AC Mailand

AC Mailand
Vereinswappen des AC Mailand
Fußballunternehmen
Name Associazione Calcio Milan S.p.A.
Sitz Mailand, Italien
Gründung 16. Dezember 1899
Farben rot, schwarz
Aktionäre 99,93 %: RedBird Capital Partners
00,07 %: Kleinaktionäre
Präsident Paolo Scaroni
Website acmilan.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Rúben Amorim
Spielstätte Stadio San Siro
Plätze 75.817
Liga Serie A
2025/26 5. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Die Associazione Calcio Milan, kurz AC Milan oder Milan, im deutschen Sprachraum auch bekannt als die oder der AC Mailand, ist ein 1899 gegründetes italienisches Fußballunternehmen aus der lombardischen Hauptstadt Mailand.

Weitere Bezeichnungen sind I Rossoneri („Die Rot-Schwarzen“) und Il Diavolo („Der Teufel“).

Die AC Mailand zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt – mit 19 nationalen Meistertiteln, fünf nationalen Pokalsiegen, dem siebenmaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League, dem viermaligen Gewinn des Weltpokals, zwei Erfolgen im Europapokal der Pokalsieger und fünf Siegen im UEFA Super Cup.

Seine Heimspielstätte, das auch unter dem ehemaligen Namen San Siro bekannte Giuseppe-Meazza-Stadion, teilt sich der Klub mit dem Stadtrivalen Inter Mailand.

Geschichte

Gründung und frühe Jahre (1899–1929)

Gründerväter der Associazione Calcio Milan (1899)
Die Meistermannschaft der AC Mailand im Jahr 1901

Die Associazione Calcio Milan wurde am 16. Dezember 1899 als Mailänder Fußball- und Cricketklub (Milan Cricket and Football Club) unter der Leitung von Alfred Edwards und Herbert Kilpin gegründet. Edwards, ein ehemaliger britischer Vizekonsul, wurde der erste gewählte Präsident des Vereins. Anfangs bestand neben der Fußballsparte kurzzeitig auch eine Cricketabteilung, die von Edward Berra geleitet wurde. Die offiziellen Vereinsfarben rot und schwarz wurden von Mitgründer und Trainer Herbert Kilpin gewählt. In diesen Jahren entwickelte sich in Italien gerade ein erster geordneter Spielbetrieb auf Landesebene, in dem sich Milan schnell profilierte. Bereits 17 Monate nach der Vereinsgründung, am 5. Mai 1901, setzte sich die Mannschaft aus der Lombardei mit einem 3:0 nach Verlängerung im Meisterschaftsendspiel gegen den CFC Genua durch und errang den ersten Titelgewinn.

Zwischenzeitlich wurden zwei weitere Meistertitel errungen, als 1908 einige Mitglieder den Verein verließen, um den heutigen Lokalrivalen Inter Mailand zu gründen. In den folgenden Jahren gelang es der AC Mailand mit der neuen Mannschaft nicht mehr, an die Erfolge der ersten neun Jahre anzuknüpfen. Erst im Jahr 1915 erreichte die Mannschaft wieder die Endrunde, die wegen des Kriegsbeginns nicht zu Ende gespielt wurde. Während der Kriegsjahre wurde in einigen Regionen noch Fußball gespielt, und Milan trat im näheren Umland gegen andere Mailänder Vereine an. Ab 1929 etablierte man sich in der neu gegründeten Serie A.

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1949–1960)

Gre-No-Li
Saisondaten 1949–1960
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 1949/502.118:4557:19
Serie A 1950/511.107:3960:16Sieger im Coupe Latine
Serie A 1951/522.87:4153:23
Serie A 1952/533.64:3443:25Sieger im Coupe Latine
Serie A 1953/543.66:3944:24
Serie A 1954/551.81:3548:20
Serie A 1955/562.70:4841:27Halbfinale im Landesmeister-Pokal
Serie A 1956/571.65:4048:203. Platz im Coupe Latine
Serie A 1957/589.61:4732:36Finale im Landesmeister-Pokal
Serie A 1958/591.84:3252:16
Serie A 1959/603.56:3744:241. Runde im Landesmeister-Pokal

Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Rossoneri mit den schwedischen Spielern Gunnar Gren, Gunnar Nordahl und Nils Liedholm, die als Gre-No-Li bekannt wurden, und fanden zu alter Spielstärke zurück. Die Defensive wurde um Cesare Maldini herum aufgebaut und von Kapitän Andrea Bonomi angeführt; mit der Treffsicherheit des Torjägers Nordahl feierte Milan 1951 die vierte Meisterschaft. Als Mitte der 50er Jahre zudem die Südamerikaner Juan Schiaffino und José Altafini zum Verein stießen, wurde die Überlegenheit in der italienischen Liga immer deutlicher. Bis Ende der 1950er Jahre wurde in der Serie A bis auf eine Ausnahme stets einer der ersten drei Tabellenplätze erreicht, wobei es allein vier Meistertitel zu bejubeln gab.

Im seit 1958 wieder ausgespielten Italienischen Fußball-Pokal blieben Erfolge aus. So schied man außer 1958 immer im ersten Spiel aus. 1958 schaffte man immerhin den Sprung ins Viertelfinale, wo man am FC Bologna scheiterte.

International behauptete man sich hingegen ebenso regelmäßig wie in der nationalen Meisterschaft. 1951 wurde die Coupe Latine, ein Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften aus Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und anderen Staaten mit romanischer Sprache, nach Mailand geholt, als man im Finalspiel den OSC Lille schlug. 1953 wiederholte man diesen Erfolg durch einen Finalsieg gegen Athletic Bilbao. Im neu geschaffenen Europapokal der Landesmeister erreichte man in der Erstauflage das Halbfinale, wo man knapp am späteren Pokalsieger Real Madrid scheiterte. 1958 schaffte man den Sprung ins Finale und scheiterte dort nach zweimaliger Führung erneut an den Spaniern.

Aufstieg zur europäischen Spitzenmannschaft (1960–1969)

Juan Schiaffino und Gianni Rivera (1960)

Nach der Saison 1960/61 wurde Nereo Rocco vom Sportdirektor Giuseppe Viani als Trainer verpflichtet. Viani hatte vormals selbst als Trainer fungiert und mit Milan einen Titel errungen, jedoch einen Herzinfarkt erlitten und sich nun auf eine Rolle als Sportdirektor zurückgezogen. Mit Rocco und dem Neuzugang Gianni Rivera als prägendem Mittelfeldspieler gewann Milan vier nationale Titel. Auch auf internationaler Ebene feierte man weiterhin Erfolge. Nachdem die Italiener 1956 und 1958 im Halbfinale bzw. im Finale des Europapokals der Landesmeister jeweils am spanischen Vertreter Real Madrid gescheitert waren, errangen sie am 22. Mai 1963 mit einem 2:1-Endspielsieg gegen Benfica Lissabon erstmals den bedeutendsten europäischen Titel.

Den Gewinn des Weltpokals verpasste man allerdings, nachdem man gegen den Gewinner der südamerikanischen Klubmeisterschaft FC Santos im entscheidenden Spiel mit 0:1 unterlegen war. Zuvor hatten beide Mannschaften zuhause ihren Gegner jeweils mit 4:2 bezwungen.

Milan nach dem Gewinn des Europapokal der Pokalsieger 1967/68
Die Mannschaft feiert mit Anhängern den Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1968/69

1964 schied die AC Mailand als Titelverteidiger bereits im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Real Madrid aus. Im Jahr 1967 gewann man zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den nationalen Pokalwettbewerb. Im Finale der Coppa Italia wurde Calcio Padova mit 1:0 geschlagen. Nachdem 1964 und 1965 jeweils der Stadtrivale Inter sowohl den Europapokal der Landesmeister als auch den Weltpokal gewonnen hatte und somit in der Anzahl der Erfolge an Milan vorbeigezogen war, folgte 1968 der zweite große internationale Triumph für die Rossoneri, als sie gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV den Europapokal der Pokalsieger gewannen. Ein Jahr später gewann die AC Mailand zum zweiten Mal den Europapokal der Landesmeister. Dabei schlugen sie die Mannschaft von Ajax Amsterdam deutlich mit 4:1. Diesmal blieben die Mailänder auch im Duell gegen den Vertreter aus Südamerika Sieger und gewannen somit erstmals den Weltpokal. Dabei setzten sie sich gegen den Vorjahressieger Estudiantes de La Plata aus Argentinien durch, als sie nach einem deutlichen 3:0-Heimerfolg im Rückspiel knapp mit 1:2 unterlagen. Der europäische Vereinstitel wurde aber wiederum nicht verteidigt, da man in der darauf folgenden Saison im Achtelfinale gegen den späteren Turniersieger Feyenoord Rotterdam ausschied.

Nachdem man 1972 im Finale gegen die SSC Neapel zum zweiten Mal den nationalen Pokal gewonnen hatte, war man 1973 ebenfalls zum zweiten Mal den Pokalsiegerwettbewerb siegreich. Dabei wurde im Endspiel die Mannschaft von Leeds United bezwungen. Ein Jahr später verteidigte man die Coppa Italia im Finalspiel gegen Juventus Turin. Auch im Pokal der Pokalsiegerwettbewerb stand man erneut im Finale, wo man überraschend mit 0:2 gegen den Pokalsieger aus der DDR, den 1. FC Magdeburg verlor.

Ende der 1970er Jahre wurden weitere Erfolge gefeiert, so entschied man 1976/77 zum vierten Mal den nationalen Pokalwettbewerb für sich und schlug dabei im Finale den Erzrivalen Inter Mailand mit 2:0. In der Spielzeit 1978/79, Gianni Riveras letzter Saison, gewann die AC Mailand zum zehnten Mal die Meisterschaft. Nach dem letzten Spieltag stand man vor der AC Perugia und Juventus Turin auf Platz eins.

