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| 1054 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 502/503 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1046/47 |
| Buddhistische Zeitrechnung | 1597/98 (südlicher Buddhismus); 1596/97 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 62. (63.) Zyklus
Jahr des Holz-Pferdes 甲午 (am Beginn des Jahres Wasser-Schlange 癸巳) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 416/417 (Jahreswechsel April) |
| Iranischer Kalender | 432/433 (um den 21. März) |
| Islamischer Kalender | 445/446 (11./12. April) |
| Jüdischer Kalender | 4814/15 (4./5. September) |
| Koptischer Kalender | 770/771 |
| Malayalam-Kalender | 229/230 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1364/65 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1365/66 (Jahreswechsel Oktober) |
| Spanische Ära | 1092 |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1110/11 (Jahreswechsel April) |

Die Stadt Cuzcatlan in Mesoamerika im heutigen El Salvador wird der Legende nach von Toltekenkönig Cē Acatl Tōpīltzin Quetzalcōātl gegründet. Archäologische Funde in Antiguo Cuzcatlan und Izalco deuten allerdings darauf hin, dass die Pipil-Kultur in Cuzcatlan bereits vor dem Jahr 900 bestand, die Einwanderung der Nahua in dieses Gebiet also bereits deutlich vorher stattgefunden hat.

Der angeblich im Jahr 770 gegründete japanische buddhistische Tempel Kokawa-dera wird erstmals urkundlich erwähnt.
Nach fünfjähriger Amtszeit stirbt am 19. April Papst Leo IX. in Rom, vermutlich an Malaria. Erst einen Monat zuvor ist er aus seiner Gefangenschaft nach der Niederlage im Vorjahr in der Schlacht von Civitate von den Normannen freigelassen worden. Mit einer römischen Gesandtschaft unter dem Vorsitz des Diakons Hildebrand berät Kaiser Heinrich III. daraufhin auf einem Hoftag in Mainz über die Neubesetzung. Der Kaiser nutzt sein Designationsrecht und schlägt im September Gebhard I., Bischof von Eichstätt, als Nachfolger Leos vor. Gebhard knüpft jedoch Bedingungen an die Annahme des Amtes und erbittet sich Bedenkzeit. Er fordert von Heinrich nicht nur die Rückgabe von Kirchengütern, sondern auch die Beibehaltung seines Bistums, eine zu dieser Zeit durchaus übliche Praxis. Das Amt des Bischofs von Rom ist damit Ende des Jahres immer noch vakant.
Der päpstliche Gesandte Humbert von Silva Candida legt am 16. Juli eine Bannbulle für Patriarch Michael I. in der Hagia Sophia in Konstantinopel nieder. Die führt zum Morgenländischen Schisma, der Spaltung des Christentums in orthodoxe und katholische Kirche, als Endpunkt einer jahrhundertelangen Entwicklung, in der sich Ost- und Westhälfte des ehemaligen römischen Reiches in politischer und kultureller Hinsicht immer mehr auseinandergelebt haben.
In Narbonne eröffnet am 25. August das 10. Konzil. Es kodifiziert die Waffenruhe Gottes (treuga) und den Gottesfrieden (pax dei), Privatfehden werden verboten. Das Töten eines Christen wird mit dem Vergießen des Blutes Jesu Christi gleichgesetzt. Im Anschluss geht von Südfrankreich eine Friedensbewegung aus, die Spanien, die Normandie, Deutschland und Italien erreicht.
Am 8. März stirbt in Hildesheim der dortige Bischof Azelin. Sein Nachfolger als Bischof von Hildesheim wird im Mai der Propst der Pfalzkirche St. Simon und Judas zu Goslar und Kanzler für Italien, Hezilo. Die Weihe erfolgt am 15. Oktober.
Wegen ausbleibender Hochwasser des Nils kommt es in Ägypten zu einer Hungersnot. Der byzantinische Kaiser Konstantin IX. sendet Getreidelieferungen in das befreundete Nachbarland.
