ACME (englisch acme ‚Gipfel‘, ‚Höhepunkt‘, von altgriechisch ἀκμή akmē ‚Höhepunkt‘) wird im englischen Sprachraum gern als Name für ein fiktives Unternehmen und fiktive Markenprodukte verwendet. Weitere Beispiele hierfür sind Finder-Spyder, Oceanic Airlines oder Morley Cigarettes.
Der Begriff wurde mit den Zeichentrickfilmen der Warner Bros., insbesondere der Road-Runner-Reihe, bekannt und steht für ein fiktives Unternehmen. Um nicht mit dem US-amerikanischen Markenrecht in Konflikt zu kommen, haben die Zeichner ein Unternehmen erfunden, das alle Gegenstände produziert, welche in den Filmen benötigt werden. Von alltäglichen Konsumprodukten wie Kleidung und Zahnpasta bis hin zu ausgefallenen Dingen wie Taschenraketen und Laserkanonen gibt es nichts, was ACME nicht herstellt. Es gibt Andeutungen in verschiedenen Warner-Bros.-Zeichentrickserien, dass ACME von Road Runner persönlich betrieben wird (z. B. in Road Runner: To Beep or not to Beep, Freeze Frame; Tiny Toon in einem Gerichtsverfahren).
Erst später interpretierte man das Wort ACME als Backronym für A Company that Manufactures/Makes Everything (Ein Unternehmen, das alles herstellt) oder auch American Company that Manufactures/Makes Everything (Amerikanisches Unternehmen, das alles herstellt).
Im Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit wurde basierend auf der Firma die Figur Marvin Acme als Besitzer dieses fiktiven Unternehmens eingebracht.
Es gab und gibt jedoch mehrere wirkliche Unternehmen, die als ACME firmieren.
In den USA werden Fischprodukte unter dem Markennamen „ACME“ angeboten.

Chuck Jones, Regisseur zahlreicher Warner-Brothers-Cartoons, erklärte Anfang der 1980er-Jahre im Rahmen eines Vortrags an der Universität von Dayton, dass ACME der Name eines realen Unternehmens war. Die Werbung dieses Unternehmens war Mitte der 1930er-Jahre auf der Rückseite eines Telefonbuchs in Burbank, Kalifornien, zu finden; im allgemeinen Sprachgebrauch wurde seither dieses Rufnummernverzeichnis gerne als das ACME bezeichnet. Jones gab in Interviews in dem Dokumentar-Kurzfilm Chuck Jones: Memories of Childhood (2009) folgende – etwas abweichende – Erklärung ab: „Wenn Sie in den Gelben Seiten beispielsweise unter Drogerien nachgeschaut haben, dann konnten Sie sehen, dass die erste Acme Drugs war. Warum? Weil ‚ac‘ so weit vorne war, wie es maximal möglich war.“
1872 gab es bereits die Acme Oil Company of New York mit Sitz in Titusville. Diese gehörte mittelbar zum Standard Oil Trust.
„Acme“ war Anfang der 1900er-Jahre der Name einer Eigenmarke des Versandhandelsunternehmens Sears Roebuck and Company, besser bekannt unter der Kurzform Sears. Der Katalog von Sears war damals schon eine Institution, da das Unternehmen nicht nur Konsumartikel des alltäglichen Bedarfs, sondern auch Großgeräte für Haus und Küche sowie ganze Häuser in Bausätzen bis in die entlegensten Regionen der USA versandte.
In Deutschland gab es in den 1920er-Jahren eine Plattenmarke ACME, die US-Aufnahmen für den deutschen Markt herausbrachte.