7. März: Nominoë, im Kampf unbesiegt, stirbt in der Nähe von Vendôme, möglicherweise an einem Schlaganfall oder durch Gift. Nachfolger als Herrscher der Bretagne wird sein Sohn Erispoë.
22. August: Schlacht von Jengland: Herzog Erispoe übernimmt das Kommando über die bretonischen Truppen. Er setzt die Offensive gegen die Franken im Bündnis mit Lambert II. von Nantes fort. In Ille-et-Vilaine bei Grand-Fougeray besiegt er ein fränkisch-sächsisches Heer (4.000 Mann) unter der Führung von König Karl dem Kahlen.
Herzogtum Bretagne 845–867
September: Karl der Kahle schließt mit Erispoë den Vertrag von Angers. Teile der bretonischen Mark (Nantes, Rennes und Pay de Retz) kommen unter die Herrschaft von Erispoë. Dieser leistet den Eid auf Karl als König des Westfränkischen Königreichs (aber keine hommage lige, die eine Treue wäre). Um die Souveränität des bretonischen Staates zu betonen, werden die zukünftigen Herzöge der Bretagne zum „Herzog, König in ihren Ländern“ gekrönt.
Oktober: Wikingerzeit: Die Wikinger, angeführt von ihrem Anführer Hoseri (Asgeirr), segeln erneut die Seine hinauf nach Rouen. Sie überwintern zum ersten Mal auf dem Kontinent. Zu Fuß gelangen sie bis nach Beauvais, das sie in Brand stecken, sowie zur Abtei Saint-Germer-de-Fly an der Oise, bevor sie von den fränkischen Truppen bei Vardes besiegt werden. Sie bleiben bis Ende 852 im Pariser Becken.
Südeuropa
3. Juni: Kreuzigung des Mönchs Isaak. Beginn einer Krise des religiösen Fanatismus in Spanien. Freiwilliger Märtyrertod von etwa fünfzig Mozarabern auf dem Markt von Córdoba
24. November: Flora und Maria, zwei junge Frauen, die sich weigern, zum Islam zurückzukehren, werden in Cordoba zum Tode verurteilt – Flora gemäß Scharia-Interpretation wegen Apostasie, Maria wegen Blasphemie – und enthauptet. Ihre Leichen werden einen Tag lang unbestattet zu Schau gestellt und dann in den Fluss geworfen.
Die Wikinger fallen in Surrey ein. Æthelwulf, König von Wessex fügt dem Dänenfürsten Rorik bei Acleah (Ockley) eine schwere Niederlage zu. Er kann die Dänen jedoch nicht aus Thanet vertreiben und sie auch nicht daran hindern, sich dort zu verschanzen.
König Æthelwulf ältester Sohn Æthelstan von Kent greift in Begleitung von EaldormanEalhhere eine Wikingerflotte vor der Küste bei Sandwich an und kapert neun der feindlichen Schiffe, während die übrigen fliehen.
Irland: Cináed, der König von Brega, wird während einem Zusammenkunft heimtückisch ermordet, indem er von Máel Sechnaill und Tigernach ertränkt wird, die Irischen Annalen fügen hinzu, dass dies „trotz der Garantien der Adligen Irlands und des Nachfolgers des hl. Patrick (d.h. des Abtes von Armagh) im Besonderen“ geschah. Cináed folgt sein Bruder Flann als König von Brega.
Bagrat II. Bagratuni, armenischer Fürst und Anführer eines Aufstandes gegen das Abbasiden-Kalifat, wird während Verhandlungen gefangen genommen und in die Kalifenhauptstadt Samarra gebracht.
Urkundliche Ersterwähnungen
Erste Erwähnung des heutigen Wittener Stadtteils Herbede
Erste schriftliche Erwähnung des Ortes Bochorna, (heute Bokern, Stadt Damme bei Osnabrück) als Nachtlager auf dem 'Oberhof' (Meyerhof) im Zusammenhang mit der Überführung der Gebeine des Hl. Alexanders von Rom nach Wildeshausen
20. März: Ebo, Bischof von Hildesheim und ehemaliger Erzbischof von Reims stirbt. Sein Nachfolger in Hildesheim, der später heiliggesprochene aus sächsischem Adel (Liudolfinger) stammende Altfrid, hebt die von Ebo erteilten Weihen als ungültig auf.