1979/80 endete die Erfolgsserie, als der Klub zusammen mit Lazio Rom wegen illegaler Wettgeschäfte vom italienischen Fußballverband zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde. Auch wenn Milan umgehend der Wiederaufstieg gelang, erholte sich der Verein nur langsam und musste im Jahr darauf erneut den Weg in die zweite Liga antreten. Nach dem neuerlichen Abstieg in die Serie B gelang wiederholt der sofortige Wiederaufstieg in die oberste Spielklasse. Unter anderem wurde dies erreicht, da Lokalrivale Inter den Rossoneri drei Spieler auslieh, da Milan zu dieser Zeit nicht über die finanziellen Mittel verfügte, eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen.

Sacchis „Gli Immortali“ (1986–1990)

Saisondaten 1986–1990
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 1985/867.26:2431:29UEFA-Pokal, 1. Runde
Serie A 1986/876.31:2135:25
Serie A 1987/881.43:1445:15UEFA-Pokal, 2. Runde
Serie A 1988/893.61:2546:22Europapokal der Landesmeister, Sieger
Serie A 1989/902.56:2749:19Europapokal der Landesmeister, Sieger
Die Trophäe des Europapokals der Landesmeister 1988/89 im San Siro Museum

Als der italienische Unternehmer Silvio Berlusconi 1986 die Aktienmehrheit am Verein erwarb, fand die AC Mailand wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Mannschaft erfuhr einen erheblichen Neuaufbau, dabei wurde mit Arrigo Sacchi ein Trainer verpflichtet, welcher einen offensiven Fußball bevorzugte. Neben Roberto Donadoni wurden die Niederländer Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank Rijkaard verpflichtet. Neben diesen offensiven Spielern und den beiden Verteidigern Franco Baresi und Paolo Maldini entwickelte sich eine schlagkräftige Mannschaft, welche ab Ende der achtziger Jahre den europäischen Vereinsfußball zu dominieren begann.

Während dieser Zeit wurde das Team Gli Immortali („Die Unsterblichen“) genannt. Dabei gewann Milan 1988 zum elften Mal die Meisterschaft; 1989 gewann man den Europapokal der Landesmeister, den Europäischen Supercup und den Weltpokal. In der nationalen Meisterschaft hingegen musste man sich am Saisonende mit dem dritten Rang hinter dem Stadtrivalen Inter und dem SSC Neapel begnügen.

1990 gelang Sacchis Mannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung im Europapokal der Landesmeister. In der heimischen Liga musste man sich auch in diesem Jahr geschlagen geben und belegte hinter dem von Diego Maradona angeführten SSC Neapel in der Endabrechnung Platz zwei.

Capellos „Gli Invincibili“ (1991–1996)

Saisondaten 1991–2000
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 1990/912.46:1946:19Europapokal der Landesmeister Viertelfinale
Serie A 1991/921.74:2156:12
Serie A 1992/931.65:3250:18UEFA-Champions-League-Finale
Serie A 1993/941.36:1550:18UEFA-Champions-League-Sieger
Serie A 1994/954.53:3260UEFA Champions-League-Finale
Serie A 1995/961.60:2473UEFA-Pokal-Viertelfinale
Serie A 1996/9711.43:4443UEFA-Champions-League-Gruppenphase
Serie A 1997/9810.37:4344
Serie A 1998/991.59:3470
Serie A 1999/20003.65:4061UEFA-Champions-League-Gruppenphase
Serie A 2000/016.56:4649UEFA-Champions-League 2. Gruppenphase

1991 verließ Arrigo Sacchi den Verein, um die italienische Fußballnationalmannschaft zu trainieren. Auch unter seinem Nachfolger Fabio Capello blieb die AC Mailand erfolgreich. Mit Zvonimir Boban und Dejan Savićević sowie Jean-Pierre Papin wurden weitere Weltklassespieler verpflichtet. Doch wie schon im Jahr zuvor reichte es in der nationalen Meisterschaft wieder nur für den zweiten Platz. Diesmal musste man der Mannschaft von Sampdoria Genua den Vortritt lassen. Auch im Europacup scheiterte Milan bereits im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten, dem französischen Meister Olympique Marseille: Nachdem der Titelverteidiger als Gastgeber im ersten Spiel nicht über ein Unentschieden hinausgekommen war, musste das Rückspiel in Marseille unbedingt gewonnen werden. Als beim Stand von 1:0 für die Franzosen kurz vor Schluss im Stadion die Flutlichtanlage ausfiel, nahmen das die Italiener zum Anlass, das Spiel abzubrechen. Daraufhin wurde der Verein für sein eigenmächtiges Handeln für ein Jahr von allen europäischen Klubwettbewerben ausgeschlossen.

In der Saison 1991/92 gewann man nach vier Jahren wieder den Scudetto gewinnen. Bezeichnet als Gli Invicibili („Die Unbesiegbaren“), spielte Capellos Mannschaft sehr offensiven Fußball und blieb dabei die gesamte Saison über in 58 Spielen ungeschlagen. In der folgenden Saison folgte erneut ein dominantes Jahr; am Ende der Saison stand erneut der Titelgewinn. Wiederum zeigte Capellos Mannschaft zunächst ein sehr offensivbetontes Spiel; Milan gewann 5:3 gegen Lazio, 7:3 in Florenz und schlug Napoli 5:0 und Sampdoria 5:1. Nachdem Marco van Basten sich eine schwere Verletzung zugezogen hatte (aufgrund der er zwei Jahre später zurücktrat), endete diese Phase jedoch; Capello stellte die Taktik der Mannschaft völlig um und ließ nun sehr defensiv spielen. Der dritte Meistertitel in Folge in der Saison 1993/94 wurde aufgrund der starken Verteidigung um Baresi, Maldini, Costacurta, Tassoti und später auch Desailly gewonnen; Milan erlaubte in 34 Spielen nur 15 Gegentore und schoss selbst 36 Tore.

Ab der Saison 1992/93 durfte Milan wieder am höchsten europäischen Klubwettbewerb teilnehmen, welcher erstmals unter der Bezeichnung UEFA Champions League durchgeführt wurde. Dabei gelang auf Anhieb wieder der Einzug ins Finale, wo man auf den letzten europäischen Bezwinger aus Marseille traf. Obwohl Milan als klarer Favorit in das Spiel ging, misslang die Revanche für die Viertelfinalniederlage zwei Jahre zuvor. Olympique Marseille hingegen feierte durch einen knappen 1:0-Sieg den ersten Gewinn der europäischen Königsklasse.

Die Mannschaft der AC Mailand bei der Ankunft in Italien nach dem Gewinn der UEFA Champions League 1993/94

Im darauf folgenden Jahr zogen die Mailänder wiederum in das Finale ein. Dabei vermochte die Mannschaft in der Vorrunde mit ihrem schon markanten Defensivfußball nur wenig zu überzeugen und gewann von sechs Spielen gerade einmal zwei, bei vier Unentschieden. Aus diesem Grund galt man nach langer Zeit wieder als Außenseiter, da mit dem FC Barcelona eine Mannschaft gegenüberstand, welche nach Ansicht vieler Beobachter den offensivsten und torreichsten Fußball dieser Zeit praktizierte. Doch letztlich blieb die erwartete Wachablösung im europäischen Vereinsfußball aus. AC Mailand übernahm im Athener Olympiastadion vor 76.000 Zuschauern von Beginn an die Initiative und besiegte seinen spanischen Kontrahenten deutlich mit 4:0.

Auch 1995 kam Milan zum nunmehr dritten Mal in Folge ins Finale der Champions League. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen Stars unterlagen dabei den „jungen Wilden“ von Ajax Amsterdam im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 0:1. Der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18-jährige Patrick Kluivert erzielte kurz vor Ende der regulären Spielzeit das entscheidende Tor.

Mit dieser Niederlage ging in der europäischen Königsklasse eine 7-jährige Ära zu Ende, in welcher die AC Mailand eine prägende Rolle innehatte, welche in seiner Dominanz nur mit der von Real Madrid in den späten 1950er-Jahren zu vergleichen war. Milan erreichte in dieser Zeit fünfmal das Finale, wobei man letztlich dreimal Europas Fußballkrone errang.

Milan unter Ancelotti (2001–2009)

Saisondaten 2001–2009
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 2001/024.47:3355UEFA-Pokal-Halbfinale
Serie A 2002/033.65:2461UEFA-Champions-League-Sieger
Serie A 2003/041.65:2482UEFA-Champions-League-Viertelfinale
Serie A 2004/052.63:2879UEFA-Champions-League-Finale
Serie A 2005/063.85:3158UEFA-Champions-League-Halbfinale
Serie A 2006/074.57:3661UEFA-Champions-League-Sieger
Serie A 2007/085.66:3864UEFA-Champions-League-Achtelfinale
Serie A 2008/093.70:3574UEFA-Pokal-Sechzehntelfinale

Danach endete vorerst die Überlegenheit der AC Mailand, da die Mannschaft im Umbruch stand. Trainer Fabio Capello verließ den Verein und wurde durch Óscar Tabárez aus Uruguay ersetzt. Ruud Gullit hatte schon 1993 sein Engagement beim Verein beendet, Marco van Basten musste wegen anhaltender Verletzungsprobleme seine Karriere beenden, und andere Stars früherer Jahre wie Franco Baresi konnten nicht mehr an ihre alte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Neuen spektakulären Verpflichtungen wie die von Roberto Baggio oder George Weah gelang es nicht, die dabei entstehenden Lücken zu nicht schließen, wodurch der Verein in Europa eine Reihe überraschender Niederlagen einstecken musste. In den Jahren 1997 und 1998 war der Klub aus Norditalien weit von den Erfolgen vergangener Tage entfernt, da er in dieser Zeit selbst auf nationaler Ebene nur einen Platz in der unteren Tabellenhälfte erreichte. Nach kurzen erneuten Amtsperioden von Sacchi und Capello wurde Alberto Zaccheroni als Trainer verpflichtet, der die Durststrecke beendete und den Verein 1999 zur erneuten Meisterschaft führte. Trotzdem drehte sich das Trainerkarussell weiter, bis mit Carlo Ancelotti auch der internationale Erfolg zurückkehrte. Nachdem in den folgenden Jahren unter anderem die Torjäger Filippo Inzaghi, Andrij Schewtschenko, die kreativen Mittelfeldspieler Rui Costa, Andrea Pirlo und Clarence Seedorf sowie Abwehrspieler Alessandro Nesta verpflichtet worden waren, galt Milan wieder als eine der spielstärksten Mannschaften Europas und erreichte, nachdem man 2002 zum fünften Mal den nationalen Pokalwettbewerb gewonnen hatte, 2003 zum achten Mal in der Vereinsgeschichte das Finale der Champions League. Hierbei gewann man im Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten Juventus Turin und sicherte sich so den wertvollsten Titel Europas zum inzwischen sechsten Mal. In der Saison 2003/04 schied die AC Mailand als Titelverteidiger im Viertelfinale gegen Deportivo La Coruña aus. Nachdem das Hinspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion mit 4:1 gewonnen worden war, verlor man das Rückspiel im Estadio Riazor überraschend mit 0:4. National verlief die Saison erfreulicher – man gewann 2004 die 17. Meisterschaft. Andrij Schewtschenko wurde dabei mit 24 Saisontreffern Torschützenkönig.

