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1553 | |
|---|---|
Königin von England und Irland. |
wegen Häresie verbrannt. |
Kurfürst Moritz von Sachsen seinen ehemaligen Verbündeten Markgraf Albrecht II. Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach. | |
| 1553 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 1001/02 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1545/46 |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2096/97 (südlicher Buddhismus); 2095/96 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 70. (71.) Zyklus
Jahr des Wasser-Büffels 癸丑 (am Beginn des Jahres Wasser-Ratte 壬子) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 915/916 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 3886/87 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 931/932 |
| Islamischer Kalender | 960/961 (Jahreswechsel 6./7. Dezember) |
| Jüdischer Kalender | 5313/14 (8./9. September) |
| Koptischer Kalender | 1269/70 |
| Malayalam-Kalender | 728/729 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1863/64 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1864/65 (Jahreswechsel Oktober) |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1609/10 (Jahreswechsel April) |


In Japan wird die Schlacht von Fuse geschlagen, die erste von fünf Schlachten von Kawanakajima zwischen Takeda Shingen aus der Provinz Kai und Uesugi Kenshin aus der Provinz Echigo. Aufgrund ungünstiger Bedingungen brechen beide Seiten den Kampf ab und treffen kurze Zeit später erneut aufeinander. Jedoch kann auch hier keine der beiden Armeen den Sieg für sich erringen.
Portugiesen errichten mit chinesischer Erlaubnis ein Handels- und Missionarszentrum in Macau. Die Souveränität über den Handelsposten bleibt jedoch beim Kaiserreich China.
Sultan Süleyman I. beginnt seine dritte und letzte Kampagne gegen Tahmasp I. im Osmanisch-Safawidischen Krieg. Während eines Halts der Armee bei Ereğli bei Konya lockt der Großwesir Rüstem Pascha den ältesten Sohn Süleymans Şehzade Mustafa in eine Falle: Er bietet ihm an, sich der Armee seines Vaters anzuschließen, überzeugt aber gleichzeitig den Sultan von dessen vermeintlichen Umsturzabsichten. Süleyman betrachtet die um Mustafa versammelten Truppen als Bedrohung und befiehlt daraufhin die Hinrichtung des Prinzen. Şehzade Mustafa galt bis zu seinem Lebensende als Anwärter auf den osmanischen Thron.



Michael Servetus lässt im Januar in Vienne heimlich seine Schrift Christianismi Restitutio drucken. Darin wendet er sich gegen das Dogma der Dreifaltigkeit und gegen die Prädestinationslehre, die Johannes Calvin in seinem Hauptwerk Institutio Christianae Religionis als wesentliche Grundsätze des Christentums festgelegt hat. Servet ist der Ansicht, dass Gott niemanden verurteilt oder verdammt, der sich nicht durch eigene Gedanken, Worte oder Taten selbst verurteilt. Er wird am 4. April wegen Ketzerei verhaftet und flieht am 7. April aus dem Gefängnis der Bischofsresidenz. Er wird verurteilt, in Vienne mit seinen Büchern in effigie verbrannt und flieht nach Genf, wo er am 12. August erneut verhaftet wird. In dem folgenden Verfahren, das durch heftige theologische Auseinandersetzungen zwischen Servetus und Calvin gekennzeichnet ist, erkennt auf Calvins Beharren hin die Mehrheit der Richter nach einem Gesetz, das in ihrem Land nicht wirksam ist, für eine Tat, die nicht in ihrem Land begangen worden ist, und für eine Person, die nicht ihrer Gewalt untersteht, auf die Todesstrafe. Auf Drängen von Guillaume Farel, einem anderen in Genf wirkenden Reformator, veranlasst Calvin am 27. Oktober die Vollstreckung des Todesurteils mittels des Scheiterhaufens. Der Augenzeuge Pieter Overd’hage holt angeblich das mit zu verbrennende Exemplar der Restitutio aus den Flammen.





