum kann die Endung -a von einer slawischen Endung -ov oder -ovo abstammen. Beispiele: Cotta, Ostra, Plodda, Seyda, Torna
Quellen
↑Elfriede Ulbricht:Das Flussgebiet der thüringischen Saale. 1. Auflage. Max Niemeyer, Halle (Saale) 1957.
↑Franz Witt:Beiträge zur Kenntnis der Flußnamen Nordwestdeutschlands. Druck von Schmidt & Klaunig, Kiel 1912.
↑Wilhelm Sturmfels und Heinz Bischof, Unsere Ortsnamen im ABC erklärt, dritte Auflage, Bonn 1961; Stichwort Altena
↑Beate Lex: Ortsnamen der ‘Thüringischen Landeschronik’ (Codex Gothanus Chart. B 180). Magisterarbeit, Friedrich-Schiller-Universität Jena 2001, S. 22 (online).
↑Adolf Bach, Geschichte der deutschen Sprache, neunte Auflage, Wiesbaden o. J.; §145 = S. 294–295
↑Walter Kaestner, Niederdeutsch-slavische Interferenzen; in: Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, hrsg. von Gerhard Cordes und Dieter Möhn, Berlin 1983, ISBN 3-503-01645-7, S. 678–729; S. 708 = Abschnitt 3.1.2.3.3