28. Mai 2003: die AC Mailand schlägt Juventus Turin im Finalspiel der UEFA Champions League 2002/03

In der Saison 2004/05 stand die AC Mailand erneut im Finale der Champions League, wo der Gegner diesmal FC Liverpool hieß. Dieses Spiel ging als eines der denkwürdigsten in die Geschichte des europäischen Meistercups ein. Nachdem der große Favorit aus Italien anfangs seinen Gegner nach Belieben beherrscht und zur Halbzeit bereits mit drei Toren geführt hatte, kämpften sich die Engländer wieder ins Spiel zurück und erreichten die Verlängerung. Nachdem diese keine Entscheidung gebracht hatte, wurde der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt, in welchem Milan das schon sicher geglaubte Spiel doch noch verlor.

Ein Jahr später erreichte die AC Mailand das Halbfinale der Champions League und musste sich dort dem späteren Sieger FC Barcelona geschlagen geben.

Im Mai 2006 wurde die italienische Liga von einem Skandal erschüttert, in welchen neben Juventus Turin auch die AC Mailand verwickelt war. Als Konsequenz wurden dem Mailänder Verein für die gerade abgeschlossene Saison 2005/06 44 Punkte abgezogen. Dadurch verlor Milan den zweiten Platz und damit die verbundene direkte Qualifikation für die Champions League 2006/07. Ein Berufungsgericht milderte allerdings den Richterspruch ab und reduzierte die Strafe auf 30 Punkte Abzug, wodurch der Verein in der Endabrechnung noch den dritten Tabellenplatz belegte und zumindest noch die Champions League über die Qualifikationsrunde erreichte. Außerdem bekam der Verein für die darauf folgende Spielzeit 2006/07 einen Abzug von 15 Punkten, welcher nach der Berufung auf acht Punkte reduziert wurde.

23. Mai 2007: die AC Mailand gewinnt im Finale gegen den FC Liverpool zum siebten Mal die UEFA Champions League

Trotz dieses mühevollen Umwegs erreichte Milan in der Saison 2006/07 wiederum das Finale der Champions League, wo mit dem FC Liverpool der Endspielgegner von Istanbul wartete. Doch anders als im legendären Finale von 2005 behielten die Rossoneri hier das bessere Ende für sich und gewannen durch zwei Tore von Filippo Inzaghi verdient mit 2:1. Im August des gleichen Jahres fügte die AC Mailand dem siebten Triumph in der Königsklasse den fünften Gewinn des UEFA Super Cups hinzu, als in Monaco der amtierende UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla mit 3:1 bezwungen wurde.

Am 16. Dezember 2007 gelang der AC Mailand zum ersten Mal der Sieg der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, wobei in Yokohama der Sieger der Copa Libertadores 2007, die Boca Juniors, mit 4:2 geschlagen wurden. Die Saison 2007/08 wurde auf einem enttäuschenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen, wodurch man in der Saison 2008/09 die Champions League verpasste. Im UEFA-Pokal setzte man sich in der ersten Runde gegen den FC Zürich durch, in der Gruppenphase traf man auf SC Heerenveen, Sporting Braga, FC Portsmouth und den VfL Wolfsburg. Bereits im Sechzehntelfinale schieden die Rossoneri überraschend gegen Werder Bremen aus.

Zeit nach Ancelotti und der 18. Scudetto (2009–2013)

Saisondaten 2009–2013
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 2009/103.60:3970UEFA-Champions-League-Achtelfinale
Serie A 2010/111.65:2482UEFA-Champions-League-Achtelfinale
Serie A 2011/122.74:3380UEFA-Champions-League-Viertelfinale
Serie A 2012/133.67:3972UEFA-Champions-League-Achtelfinale

Vor der Saison 2010/11 kam mit Massimiliano Allegri ein neuer Trainer, auch der Kader wurde mit neuen Spielern verstärkt. Für die Offensive wurden die Stürmer Zlatan Ibrahimović und Robinho verpflichtet, zur Wintertransferperiode im Dezember zudem der italienische Nationalspieler Antonio Cassano sowie im Januar der international erfahrene Mark van Bommel. Zusammen mit Leistungsträgern wie Thiago Silva, Alessandro Nesta, Gennaro Gattuso, Clarence Seedorf, Andrea Pirlo und Alexandre Pato wurde eine Mannschaft geformt, welche nach sieben Jahren bereits drei Spieltage vor Saisonende den 18. Meistertitel fixierte.

In der Champions League schieden die Mailänder dagegen bereits im Achtelfinale gegen Tottenham Hotspur aus. In der darauffolgenden Saison 2011/12 musste man sich in der Meisterschaft knapp Juventus Turin geschlagen geben. In der Champions League erreichten die Mailänder das Viertelfinale gegen den FC Barcelona.

Anschließend wurde ein Umbruch eingeleitet mit dem Ziel, die in die Jahre gekommene Mannschaft zu verjüngen. Zur Saison 2012/13 verließen Vereinsikonen wie Gennaro Gattuso, Alessandro Nesta, Filippo Inzaghi und Clarence Seedorf den Verein oder beendeten ihre Karrieren. Die AC Mailand erreichte in dieser Saison mit einem Endspurt noch Platz drei und scheiterte in der Champions League erneut am FC Barcelona.

Milan weit entfernt von alter Größe (2013–2020)

Saisondaten 2013–2020
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 2013/148.57:4957UEFA-Champions-League-Achtelfinale
Serie A 2014/1510.56:5052
Serie A 2015/167.49:4357
Serie A 2016/176.57:4563
Serie A 2017/186.56:4264UEFA-Europa-League-Achtelfinale
Serie A 2018/195.55:3668UEFA-Europa-League-Gruppenphase
Serie A 2019/206.63:4666

Die Saison 2013/14 war für den Verein eine der enttäuschendsten der Neuzeit, woran auch die Rückkehr des früheren Herzstücks Kaká nicht viel änderte. Clarence Seedorf trat im Januar 2014 für den Rest der Saison die Nachfolge des entlassenen Massimiliano Allegri an, blieb jedoch glücklos und man erreichte man nur den achten Platz, während man in der Champions League im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Atlético Madrid ausschied. Aufgrund des verpassten Europapokals verließ Kaká bereits nach einem Jahr wieder den Verein.

Zur Saison 2014/15 wurde der frühere Milan-Stürmer und anschließende Jugendtrainer Filippo Inzaghi am 10. Juni 2014 Trainer der ersten Mannschaft. Es wurden unter anderem Torhüter Diego Lopez, Mittelfeldspieler Giacomo Bonaventura sowie die Stürmer Jérémy Ménez und Fernando Torres unter Vertrag genommen. Man startete erfolgreich in die neue Saison; nach den ersten zehn Partien stand man auf den vorderen Plätzen. Nach einer durchwachsenen und von Verletzungen geprägten zweiten Saisonhälfte schloss Milan auf dem zehnten Platz ab und verpasste somit im zweiten Jahr in Folge die internationalen Plätze. Am Ende der Saison 2015/16 belegte der Verein den siebenten und damit den ersten nicht für den Europapokal qualifizierenden Platz. In der Coppa Italia war Milan mit Siniša Mihajlović im Finale an Juventus Turin gescheitert. In der Saison 2016/17 erreichte der Verein mit Vincenzo Montella als Sechstplatzierter erstmals nach drei Jahren Unterbrechung wieder einen Europapokalplatz.

Am 27. November 2017 wurde Trainer Vincenzo Montella nach 20 Punkten in 14 Spielen der Serie A entlassen. Sein Nachfolger wurde der frühere Milan-Spieler Gennaro Gattuso, mit dem man die Saison auf Platz 6 beendete und sich damit für die Europa League qualifizierte.

Im Juni 2018 wurde die AC Mailand von der UEFA wegen Verstößen gegen das Financial-Fairplay-Reglement für zwei Jahre vom Europapokal ausgeschlossen, nachdem der Verein zwischen 2015 und 2017 ein Transferminus von 255 Millionen Euro verzeichnet hatte. Milan focht dieses Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof an. Dieser stellte fest, dass die Strafe für den Verstoß unverhältnismäßig sei und gab dem Einspruch statt, Milan trat in der Saison 2018/19 in der UEFA Europa League an.

Am 28. Mai 2019 teilte der Klub mit, dass Trainer Gennaro Gattuso und Sportdirektor Leonardo die AC Mailand verlassen werden. Gattuso hatte noch einen Vertrag bis 2021. Milan belegte in der Saison 2018/19 Platz fünf und qualifizierte sich für die UEFA Europa League 2019/20. Die UEFA Champions League 2019/20 wurde um einen Punkt hinter Stadtrivale Inter verpasst. Am 28. Juni wurde der AC Mailand von der Teilnahme an der Europa League ausgeschlossen. Dies teilte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne mit. Der Klub wurde wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Regeln des Financial Fairplay der UEFA gesperrt.

