Friedrich Barbarossa ertrinkt im Saleph, Darstellung in der sächsischen Weltchronik um 1280 Kaiser Friedrich I. Barbarossa ertrinkt während des Dritten Kreuzzugs bei der Überquerung des Flusses Saleph.
7. Mai: Im Dritten Kreuzzug besiegt eine Vorhut der Kreuzfahrer unter Friedrich VI. von Schwaben ein Heer der Rum-Seldschuken in der Schlacht bei Philomelion. Der Sieg der Kreuzfahrer fügt den Seldschuken die ersten schweren Verluste zu. Diese vermeiden es nunmehr, sich den Kreuzfahrern zum Nahkampf zu stellen und dezimieren das hungernde Kreuzfahrerheer auf seinem Marsch nach Iconium mit ständigen kleineren Blitzangriffen und Hinterhalten.
19. Mai: Sultan Saladin unternimmt mit seinen Truppen einen Angriff auf die christlichen Belagerer von Akkon, der erst nach acht Tagen abgewehrt werden kann. Im Laufe des Jahres schließt er die Kreuzfahrer ein, die damit selbst zu Belagerten werden. Auf beiden Seiten wird die Situation schwierig. Lebensmittel und Wasser werden knapp und die Hygiene bricht zusammen. Aufgrund der beidseits verzweifelten Situation werden nach Aufzeichnungen des arabischen Chronisten Baha ad-Din zwischen den Kampfhandlungen Freundschaften unter den Kämpfenden geschlossen, bis es wieder zu Kämpfen kommt.
Juni: Kaiser Friedrich I. Barbarossa erreicht mit seinem Heer das verbündete Königreich Kleinarmenien, ertrinkt dort aber bei der Überquerung des Flusses Saleph am 10. Juni. Barbarossas Eingeweide werden in Tarsos beigesetzt. Das Fleisch wird entsprechend dem Verfahren des Mos teutonicus durch Kochen von den Knochen abgelöst und Anfang Juli in Antiochia beigesetzt. Seine Gebeine finden ihre Ruhestätte möglicherweise in der Kathedrale von Tyrus. Nach der Rückkehr der Kreuzfahrer entstehen die unterschiedlichsten Nachrichten über Barbarossas Tod. Bereits die Zeitgenossen wissen nicht, ob der Kaiser den Fluss schwimmend oder zu Pferde überqueren wollte, ob er allein oder in Begleitung schwamm, ob er nur ein Erfrischungsbad nehmen oder an das andere Ufer gelangen wollte, ob er überhaupt im Wasser oder erst am Ufer starb.
Einschiffung Philipp Augusts in Genua zum Kreuzzug (Miniatur um 1490)
4. Juli: Richard I. Löwenherz von England und Philipp II. August von Frankreich brechen von ihrem gemeinsamen Treffpunkt in Vézelay mit ihren Heeren auf dem Seeweg zum Dritten Kreuzzug in Richtung Palästina auf. Sie ziehen eine Weile gemeinsam, dann trennen sich die Wege der beiden Armeen. Richard zieht nach Marseille, wo er auf seine Flotte aus England/Westfrankreich trifft, die gerade die Iberische Halbinsel umsegelt hat, Philipp geht nach Genua, wo er eine genuesische Flotte angeheuert hat. Über den Seeweg erreichen beide Heere im September Sizilien, wo sie überwintern.
4. Oktober: Richard I. Löwenherz erobert die sizilianische Stadt Messina und befreit seine Schwester Johanna, die sich seit dem Vorjahr in der Gefangenschaft des Tankred von Lecce befindet. Diesem gelingt es in der Folge, mit Richard einen für beide Seiten vorteilhaften Vertrag zu schließen.
Während der Belagerung von Akkon stiften Lübecker und Bremer Kaufleute eine Hospitalgenossenschaft, die 1198/99 in den Deutschen Orden umgewandelt und als geistlicher Ritterorden von Papst Innozenz III. anerkannt werden wird.
Nach einer Befragung des Rodungsbauern Gottschalk in Holstein über seine Visionen schreiben zwei Geistliche unabhängig voneinander die Visio Godeschalci in lateinischer Sprache nieder.