-riede

Die Gewässernamensendung -riede hat ihren Ursprung im niederdeutschen Wort Riede für „Bach“, „kleiner Wasserlauf“. Es ist noch im Ostfälischen des 20. Jahrhunderts bezeugt, dessen Sprachraum auch das größte Ballungsgebiet dieser Namensendung für Rinnsale und kleine Bäche aber auch für Wald- und Ortsnamen wie Eilenriede oder Riede ist.

Etymologie

Als Appellativum ist -riede im Niederdeutschen und in den Entsprechungen riede oder ryt im Friesischen, als rijt im Niederländischen und als ride im Englischen nachgewiesen. Im Ostfälischen ist außerdem die Form Rîe als Bezeichnung für Rinnsal überliefert. Das Wort geht auf mittelniederdeutsch rîde zurück und enthält die indogermanische Wurzel rei für „fließen“. Als Einzelwort und als Endung ist es in den genannten Sprachen das häufigste Wasserwort.

Beispiele

Bachnamen

Einzig aus dem Wort Riede bestehen die Namen eines Nebenbachs des Altonaer Mühlbachs in Dötlingen, siehe Riede (Dötlingen), eines Nebengewässers der Fuhne nordöstlich und nördlich von Halle (Saale) sowie der Oberlauf des Thiedebachs in Salzgitter-Thiede.

Grundwort in Bachnamen

Grundwort in Waldnamen

Ortsnamen

Siehe auch

Wiktionary: Ried – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Herbert Blume: Oker, Schunter, Wabe. In: Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Band 86. Braunschweig 2005, S. 31 ff.
  2. ↑ Jürgen Udolph: Namenkundliche Studien zum Germanenproblem. Berlin / New York 1994, S. 377–394.