Ende der Mittelmäßigkeit und 19. Scudetto (seit 2020)

Tifosi feiern den Gewinn der Meisterschaft 2021/22 auf der Piazza del Duomo
Saisondaten seit 2020
SaisonPlatzTorePunkteInternational
Serie A 2020/212.74:4179UEFA-Europa-League-Achtelfinale
Serie A 2021/221.69:3186UEFA-Champions-League-Gruppenphase
Serie A 2022/234.64:4370UEFA-Champions-League-Halbfinale
Serie A 2023/242.76:4975UEFA-Champions-League-Gruppenphase
Serie A 2024/258.61:4363UEFA-Champions-League Play-offs zum Achtelfinale
Serie A 2025/265.53:3570

Das Spieljahr 2020/21 beendeten die Rossoneri auf dem zweiten Platz hinter Stadtrivale Inter. Durch die Vizemeisterschaft qualifizierte man sich erstmals seit 2013 wieder für die Königsklasse.

In der Saison 2021/22 gelang der Mannschaft unter Trainer Stefano Pioli nach elfjähriger Durststrecke wieder der Gewinn des Scudetto. Mit 86 Punkten, zwei Zählern Vorsprung auf Lokalrivale und Titelverteidiger Inter, sicherte man sich den 19. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Aus der UEFA Champions League, in der man erstmals seit der Spielzeit 2013/14 wieder antrat, wurde man Gruppenletzter und verabschiedete sich somit frühzeitig.

In der Saison 2022/23 gelang dem Klub erstmals seit neun Jahren wieder der Einzug in die K.-o.-Runde der UEFA Champions League. Vor Dinamo Zagreb und dem FC Red Bull Salzburg erreichte Milan mit zehn Punkten den zweiten Platz hinter dem FC Chelsea in Gruppe E. Nachdem die Rossoneri zwölf Jahre zuvor im Achtelfinale an Tottenham Hotspur gescheitert waren, setzte man sich diesmal nach einem 1:0-Heimsieg und einem 0:0 im Rückspiel gegen den englischen Club durch. Im Viertelfinale folgte das italienische Duell gegen die SSC Neapel. Nach einem 1:0-Erfolg im San Siro endete das Rückspiel 1:1. Im Halbfinale traf man auf den Erzrivalen Inter, an dem nach zwei Niederlagen von 0:2 und 0:1 scheiterte. Die Serie A wurde mit 70 Punkten knapp auf Platz vier beendet, 20 Zähler hinter Meister Neapel.

In der Saison 2023/24 scheiterte die AC Mailand in der Gruppenphase der UEFA Champions League. Milan zog als Drittplatzierter vor Newcastle United in der UEFA Europa League ein. Nachdem man im Sechzehntelfinale Stade Rennes (3:0 h; 2:3 a) und im Achtelfinale Slavia Prag (4:2 h; 3:1 a) geschlagen hatte, scheiterte man im Viertelfinale im italienischen Duell an der AS Rom (0:1 h; 1:2 a). Stadtrivale Inter sicherte sich am 22. April im Derby della Madonnina den Meistertitel, den Rossoneri ist ein Spieltag vor Saisonende Rang zwei bereits sicher.

Ende Mai 2024 trennte sich der Verein von Cheftrainer Stefano Pioli. Paulo Fonseca übernahm zum 1. Juli 2024 dessen Position. Am 30. Dezember trennten sich die AC Mailand und Fonseca, nach nur einem halben Jahr, wieder. Ihm folgte am selben Tag sein portugiesischer Landsmann Sérgio Conceição, der zuletzt den FC Porto trainierte. Er erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Die Amtszeit von Conceição begann mit dem Gewinn des italienischen Superpokals. Dabei setzte sich seine Mannschaft im Finale mit 3:2 gegen Inter Mailand durch. Dieser positive Trend wurde in der Liga nicht bestätigt: von 21 Ligaspielen wurden lediglich elf gewonnen. Dies führte zum achten Tabellenplatz am Ende der Saison 2024/25. Da Milan zudem im Pokalfinale dem FC Bologna unterlag, verpasste der Verein in dieser Spielzeit die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb.

Zum Start der Saison 2025/26 kehrte Massimiliano Allegri als Cheftrainer zurück, der den Verein bereits zwischen 2010 und 2014 betreut hatte. Auf dem Transfermarkt verpflichtete der Verein unter anderem Luka Modrić, den Weltfußballer des Jahres 2018. Im Gegenzug verließen mit Tijjani Reijnders und Théo Hernández zwei Leistungsträger der vergangenen Jahre den Verein. Unter Allegri punktete der Verein in der Liga wieder regelmäßig und verbrachte den Großteil der Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Durch einen schlechten Saisonabschluss, bei dem sechs der letzten zehn Ligaspiele verloren gingen, verspielte die Mannschaft jedoch die Qualifikation für die Champions League. Am letzten Spieltag rutschte der Verein durch eine Heimniederlage gegen Cagliari Calcio noch auf den fünften Tabellenplatz ab. Anschließend wurden Trainer Allegri sowie Geschäftsführer Giorgio Furlani, Sportdirektor Igli Tare und der Technischer Direktor Geoffrey Moncada freigestellt.

Mitte Juni 2026 wurde Rúben Amorim als neuer Trainer vorgestellt.

Spiel- und Trainingsstätten

Historische Spielstätten

Erste Spielstätte war von 1900 bis 1903 der Trotter an der Piazza Doria, von 1903 bis 1905 das Acquabella am Corso Indipendenza, von 1906 bis 1914 der Campo di Porta Monforte, von 1914 bis 1920 das Velodromo Sempione und von 1920 bis 1926 der Campo di Viale Lombardia.

Stadion

Stadio Giuseppe Meazza (San Siro)

1925 entschied sich Milans Vereinspräsident Piero Pirelli für ein neues Stadion und ließ das San Siro innerhalb von 13 Monaten errichten. Das Stadion diente seither als Austragungsstätte zahlreicher Sportgroßveranstaltungen wie etwa den Fußball-Weltmeisterschaften 1934 und 1990, der Fußball-Europameisterschaft 1980, sowie bis dato elf Europapokal-Endspielen. Ursprünglich war es Eigentum der AC Mailand, seit 1947 teilen sich die beiden Mailänder Vereine das Stadion. Die Einweihung fand am 19. September 1926 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Milan und Inter statt.

Von Oktober 1941 bis Juni 1945, während des Zweiten Weltkriegs, spielte Milan in der Arena Civica, denn das San Siro war für viele Rossoneri-Fans aufgrund der fehlenden Elektrizität nicht zu erreichen.

Der offizielle Stadionname wurde nach einem Umbau im März 1980 zu Ehren des Fußballspielers Giuseppe Meazza vergeben, der für beide Mailänder Vereine spielte. Der von den Anhängern häufig verwendete Name San Siro ist zugleich der Name des Stadtteils, in welchem sich das Stadion befindet.

Das Giuseppe-Meazza-Stadion ist ein vom europäischen Fußballverband UEFA in die Kategorie 4 (Elitestadion) eingeordnetes Stadion und zählt zu den größten Europas. Seit Baubeginn wurde das Stadion mehrmals modernisiert und bietet aktuell rund 76.000 Zuschauern Platz. Es beherbergt außerdem Fanshops, Restaurants und ein Museum der beiden Mailänder Vereine.

Centro Sportivo Milanello

Centro Sportivo Milanello (2022)

Das Trainingszentrum Centro Sportivo Milanello liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Mailand in der Provinz Varese. Auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern befinden sich die Trainingsanlage mit mehreren Sportplätzen, Fitnessräumen, Unterkünften für Trainer und Spieler sowie das sportmedizinische Zentrum Milan Lab. Es wurde 2002 eröffnet und galt in seinen Anfangsjahren als eines der renommiertesten und innovativsten sportmedizinischen Zentren weltweit. Die gesamte Trainingsstätte wurde 1962 nach Planung und Umsetzung unter Vereinspräsident Andrea Rizzoli eröffnet.

Heute wird das Gelände sowohl von der ersten Mannschaft als auch vom Nachwuchsteam Milan Futuro genutzt. Auch die italienische Fußballnationalmannschaft nutzte das Trainingszentrum mehrfach zur Vorbereitung auf große Turniere, darunter die Europameisterschaften 1988, 1996 und 2000.

Centro Sportivo Vismara

Der Hauptplatz des Centro Sportivo Vismara (2023)

Das im südlich von Mailand gelegenen Stadtteil Gratosoglio befindliche Sportzentrum Centro Sportivo Vismara ist heute Sitz des Jugendsektors und der Frauenabteilung. Neben Trainingsplätzen und Anlagen für die medizinische Einrichtung sowie die psychologisch-pädagogische Abteilung verfügt das Sportzentrum auch über einen Hauptplatz mit einer kleinen Tribüne, auf dem zahlreiche Jugendspiele sowie die Partien der ersten Frauenmannschaft ausgetragen werden.

Ursprünglich wurde das Gelände 1992 von der Stiftung Peppino Vismara Center fertiggestellt und dem Erzbistum Mailand übergeben, um Bildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durch Sport sowie soziale und gesundheitliche Unterstützung zu ermöglichen. Nach zwanzig Jahren Nutzung zog sich die für den Betrieb verantwortliche Ordensgemeinschaft Istituto don Calabria aus dem Projekt zurück. Anfang der 2010er Jahre übernahm schließlich der Fußballverein AC Mailand das Gelände und ermöglichte auch die Weiterbeschäftigung der bisherigen Mitarbeiter.

Weiteres

Fans und Anhänger

Brigate Rossonere (2006)

Die organisierten Fan-Gruppen sind traditionell in der Curva Sud des Stadions zu finden. Eines ihrer Lieder ist die Mailänder Hymne Oh mia bela Madunina mit dem Refrain „… ma Milan è un gran Milan“ (… aber Mailand ist ein großes Mailand).

Die Fossa dei Leoni (deutsch Höhle der Löwen) war eine 1968 gegründete Ultrà-Gruppierung und hatte bis zu 10.000 Mitglieder. Im Gegensatz zum 1967 gegründeten Commando Tigre und zur 1975 gegründeten Brigate Rossonere, war sie aufgrund ihrer Größe unpolitisch. Zwischen der Fossa dei Leoni und der Brigate Rossonere gab es ein Abkommen, das vorschrieb, dass Politik im Stadion nichts zu suchen hat. Dieses Abkommen besteht bis heute zwischen allen Gruppen.

