Darstellung des Mainzer Hoffestes von 1184 in der Sächsischen Weltchronik, Norddeutschland, Erstes Viertel 14. Jahrhundert Kaiser Friedrich I. richtet den Mainzer Hoftag von 1184 aus.
26. Juli: Beim königlichen Hoftag in Erfurt kommt es zum Erfurter Latrinensturz, einem Unfall, bei dem etwa 60 Anwesende durch zwei Stockwerke der Dompropstei des Marienstiftes in die darunterliegende Toilettengrube fallen und zum Teil durch den Sturz und herabfallende Trümmerteile, zum Großteil aber durch Ertrinken bzw. Ersticken in den Körperausscheidungen sterben.
Ende Oktober bis Anfang November: Auf dem von Papst Lucius III. und Friedrich I. einberufenen Konzil von Verona werden Häretiker gebannt und die Inquisition eingeführt. Im November veröffentlicht Papst Lucius III. seine gegen Ketzer gerichtete DekretaleAd abolendam. Die Dekretale formuliert eine Verurteilung aller häretischer Sekten und Personen, die unberechtigt öffentlich oder privat predigten. Das Urteil hierfür lautet „dauernder Kirchenbann“. Als namentlich angeführte Ketzergruppen erscheinen in Ad Abolendam die Katharer, die Humiliaten, die Waldenser, die Arnoldisten, die Passaginer und die Josephiner.