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1009 | |
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erstmals urkundlich erwähnt. | |
| 1009 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 457/458 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1001/02 |
| Buddhistische Zeitrechnung | 1552/53 (südlicher Buddhismus); 1551/52 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 61. (62.) Zyklus
Jahr des Erde-Hahns 己酉 (am Beginn des Jahres Erde-Affe 戊申) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 371/372 (Jahreswechsel April) |
| Iranischer Kalender | 387/388 |
| Islamischer Kalender | 399/400 (Jahreswechsel 24./25. August) |
| Jüdischer Kalender | 4769/70 (21./22. September) |
| Koptischer Kalender | 725/726 |
| Malayalam-Kalender | 184/185 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1319/20 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1320/21 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1047 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1065/66 (Jahreswechsel April) |
Im Jahr 1009 beginnt im Fatimidenreich der Abriss von Kirchengebäuden und Klöstern durch Kalif Al-Hākim bi-amr Allāh. Die Grabeskirche in Jerusalem ist eine der ersten Kirchen die der Zerstörung zum Opfer fällt. Insbesondere wird dabei das zu dieser Zeit noch weitgehend intakte Felsengrab abgebrochen. Das Ereignis löst solches Entsetzen aus, dass der Nachhall schnell das Abendland erreicht und auch dort eine Welle der Empörung auslöst.
In den Quedlinburger Annalen wird Litauen erstmals in einer Urkunde erwähnt.

In Vietnam kommt die Lý-Dynastie an die Macht. Sie löst die Frühere Lê-Dynastie ab, deren letzter Vertreter Lê Ngọa Triều unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Gründer der neuen Dynastie und erster Kaiser des Reiches Đại Cồ Việt ist Lý Thái Tổ, ein Gardebefehlshaber aus einfachen Verhältnissen, der von dem einflussreichen kaiserlichen Beamten Đào Cam Mộc und dem Mönch Lý Vạn Hạnh inthronisiert wird.
König Mokjong wird gestürzt und am 2. März auf dem Weg ins Exil ermordet. Nachfolger auf dem Thron des koreanischen Königreichs Goryeo wird sein entfernter Verwandter Hyeonjong. Die innenpolitischen Schwierigkeiten nutzt der Khitan-Kaiser der Liao-Dynastie aus und fällt von Nordwesten in das Goryeo-Reich ein, was zur Folge hat, dass der frisch gekrönte König die Hauptstadt Kaesŏng verlassen und nach Naju im Südwesten des Landes fliehen muss.
Nach dem Tod von Pietro II. Orseolo wird sein Sohn Ottone Orseolo im Alter von 16 Jahren zum Dogen von Venedig gewählt.
Muhammad II. al-Mahdi, Enkel des früheren Kalifen Abd ar-Rahman III., organisiert einen Aufstand in Córdoba und zwingt Hischam II. zur Abdankung als Kalif von Córdoba, während dessen Feldherr Abd ar-Rahman Sanchuelo sich auf einem Feldzug gegen das Königreich León befindet. Abd ar-Rahman Sanchuelo macht sich sofort auf dem Rückweg, wird aber von seiner eigenen Armee verlassen, gefangen genommen und am 3. März hingerichtet. Muhammad II. al-Mahdi wird neuer Kalif. Nachdem er jedoch die im Juni unter Almansor angeworbenen Berbertruppen aus Córdoba vertrieben hat, beginnen diese einen Aufstand und schlagen die Truppen des Kalifats am 5. November vor den Toren der Stadt. Sie setzen Sulaiman al-Mustain als neuen Kalifen ein, Muhammad II. flieht nach Toledo.

Hermann I. aus dem Geschlecht der Ekkehardiner wird Markgraf von Meißen, nachdem sein Onkel Gunzelin in einem Fürstengericht zu Merseburg auf Geheiß König Heinrichs II. abgesetzt und gefangengesetzt worden ist, weil er angeblich christliche Familien an jüdische Orienthändler in die Sklaverei verkauft habe.
Heinrich V., der sich im Vorjahr gegen seinen Schwager, den römisch-deutschen König Heinrich II. erhoben hat, wird von diesem als Herzog von Bayern abgesetzt. Heinrich II. übernimmt als Heinrich IV. selbst neuerlich die bayerische Herzogswürde, die er bereits bis 1004 innegehabt hat.