Im Jahr 2005 wurde die Fossa dei Leoni aufgelöst, nachdem es zu Streitigkeiten innerhalb der Kurve gekommen war. Die Gruppen der Curva Sud schlossen sich unter der Führung der Brigate Rossonere zur Curva Sud Milano zusammen. Einzig das Commando Tigre bestand noch als eigenständige große Gruppe in der Südkurve, bis sie sich 2016 auflöste.

Rivalitäten

Inter Mailand

Spielszene aus dem Derby della Madonnina von 1973

Die AC Mailand ist Teil eines der bekanntesten Fußballderbys der Welt, dem Mailänder Stadtderby. Das Derby della Madonnina, welches nach der Madonnenstatue auf der zentralen Turmspitze des Mailänder Doms benannt wurde und im Gegensatz zu vielen anderen Derbys nicht von geographischen, kulturellen oder politischen Gegensätzen geprägt ist, sondern seine besondere Brisanz dadurch erhält, dass Inter Mailand aus der älteren Milan hervorging, beide Vereine sich das Stadion teilen und die Klubs national und international ähnlich erfolgreich sind. Mailand ist neben Manchester die einzige Stadt, welche zwei Champions-League-Sieger beheimatet.

Seit den Anfängen des italienischen Erstliga-Betriebes sind beide Vereine zusammen mit Juventus Turin regelmäßige Konkurrenten um die italienische Meisterschaft.

Juventus Turin

Zu den Klassikern des italienischen Fußballs zählt das Duell zwischen der AC Mailand, dem erfolgreichsten italienischen Verein auf internationaler Ebene, und Juventus Turin, dem Rekordmeister der Serie A.

Die Rivalität zeichnet sich dadurch aus, dass bei diesen Partien die beiden italienischen Vereine mit den meisten Titelgewinnen sowie der größten Fangemeinschaft Italiens aufeinandertreffen.

Beide Vereine standen sich am 28. Mai 2003 im UEFA-Champions-League-Endspiel gegenüber, das die AC Mailand nach einem 0:0 nach Verlängerung mit 3:2 im Elfmeterschießen gewann.

Milan TV

Milan TV ist der Abonnement-basierte Fernsehsender. Das Programm umfasst tagesaktuelle Nachrichten aus dem Verein und der Welt des Fußballs, Reportagen, Porträts, Interviews, Live-Bilder vom Mannschaftstraining, die Ausstrahlung von Fußballklassikern vergangener Jahre sowie die Übertragung zahlreicher Spiele der Serie A, Champions League, Coppa Italia und der Jugendmannschaften.

Fondazione Milan

Die Fondazione Milan Onlus ist eine Stiftung, die sich durch den Verein sowie Sponsoren und Spenden finanziert. Ihr Ziel ist es, die sozialen und kulturellen Werte das Sportes im Allgemeinen und des Vereins im Besonderen in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Die weltweit operierende Stiftung betreibt in erster Linie Projekte in den Bereichen schulischer und beruflicher Ausbildung junger Menschen, Menschenrechte, Bildung, Sport, humanitäre Hilfe in Entwicklungsländern und die Aufrechterhaltung der Beziehungen zwischen nationalen und internationalen Institutionen.

Ausrüster und Sponsoren

Ausrüster ist seit 2018 der deutsche Sportartikelhersteller Puma. Aktueller Hauptsponsor der AC Mailand ist Emirates.

1987 schloss Milan einen Werbevertrag mit Mediolanum, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten Motta (1992–1994), Opel (1994–2006), Bwin (2006–2010) und Emirates (2010–).

Zeitraum Ausrüster Hauptsponsor
1981–1982 Linea Milan Italiana Manifatture
1982–1983 NR Hitachi
1983–1984 Cuore
1984–1985 Rolly Go Mondadori
1985–1986 Gianni Rivera Olivetti
1986–1987 Kappa
1987–1990 Mediolanum
1990–1992 Adidas
1992–1993 Motta
1993–1994 Lotto
1994–1998 Opel
1998–2006 Adidas
2006–2010 Bwin
2010–2018 Emirates
2018– Puma

Vereinsfarben und -wappen

“Saremo una squadra di diavoli. I nostri colori saranno il rosso come il fuoco e il nero come la paura che incuteremo agli avversari.”

„Wir werden ein Team von Teufeln sein. Unsere Farben rot wie das Feuer und schwarz wie die Angst, die wir unseren Gegnern einflößen werden.“

– Herbert Kilpin

Die AC Mailand trägt seit seiner Gründung 1899 die Farben Rot und Schwarz, dazu weiße oder schwarze Hosen und Stutzen. Das Auswärtstrikot wird traditionell in weiß gehalten. Das heutige Vereinswappen kombiniert die Farben des Vereins und die der Stadt Mailand, es zeigt das Akronym ACM im oberen und das Gründungsjahr 1899 im unteren Teil.

Daten und Fakten

Vereinserfolge

Trophäen im Vereinsmuseum Mondo Milan.

In Bezug auf die Summe internationaler Titelgewinne zählt die AC Mailand zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt. Allein im bedeutendsten europäischen Klubwettbewerb stand Milan bisher elfmal im Finale und blieb dabei siebenmal siegreich. Titelgewinne werden traditionsgemäß auf der Piazza del Duomo gefeiert.

NationalTitelSaison
Italienische Meisterschaft 19 1901, 1906, 1907, 1950/51, 1954/55, 1956/57, 1958/59, 1961/62, 1967/68, 1978/79, 1987/88, 1991/92, 1992/93, 1993/94, 1995/96, 1998/99, 2003/04, 2010/11, 2021/22
Italienischer Pokal 5 1966/67, 1971/72, 1972/73, 1976/77, 2002/03
Italienischer Supercup 8 1988, 1992, 1993, 1994, 2004, 2011, 2016, 2024
InternationalTitelSaison
Europapokal der Landesmeister /
UEFA Champions League
7 1962/63, 1968/69, 1988/89, 1989/90, 1993/94, 2002/03, 2006/07
UEFA Super Cup 5 1989, 1990, 1994, 2003, 2007
Europapokal der Pokalsieger 2 1967/68, 1972/73
Weltpokal 3 1969, 1989, 1990
FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 1 2007
Coppa Latina 2 1951, 1956
Mitropacup 1 1981/82
  • Rekord
  • Auszeichnungen

    Individuelle Erfolge

    International

    Gianni Rivera mit dem Ballon d’Or (1969)
    Marco van Basten (1991)
    Kaká (2007)

    Weltfußballer des Jahres

    Europas Fußballer des Jahres

    Afrikas Fußballer des Jahres

    Welttorhüter des Jahres

    Europas Nachwuchsfußballer des Jahres

    Torschützenkönig (Landesmeisterpokal / UEFA Champions League)

    FIFA FIFPro World XI

    UEFA Club Football Awards

    National

    Gunnar Nordahl (1951)
    Alexandre Pato (2010)
    Zlatan Ibrahimović (2011)
    Gianluigi Donnarumma (2016)

    Torschützenkönig der Serie A

    Italiens Fußballer des Jahres

    Italiens Fußballtrainer des Jahres

    Torhüter des Jahres der Serie A

    Verteidiger des Jahres der Serie A

    Mittelfeldspieler des Jahres der Serie A

    Nachwuchsspieler des Jahres der Serie A

    Personal

    Kader der Saison 2026/27

    Nr.Nat.NameGeburtsdatumim Verein seitVertrag bis
    Torhüter
    1 Italien Pietro Terracciano 8. März 1990 2025 2027
    16 Frankreich Mike Maignan ein weißes C in blauem Kreis 3. Juli 1995 2021 2031
    96 Italien Lorenzo Torriani 31. Januar 2005 2024 2030
    Abwehrspieler
    2 Pervis Estupiñán 21. Januar 1998 2025 2030
    5 Koni De Winter 12. Juni 2002 2025 2030
    13 Frankreich Sankhoun Diawara 13. Januar 2006 2026 2031
    23 England Fikayo Tomori 19. Dezember 1997 2021 2027
    31 Strahinja Pavlović 24. Mai 2001 2024 2028
    33 Italien Davide Bartesaghi 29. Dezember 2005 2021 2030
    34 Spanien Mario Gila 29. August 2000 2026 2031
    42 Italien Filippo Terracciano 8. Februar 2003 2024 2028
    46 Italien Matteo Gabbia 21. Oktober 1999 2017 2029
    Mittelfeldspieler
    8 England Ruben Loftus-Cheek 23. Januar 1996 2023 2027
    11 Vereinigte Staaten Christian Pulisic 18. September 1998 2023 2027
    12 Frankreich Adrien Rabiot 3. April 1995 2025 2028
    14 Luka Modrić 9. September 1985 2025 2027
    22 Diego Moreira 6. August 2004 2026 2031
    28 Italien Christian Comotto 25. April 2008 2020 2031
    30 Ardon Jashari 30. Juli 2002 2025 2030
    56 Alexis Saelemaekers 27. Juni 1999 2020 2031
    70 Italien Alphadjo Cisse 22. Oktober 2006 2026 2030
    80 Vereinigte Staaten Yunus Musah 29. November 2002 2023 2028
    Frankreich Warren Bondo 15. September 2003 2025 2029
    Stürmer
    9 Portugal Gonçalo Ramos 20. Juni 2001 2026 2031
    20 England Omari Hutchinson 30. Oktober 2003 2026 2027
    21 Samuel Chukwueze 22. Mai 1999 2023 2028
    73 Italien Francesco Camarda 10. März 2008 2025 2031

    Stand: 1. September 2026

    Kaderveränderungen 2026/27

    Zugänge
    Spieler Abgebender Verein
    Warren Bondo US Cremonese; Leihende
    Francesco Camarda US Lecce; Leihende
    Samuel Chukwueze FC Fulham; Leihende
    Alphadjo Cisse US Catanzaro 1929; Leihende
    Christian Comotto Spezia Calcio; Leihende
    Sankhoun Diawara ES Troyes AC
    Mario Gila Lazio Rom
    Omari Hutchinson Nottingham Forest; Leihe
    Diego Moreira Racing Straßburg
    Yunus Musah Atalanta Bergamo; Leihende
    Gonçalo Ramos Paris Saint-Germain
    Filippo Terracciano US Cremonese; Leihende
    Abgänge
    Spieler Aufnehmender Verein
    Zachary Athekame Olympique Lyon; Leihe
    Youssouf Fofana FC Sevilla; Leihe
    Niclas Füllkrug West Ham United; Leihende
    Santiago Giménez FC Porto; Leihe
    Rafael Leão Galatasaray Istanbul
    Christopher Nkunku RB Leipzig; Leihe
    David Odogu FC Toulouse; Leihe
    Samuele Ricci Como 1907; Leihe

    Ehemalige Spieler

    Spielerrekorde

    Stand: Saisonende 2024/25; Fettgedruckte Spieler sind noch aktiv. Angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore.

