Handschriftliche Neuschrift des Gründungsprotokolls aus dem Jahr 1544, geschrieben vom Notar Luis de Cartagena (Das erste Protokoll aus dem Jahr 1541 ist während der Kriegswirren von 1541–1543 verbrannt)Santiago de Chile wird durch Pedro de Valdivia gegründet.
Vermutliche Reiseroute der Expedition Hernando De Sotos 1538–42
8. Mai: Hernando de Soto erreicht nach verlustreichen Scharmützeln mit den Stämmen der Choctaw und der Chickasaw den Mississippi River. Ob er wirklich, wie überliefert, der erste Europäer ist, der den großen Fluss sieht, ist unklar, allerdings ist er der Erste, der dies in offiziellen Journalen dokumentiert. De Soto allerdings zeigt wenig Interesse am Fluss und seiner Entdeckung, sondern sieht ihn vor allem als Hindernis, das ihn in seiner Jagd nach Erfolg behindert. Er muss etwa 400 Mann über einen breiten bewegten Strom bringen, an dem feindliche Indianer auf der Suche nach ihm ständig patrouillieren. Nach einem Monat Aufenthalt am Ufer zur Konstruktion mehrerer Flöße überquert die Expedition den Mississippi westwärts und streift durch das Gebiet westlich des Flusses in den heutigen Staaten Arkansas, Oklahoma und Texas. Sie schlagen ihr Winterlager in Autiamque am Arkansas River auf.
Vizekönigreich Neuspanien
Der Tod des Pedro de Alvarado, zeitgenössische aztekische Darstellung
September: Vizekönig Antonio de Mendoza führt seine Truppen persönlich gegen die Aufständischen. Mit einer Streitmacht aus 600 Spaniern und bis zu 50.000 Azteken und Tlaxcalteken marschiert er in die Provinz Nueva Galicia ein. Am 20. und 21. November kommt es zur Schlacht gegen 12.000 Aufständische in Nochistlán, bei der Tenamaxtle gefangen genommen werden kann. Die Überlebenden ziehen sich auf die Bergfeste Mixtón zurück und formieren sich neu. Es gelang ihnen, ihren Anführer in einem Überraschungsangriff auf das spanische Lager zu befreien. Nach mehrtägiger Beschießung von Mixtón mit Kanonen gelangen die Spanier am 7. Dezember über einen geheimen Zugang in die Festung, der ihnen von Überläufern gezeigt worden ist. Etwa 1500 Indianer werden im Kampf getötet, weitere 3000 geraten in die Gewalt der Spanier und werden in den folgenden Tagen hingerichtet, darunter auch Tenamaxtle.
12. Februar: Der spanische KonquistadorPedro de Valdivia gründet auf dem Siedlungsgebiet der Picunche die Stadt Santiago de Chile unter dem Namen Santiago del Nuevo Extremo. Valdivia wählt den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildet und damit leichter zu verteidigen ist. Der Name sollt an die spanische Wallfahrtsstadt Santiago de Compostela erinnern. Im selben Akt wird die Umgebung zur Provinz Nueva Extremadura erhoben. Die Zeremonie findet auf dem Hügel Cerro Santa Lucía statt. Es kommt bald zum Widerstand der indigenen Bevölkerung.
11. September: Ein organisierter Aufstand unter Führung des Picunche-Kaziken Michimalongo beginnt nach der Gefangennahme von sieben Kaziken durch die Spanier. Pedro de Valdivia findet sich zur selben Zeit mit einem Teil seiner Truppe südlich im Tal Cachapoal in Kämpfe verwickelt. Die in einer großen Überzahl Angreifenden Mapuche brennen Santiago nieder. Eine endgültige vernichtende Niederlage kann Valdivias Geliebte Inés Suárez abwenden, indem sie den Gefangenen die Köpfe abschlagen und den Angreifern vor die Füße werfen lässt. Daraufhin beginnt ein sich drei Jahre lang hinschleppender Kriegs- und Belagerungszustand.
20. Oktober: Kaiser Karl V. landet mit einer Flotte bei Algier, um den algerischenKorsaren das Handwerk zu legen. Ein Unwetter, das die Schiffe zerstreut, und schwere Verluste bei den gelandeten Truppen führen zur Heimkehr der Expedition.
Der birmanische König Tabinshwehti von Taungu erobert die Stadt Martaban und zerstört sie großteils, woraufhin sie nie wieder ihre vorherige politische und wirtschaftliche Bedeutung erlangt.
Februar: In einem im Kloster von Paisley in der Grafschaft Renfrewshire verfassten Dokument wird erstmals ein dem Curling vergleichbares Spiel mit Steinen auf dem Eis schriftlich erwähnt.
13. September: Der ausgewiesene Reformator Johannes Calvin kehrt aus Straßburg nach Genf zurück und beginnt damit, gemeinsam mit dem Rat die Reformation durchzusetzen.
In Santo Domingo auf der Insel Hispaniola wird die Kathedrale Santa María la Menor eingeweiht.
Katastrophen
11. September: Der Volcán de Agua birst und zerstört mit einer Geröll- und Schlammlawine die guatemaltekische Hauptstadt, den heutigen Vorort Ciudad Vieja. Mehrere hundert Menschen sterben.
24. September: Theophrastus Bombastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus, eidgenössischer Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph (* 1493)
14. Oktober: Matthäus von Pappenheim, deutscher Humanist, Historiker, Genealoge und Domherr (* 1458)