Ein ASMGC-S (Advanced Surface Movement Guidance and Control System) ist eine Weiterentwicklung des Surface Movement Guidance and Control (SMGC) System, welches von der Internationale Zivilluftfahrtorganisation, ICAO im DOC-9476 definiert wurde. ASMGC-S ist von ICAO im DOC-9830 definiert.
Die operationellen Anforderungen für ein SMGC-System wurden von der achten Air Navigation Conference 1974 in Montreal definiert. Die Anforderungen wurden in ICAO Circular 148 mit dem Titel "Surface Movement Guidance and Control System" veröffentlicht. Es folgten mehrere Überarbeitungen unter Einbeziehung der relevanten ICAO Annexes und Procedures for Air Navigation Services - Rules of the Air and Air Traffic Services (PANS-RAC), ICAO Doc-4444. Nach Annahme der Überarbeitungen erfolgten Änderungen in den relevanten ICAO-Annexes, und im ICAO Doc-4444 und die Veröffentlichung von ICAO DOC-9746, Manual of Surface Movement Guidance and Control Systems (SMGCS) im Jahr 1986.
Da SMGCS-Systeme noch Defizite in Hinsicht auf Kapazität, Safety-Levels und unter schlechten Sichtbedingungen aufwies, erfolgte eine Überarbeitung um die Sicherheit auch bei hoher Verkehrsdichte, unter schlechten Wetterbedingungen und bei komplexen Aufbau von Flugplätzen sicherzustellen was zu ASMGS-S-Systemen führte. Die Anforderungen und Definitionen für A-SMGCS sind im ICAO Doc-9830, Advanced Surface Movement Guidance and Control Systems (A-SMGCS) Manual definiert.
SMGCS und ASMGC-S System dienen der Kontrolle des Rollverkehrs von Luftfahrzeugen und Fahrzeugen auf dem Gelände eines Flugplatzes. Ein A-SMGCS ermöglicht die Überwachung und Führung von Fahrzeugen und Luftfahrzeugen für einen sicheren, geordneten und möglichst flüssigen Verkehrsfluss am Boden. Das System liefert unabhängig von Wetter und Sicht innerhalb der operativ genutzten Flugplatzfläche die benötigten Informationen.
A-SMGCS kombiniert dabei Daten aus folgenden Quellen:
Somit kann ein nahezu komplettes Bild des Rollverkehrs von Luftfahrzeugen und Fahrzeugen auf einem Flugplatz dargestellt werden. Das System soll aktiv dabei helfen, Zwischenfälle (z. B. Kollisionen von Flugzeugen und Fahrzeugen) zu vermeiden.