    Rekordspieler

    Paolo Maldini
    Franco Baresi
    • In allen Wettbewerben: Paolo Maldini, 902.
    • Italienische Liga: Paolo Maldini, 647.
    • Italienischer Pokal: Franco Baresi, 97.
    • Italienischer Supercup: Alessandro Costacurta, 6; Paolo Maldini 6.
    • Europapokal: Paolo Maldini, 168.
    • Jüngster Spieler der 1. Mannschaft: Francesco Camarda, 15 Jahre und 260 Tage (gegen AC Florenz, 25. November 2023).
    • Jüngster Spieler in der UEFA Champions League: Bryan Cristante, 16 Jahre und 279 Tage (gegen FC Viktoria Plzeň, 6. Dezember 2011).
    • Ältester Spieler der 1. Mannschaft: Zlatan Ibrahimović, 41 Jahre und 166 Tage (gegen Udinese Calcio, 18. März 2023).
    • Längste Karriere im Verein: Paolo Maldini, 24 Jahre und 132 Tage (20. Januar 1985 bis 31. Mai 2009).
    • Nach den Karriereenden von Franco Baresi und Paolo Maldini wurden deren Rückennummern aufgrund der Verdienste und Treue zum Verein bis auf weiteres nicht mehr vergeben.
    Einsätze
    NameZeitraumLigaPokalEuropapokalSonstigeGesamt
    1  Paolo Maldini1984–20096477216815 902
    2  Franco Baresi1977–1997532977515 719
    3  Alessandro Costacurta1986–20074587811611 663
    4  Gianni Rivera1960–197950174767 658
    5  Mauro Tassotti1980–1997429756415 583
    6  Massimo Ambrosini1995–1997
    1998–2013
    34437999 489
    7  Gennaro Gattuso1999–2012335261016 468
    8  Clarence Seedorf2002–2012300251025 432
    9  Angelo Anquilletti1966–197727871627 418
    10  Cesare Maldini1954–196634794214 412

    Rekordtorschützen

    Gunnar Nordahl
    Andrij Schewtschenko
    Gianni Rivera
    Tore
    NameZeitraumLigaPokalEuropapokalSonstigeGesamt
    1  Gunnar Nordahl1949–1956210047 221
    2 Andrij Schewtschenko1999–2006
    2008–2009
    1277384 175
    3  Gianni Rivera1960–197912228131 164
    4  José Altafini1958–196512092012 161
    5  Aldo Boffi1936–19451092200 131
    6  Filippo Inzaghi2001–20127310412 126
    7  Marco van Basten1987–19959013172 124
    8  Giuseppe Santagostino1921–1932103201 106
    9  Kaká2003–2009
    2013–2014
    770252 104
    10  Pierino Prati1966–1973721416 0 102

    Spielführer

    Herbert Kilpin
    Spielführer
    AmtszeitName
    1899–1900 David Allison
    1901–1907 Herbert Kilpin
    1908–1909 Gerolamo Radice
    1909–1910 Guido Moda
    1910–1911 Max Tobias
    1911–1913 Giuseppe Rizzi
    1913–1915 Louis Van Hege
    1915–1916 Marco Sala
    1916–1919 Aldo Cevenini
    1919–1921 Alessandro Scarioni
    1921–1922 Cesare Lovati
    1922–1924 Francesco Soldera
    1924–1926 Pietro Bronzini
    1926–1927 Gianangelo Barzan
    1927–1929 Abdon Sgarbi
    1928–1930 Alessandro Schienoni
    Spielführer
    AmtszeitName
    1930–1933 Mario Magnozzi
    1934–1936 Giuseppe Bonizzoni
    1936–1939 Luigi Perversi
    1939–1940 Giuseppe Bonizzoni
    1940–1941 Bruno Arcari
    1941–1942 Giuseppe Meazza
    1942–1944 Giuseppe Antonini
    1944–1945 Paolo Todeschini
    1945–1949 Giuseppe Antonini
    1949–1952 Andrea Bonomi
    1952–1953 Carlo Annovazzi
    1953–1954 Omero Tognon
    1954–1956 Gunnar Nordahl
    1956–1961 Nils Liedholm
    1961 Francesco Zagatti
    1961–1966 Cesare Maldini
    Spielführer
    AmtszeitName
    1966–1975 Gianni Rivera
    1975–1976 Romeo Benetti
    1976–1979 Gianni Rivera
    1979–1980 Alberto Bigon
    1980–1981 Aldo Maldera
    1981–1982 Fulvio Collovati
    1982–1997 Franco Baresi
    1997–2009 Paolo Maldini
    2009–2013 Massimo Ambrosini
    2013–2017 Riccardo Montolivo
    2017–2018 Leonardo Bonucci
    2018–2022 Alessio Romagnoli
    2022–2025 Davide Calabria
    2025– Mike Maignan

    Hall of Fame

    Die folgenden Spieler wurden aufgrund ihrer Leistungen für den Verein in die AC Milan Hall of Fame aufgenommen.

    Spiel- und Wettbewerbs-Statistiken

    National
    WettbewerbSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenToreGegentore
    Serie A3132152591069751463233
    Italienische Fußballmeisterschaft
    (vor Einführung der Serie A)
    38019170119823544
    Serie B763730912665
    Italienischer Pokal39320310288669382
    Italienischer Supercup147342117
    Torneo Estivo301225
    Kriegsmeisterschaften
    (1933–1945)
    81471321177101
    Play-offs523075
    Gesamt National40842012113294069714352
    International
    WettbewerbSpieleSiegeUnentschiedenNiederlagenToreGegentore
    Europapokal der Landesmeister /
    UEFA Champions League
    2831387174457274
    UEFA-Pokal /
    UEFA Europa League
    107562328184111
    Europapokal der Pokalsieger30171034720
    UEFA Super Cup127321311
    Weltpokal /
    FIFA-Klub-Weltmeisterschaft
    126152217
    Messestädte-Pokal135351113
    Mitropacup10523139
    Coppa Latina107033022
    Coppa dell’Amicizia1610334523
    Alpenpokal512233
    Gesamt International498252118128825503
    Stand: Saisonende 2024/25

    Spiele

    Siege

    Niederlagen

    Tore

    Punkte

    Trainerhistorie

    Nereo Rocco, der erfolgreichste Trainer in der Geschichte der AC Mailand mit zehn gewonnenen Titeln
    Fabio Capello
    Carlo Ancelotti
    Cheftrainer
    AmtszeitName
    1899–1906 Herbert Kilpin
    1906–1907 Daniele Angeloni
    1907–1910technische Kommission
    1910–1911 Giovanni Camperio
    1911–1914technische Kommission
    1915–1922 Guido Moda
    1922–1924 Ferdi Oppenheim
    1924–1926 Vittorio Pozzo
    1926 Guido Moda
    1926–1928 Herbert Burgess
    1928–1931 Engelbert König
    1931–1933 József Bánás
    1933–1934 József Viola
    1934–1937 Adolfo Baloncieri
    1937 William Garbutt
    1937–1938 Hermann Felsner,
     József Bánás
    1938–1940 József Viola
    1940–1941 Guido Ara,
     Antonio Busini
    1941–1943 Mario Magnozzi
    1943–1945 Giuseppe Santagostino
    1946 Adolfo Baloncieri
    1946–1949 Giuseppe Bigogno
    1949–1952 Lajos Czeizler
    1952 Gunnar Gren
    1952–1953 Mario Sperone
    Cheftrainer
    AmtszeitName
    1953–1954 Béla Guttmann
    1954 Antonio Busini
    1954–1956  Ettore Puricelli
    1957–1960 Giuseppe Viani
    1960–1961 Paolo Todeschini
    1961–1963 Nereo Rocco
    1963–1964 Luis Carniglia
    1963–1966 Nils Liedholm
    1966 Giovanni Cattozzo
    1966–1967 Arturo Silvestri
    1967–1972 Nereo Rocco
    1973–1974 Cesare Maldini
    1974 Giovanni Trapattoni
    1974–1975 Gustavo Giagnoni
    1975 Nereo Rocco
    1975–1976 Paolo Barison
    1976 Giovanni Trapattoni
    1976–1977 Giuseppe Marchioro
    1977 Nereo Rocco
    1977–1979 Nils Liedholm
    1979–1981 Massimo Giacomini
    1981 Italo Galbiati
    1981–1982 Luigi Radice
    1982 Italo Galbiati
    1982 Francesco Zagatti
    1982–1984 Ilario Castagner
    1984 Italo Galbiati
    Cheftrainer
    AmtszeitName
    1984–1987 Nils Liedholm
    1987 Fabio Capello
    1987–1991 Arrigo Sacchi
    1991–1996 Fabio Capello
    1996 Óscar Tabárez
    1996–1997 Giorgio Morini
    1997 Arrigo Sacchi
    1997–1998 Fabio Capello
    1998–2001 Alberto Zaccheroni
    2001 Cesare Maldini
    2001 Fatih Terim
    2001–2009 Carlo Ancelotti
    2009–2010 Leonardo
    2010–2014 Massimiliano Allegri
    2014 Clarence Seedorf
    2014–2015 Filippo Inzaghi
    2015–2016 Siniša Mihajlović
    2016 Cristian Brocchi
    2016–2017 Vincenzo Montella
    2017–2019 Gennaro Gattuso
    2019 Marco Giampaolo
    2019–2024 Stefano Pioli
    2024 Paulo Fonseca
    2024–2025 Sérgio Conceição
    2025–2026 Massimiliano Allegri
    seit 2026 Rúben Amorim

    Organisation und Finanzen

    Eigentümerschaft

    Vor 1986

    Die AC Mailand ist heute als Società per Azioni (S.p.A.), die italienische Form einer Aktiengesellschaft, im Handelsregister eingetragen. Als Datum der Eintragung wird der 27. Juli 1960 geführt.

    In den historischen Quellen wird häufig nicht eindeutig zwischen dem Amt des Vereinspräsidenten und einer Eigentümerrolle unterschieden, da beide Funktionen oftmals von derselben Person ausgeübt wurden. Aus diesem Grund lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, wer aus heutiger Sicht als erster Mehrheitseigentümer des Vereins anzusehen ist. Als letzter Eigentümer vor der Übernahme durch Silvio Berlusconi fungierte Giuseppe Farina, der den Verein von 1982 bis 1986 führte.

    Berlusconis Fininvest (1986–2017)

    Silvio Berlusconi (2010)

    Die Associazione Calcio Milan S.p.A. war von 1986 bis 2017 eine Tochtergesellschaft der italienischen Holding Fininvest um Silvio Berlusconi. Der Unternehmer und spätere Ministerpräsident Italiens kaufte den finanziell angeschlagenen Verein 1986 und prägte in den folgenden 31 Jahren die erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte. In dieser Zeit entwickelte sich die AC Mailand zu einem der besten und erfolgreichsten Vereine der Welt. Der Verein gewann 29 Titel, darunter acht Meisterschaften sowie fünfmal den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions League. Mit Ruud Gullit, Marco van Basten (dreimal), George Weah, Andrij Schewtschenko und Kaká gewannen fünf Spieler den Ballon d’Or. Auf der Trainerbank wurde diese Ära von Arrigo Sacchi, Fabio Capello und Carlo Ancelotti geprägt. Als langjähriger Weggefährte und Vorstandsvorsitzender war auch Adriano Galliani eines der prägenden Gesichter dieser erfolgreichen Zeit.

    Trotz der sportlichen Erfolge war die finanzielle Stabilität der AC Mailand dabei stets eng mit Berlusconis Fininvest verbunden, die die Verluste des Vereins über die Jahre hinweg ausglich. Den letzten großen Titel dieser Ära feierte der Verein 2011 mit dem Gewinn der 18. italienischen Meisterschaft. Anschließend begann der sportliche Niedergang. Der Verein rutschte allmählich ins Tabellenmittelfeld ab und musste bereits in den Jahren zuvor immer wieder Leistungsträger und wichtige Spieler wie Kaká, Zlatan Ibrahimović oder Thiago Silva abgeben.

    Chinesische Investorengruppe Sino-Europe Sports (2017–2018)

    Am 5. August 2016 teilte Fininvest mit, sie habe sich mit dem chinesischen Investoren-Konsortium Sino-Europe Sports Investment Management Changxing Co. Ltd. auf den Verkauf sämtlicher Anteile am Klub (entsprechend 99,93 %) geeinigt und dazu einen Vorvertrag unterschrieben. Das Konsortium setzte sich aus Hauptinvestor Li Yonghong, dem Staatsfonds Haixia Capital sowie weitere privaten und staatlichen Geldgebern zusammen. Im Vertrag wurde der Klub mit 740 Millionen Euro bewertet, unter Berücksichtigung seiner 220 Millionen Euro Schulden. Das Konsortium verpflichtete sich, in den kommenden drei Jahren insgesamt 350 Millionen Euro in den Verein zu investieren. Im April 2017 wurde der Kauf abgewickelt. Das Konsortium hielt von April 2017 bis Juli 2018 über das luxemburgische Unternehmen Rossoneri Sport Investment Lux S.à r.l. 99,93 Prozent der Anteile. Sportlich blieb diese kurze Zeit ohne Titel und war vor allem durch einen teuren Transfersommer 2017 mit unter anderem Leonardo Bonucci und André Silva geprägt.

    Elliott Management Corporation (2018–2022)

    Am 9. Juli 2018 übernahm die US-amerikanische Investmentgesellschaft Elliott Management Corporation von Paul Singer die Mehrheit des Unternehmens, nachdem das Konsortium um Li Yonghong über das luxemburgische Unternehmen Rossoneri Sport Investment Lux S.à r.l. den Kreditrückzahlungen an Elliott, welche als Kreditgeber fungierten nicht nachgekommen war, sowie die finanziellen Verpflichtungen dem Verein gegenüber nicht mehr hatte gewährleisten können. Unter Führung von Elliott etablierte sich der Verein wieder in der Spitzengruppe der Serie A und gewann in der Saison 2021/22 die erste Meisterschaft seit elf Jahren. Außerdem wurde der Verein finanziell stabiler und nachhaltiger aufgestellt.

    RedBird Capital Partners (seit 2022)

    Zum 31. August 2022 übernahm die von Gerry Cardinale gegründete und geführte US-amerikanische Investmentgesellschaft RedBird Capital Partners die Mehrheitsanteile von 99,93 Prozent für 1,2 Milliarden Euro von Elliott. Neben der AC Mailand ist RedBird auch an weiteren Sportvereinen beteiligt und hält unter anderem die Mehrheit der Anteile am französischen Fußballverein FC Toulouse. Seit Dezember 2023 fungiert der ehemalige schwedische Fußballer Zlatan Ibrahimović für die Investmentgesellschaft als Berater der Eigentümerschaft und des Senior Managements der AC Mailand.

    Zum Verein gehörende Tochterunternehmen sind die Milan Real Estate S.p.A. (100 %), AC Milan (Shanghai) Sports Development Co. Ltd. (100 %), SportLifeCity S.r.l. (90 %), AC Milan Management Middle East (100 %), M-I Stadio S.r.l. (50 %) und Fondazione Milan – Onlus (100 %).

    Präsidentenhistorie

    Im Dezember 2004 musste Silvio Berlusconi, amtierender Ministerpräsident von Italien, aufgrund des Gesetzes gegen Interessenkonflikte sein Amt als Präsident niederlegen. Der Posten blieb in dieser Zeit unbesetzt und wurde stellvertretend von Adriano Galliani übernommen. Das gleiche Szenario trat zwischen 2008 und 2017 erneut ein, während unter anderem Berlusconis vierter Amtszeit als Ministerpräsident. Berlusconi wurde im März 2012 zum Ehrenpräsidenten gewählt.

    Präsidenten
    AmtszeitName
    1899–1909England Alfred Edwards
    1909 Giovanni Camperio
    1909–1928 Pietro Pirelli
    1928–1929 Luigi Ravasco
    1929–1933 Mario Bernazzoli
    1933–1935vakant – Luigi Ravasco (interim)
    1935–1936 Pietro Annoni
    1936vakant – Regentschaftsrat:
    Pietro Annoni
    Giovanni Lorenzini
    Rino Valdamer
    1936–1939 Emilio Colombo
    1939–1940 Achille Invernizzi
    1940–1944vakant – Italien Umberto Trabattoni (interim)
    1944–1945vakant – Italien Antonio Busini (interim)
    1945–1954Italien Umberto Trabattoni
    1954–1963Italien Andrea Rizzoli
    1963–1965Italien Felice Riva
    1965–1966vakant – Italien Federico Sordillo (interim)
    1966–1967Italien Luigi Carraro
    Präsidenten
    AmtszeitName
    1967–1971 Franco Carraro
    1971–1972Italien Federico Sordillo
    1972–1975Italien Albino Buticchi
    1975–1976Italien Bruno Pardi
    1976–1977Italien Vittorio Duina
    1977–1980Italien Felice Colombo
    1980–1982Italien Gaetano Morazzoni
    1982–1986Italien Giuseppe Farina
    1986Italien Rosario Lo Verde
    1986–2004 Silvio Berlusconi
    2004–2006vakant –  Adriano Galliani (interim)
    2006–2008 Silvio Berlusconi
    2008–2017vakant –  Adriano Galliani (interim)
     Silvio Berlusconi (Ehrenpräsident; ab März 2012)
    2017–2018 Li Yonghong
    2018– Paolo Scaroni

    Geschäftsstelle

    Geschäftsstelle Casa Milan (2021)

    Nach der Vereinsgründung befand sich die erste Geschäftsstelle der AC Mailand in unmittelbarer Nähe des Mailänder Doms in der Via Giovanni Berchet. Dort verblieb der Verein bis 1909. Anschließend wechselte der Standort insgesamt 13-mal, ehe 1966 ein Gebäude in der Via Filippo Turati bezogen wurde. Im nordöstlich des Stadtzentrums gelegenen Stadtteil Porta Nuova verblieb der Verein anschließend fast 50 Jahre. Mit der Zeit bot das Gebäude jedoch nicht mehr ausreichend Platz für die Mitarbeiter sowie zusätzliche Einrichtungen und Angebote wie einen Fanshop und ein Vereinsmuseum.

    Unter Führung von Barbara Berlusconi, Geschäftsführerin und Tochter von Silvio Berlusconi, suchte der Verein Anfang der 2010er Jahre nach einem neuen Standort und fand diesen im nördlich gelegenen Stadtteil Portello. Seit Mai 2014 befindet sich die Geschäftszentrale der AC Mailand nun im sogenannten Casa Milan. Neben der Geschäftsstelle beherbergt das Gebäude auch das Vereinsmuseum, Ticketcenter, Fanshop sowie ein Restaurant.

    Kennzahlen

    Wertvollsten Fußballvereine (Forbes)
    JahrWert
    in Mio. US$
    Differenz
    zum Vorjahr
    Rang
    2011838+ 38  6.  
    2012989+ 151  6.  
    2013945− 44  6.  
    2014856− 89  8.  
    2015775− 81  10.  
    2016825+ 50  12.  
    2017802− 23  13.  
    2018612− 190  17.  
    2019583− 29  18.  
    2020keine Auswertung
    2021559− 24  16.  
    20221200+ 641  14.  
    20231200±0  14.  
    20241430+ 230  14.  
    20251500+ 70  14.  
    Umsatzstärksten Fußballvereine (Deloitte)
    SaisonEinnahmen
    in Mio. €
    Differenz
    zum Vorjahr
    Rang
    2010/11235,1− 0,7  7.  
    2011/12256,9+ 21,8  8.  
    2012/13263,5+ 6,6  10.  
    2013/14249,7− 46,8  12.  
    2014/15199,1− 50,6  14.  
    2015/16214,7+ 15,6  16.  
    2016/17197,7− 17,0  21.  
    2017/18207,7+ 10,0  18.  
    2018/19206,3− 1,4  21.  
    2019/20148,5− 57,8  30.  
    2020/21216,3+ 67,8  19.  
    2021/22264,9+ 48,6  16.  
    2022/23385,3+ 120,4  13.  
    2023/24397,6+ 12,3  13.  
    2024/25410,4+ 12,8  15.  

    Jugendarbeit

    Allgemein

    Die AC Mailand unterhält zahlreiche Ausbildungscamps in Italien und weiteren Ländern Europas, sowie in Amerika, Nordafrika und dem Nahen Osten. Aus den Jugendabteilungen gingen bis dato viele spätere Vereinsgrößen, Rekord- und ehemalige sowie aktuelle Nationalspieler hervor, darunter weltbekannte Namen wie Paolo Maldini, Franco Baresi, Giovanni Trapattoni, Demetrio Albertini und Alessandro Costacurta.

    In der UEFA Youth League erreichte der Verein unter der Leitung von Trainer Ignazio Abate zweimal die Endrunde des Wettbewerbs. 2023 verpasste die Mannschaft gegen Hajduk Split den Einzug ins Finale, ein Jahr später unterlag sie im Endspiel Olympiakos Piräus.

    Zu den bekanntesten Spielern der letzten 20 Jahre, also seit dem Jahrgang 1996, gehören die Europameister Gianluigi Donnarumma und Manuel Locatelli sowie Davide Calabria, der zwischen 2022 und 2025 Spielführer der ersten Mannschaft war.

    Erfolge der Jugendmannschaften

    Zweite Mannschaft (Milan Futuro)

    Milan Futuro
    Name Milan Futuro
    Spielstätte Stadio Felice Chinetti, Solbiate Arno
    Plätze 4.500
    Cheftrainer Sergio Navarro
    Liga Serie D, Gruppe B
    2025/26 4. Platz
    Logo der 2. Mannschaft.

    Die zweite Mannschaft der AC Mailand, auch bekannt als AC Mailand U23 oder Milan Futuro („Mailands Zukunft“), wurde am 27. Juni 2024 in die Serie C aufgenommen. Damit übernahm die Mannschaft den Startplatz der US Ancona 1905, welche wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten aus der Serie C ausgeschlossen wurde. Nach Juventus Turin und Atalanta Bergamo war die AC Mailand damit der dritte Verein in Italien mit einer Zweitvertretung. Durch die Mannschaft soll in enger Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft die Kontinuität der Jugendausbildung ab der Primavera-Jugendmannschaft weiter vorangetrieben werden. Die Heimspiele trägt die Mannschaft im Stadio Felice Chinetti in der Gemeinde Solbiate Arno im Norden von Mailand aus. Erster Trainer der neu gegründeten Mannschaft wurde Ex-Spieler Daniele Bonera, welcher in den vorherigen Jahren bereits im Trainerteam der ersten Mannschaft tätig war.

    Nach einem schwachen Saisonverlauf und einer Platzierung auf dem 18. Tabellenplatz musste Bonera bereits Ende Februar 2025 sein Amt räumen und wurde durch Massimo Oddo ersetzt. Auch unter dem neuen Trainer punktete die Mannschaft nicht regelmäßiger und musste in den Play-outs gegen SPAL Ferrara den Abstieg in die Serie D hinnehmen. Die folgende Spielzeit in der Viertklassigkeit beendete die Mannschaft auf dem vierten Tabellenplatz und verpasste in der ersten Runde der Play-offs gegen Chievo Verona die Chance auf den direkten Wiederaufstieg. Zur Saison 2026/27 übernahm der Spanier Sergio Navarro das Traineramt, der zuvor den ungarischen Erstligisten Debreceni Vasutas SC trainiert hatte.

    SaisonLiga (Ligahöhe)PlatzSUNTorePunktePokal
    2024/25Serie C, Gruppe B (III)  18.7131836:5734Viertelfinale (Coppa Italia Serie C)
    2025/26Serie D, Gruppe B (IV)4.1681062:37562. Runde (Coppa Italia Serie D)
    2026/27Serie D, Gruppe B (IV)………………1. Runde (Coppa Italia Serie D)

    Frauenfußball

    Die Frauenfußballabteilung der AC Mailand besteht seit 2018 und spielt durch die Übernahme der Lizenz der ACF Brescia seit der Saison 2018/19 in der Serie A. Die Spielzeit 2020/21 war dabei die bisher erfolgreichste, welche die Mannschaft auf dem 2. Tabellenplatz abschloss und zudem das Pokalfinale erreichte.

    Weitere Sportarten

    Cricket

    Der Verein wurde 1899 als Milan Football and Cricket Club gegründet und hatte neben dem Fußball auch eine Cricket-Abteilung. Kapitän der Cricketmannschaft war der Mitgründer Edward Nathan Berra. Bereits in den frühen 1900er-Jahren wurde die Cricket-Abteilung aufgelöst und der Fokus vollständig auf den Fußball ausgerichtet.

    Eishockey

    Zwischen 1989 und 1994 existierte der von Berlusconis Holdinggesellschaft Fininvest gegründete Mehrsportverein Polisportiva Milan. Neben dem Fußballverein waren auch der HC Devils Milano (Eishockey), Milano Baseball 1946 (Baseball), Volley Gonzaga Mailand (Volleyball) und Amatori Rugby Milano (Rugby) Teil dieses Verbundes. Infolgedessen spielte der ehemalige Eishockeyverein HC Devils Milano in der Saison 1993/94 unter dem Namen AC Milan. In dieser Spielzeit gewann der Verein im Finale gegen den HC Bozen seine dritte Meisterschaft.

    Motorsport

    Der rot-schwarze Rennwagen beim Silverstone-Grand-Prix 2010.

    Zwischen 2008 und 2010 nahm die AC Mailand an der Motorsportserie Superleague Formula teil. Für den Verein fuhren die beiden ehemaligen Formel-1-Piloten Robert Doornbos und Giorgio Pantano sowie der Niederländer Yelmer Buurman. Doornbos erzielte mit Rang 3 in der Saison 2008 das beste Ergebnis. Insgesamt gewann das Team fünf Rennen.

    SaisonFahrerRennstallPkt.Pos.
    2008 Robert Doornbos Scuderia Playteam3353.
    2009 Giorgio Pantano Azerti Motorsport2867.
    2010 Yelmer Buurman Atech Grand Prix/Reid Motorsport6315.

    Literatur

    Commons: AC Mailand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    1. 1 2 3 acmilan.com – La Storia
    2. ↑ magliarossonera.it – Storia della stagione
    3. ↑ magliarossonera.it – Il Gre-No-Li
    4. ↑ John Foot: Calcio. Fourth Estate, London 2006, S. 225.
    5. ↑ John Foot: Calcio. Fourth Estate, London 2006, S. 116.
    6. ↑ uefa.com – Altafini strikes for Milan
    7. ↑ uefa.com – Santos squeeze Milan out (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive)
    8. ↑ uefa.com – Hamrin schießt HSV ab (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive)
    9. ↑ uefa.com – Pratis Dreierpack schockt Ajax
    10. ↑ uefa.com – Milan prevail in tough contest (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive)
    11. ↑ uefa.com – Milans Abwehr nicht zu knacken (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive)
    12. ↑ uefa.com – Magdeburg bootet Milan aus (Memento vom 26. Dezember 2015 im Internet Archive)
    13. ↑ John Foot: Calcio. Fourth Estate, London 2006, S. 117.
    14. ↑ storiedicalcio.org – Lo scandalo del Calcioscommesse 1980
    15. ↑ Flutlicht und Schatten. Die Geschichte des Europapokals. ISBN 3-89533-474-X, S. 431.
    16. ↑ uefa.com – Milan begeistert die Fußballwelt
    17. ↑ uefa.com – Rijkaard trifft zum Sieg des AC Milan
    18. ↑ John Foot: Calcio. Fourth Estate, London 2006, S. 237.
    19. ↑ uefa.com – Milan demontiert Barcelona
    20. ↑ uefa.com – Kluivert der Matchwinner für Ajax
    21. ↑ uefa.com – Milan triumphiert dank Shevchenko
    22. ↑ uefa.com – Dazzling Depor ditch Milan
    23. ↑ uefa.com – Liverpool gewinnt Endspiel-Krimi
    24. ↑ uefa.com – Giuly trifft Milan ins Herz
    25. ↑ bbc.co.uk – Punishments cut for Italian clubs
    26. ↑ uefa.com – Milan glückt Revanche gegen Liverpool
    27. ↑ uefa.com – Milan overcome sombre Sevilla
    28. ↑ fifa.com – Milan holt Titel für Europa (Memento vom 22. Juli 2015 im Webarchiv archive.today)
    29. ↑ uefa.com – Pizarro köpft Bremen ins Achtelfinale
    30. ↑ uefa.com – Messi führt Barça ins Halbfinale
    31. ↑ uefa.com – Atlético erkämpft Sieg gegen Milan
    32. ↑ acmilan.com – Le prime parole di Pippo Inzaghi
    33. ↑ spiegel..de: Milan trennt sich von Trainer Montella Artikel vom 27. November 2017
    34. ↑ AC Mailand für zwei Europapokal-Saisons gesperrt
    35. ↑ Die UEFA greift durch: Milan wird gesperrt! In: kicker. Abgerufen am 28. Juni 2018.
    36. ↑ Einspruch erfolgreich: AC Mailand darf nun doch an der Europa League teilnehmen. In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag, 20. Juli 2018, abgerufen am 21. Juli 2018.
    37. ↑ Gattuso verlässt AC Mailand - Auch der Sportdirektor geht. In: sportschau.de. SID, 28. Mai 2019, abgerufen am 28. Mai 2019.
    38. ↑ AC Mailand von Europa League ausgeschlossen. In: Spiegel Online. Spiegel-Verlag, 28. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2019.
    39. ↑ Paulo Fonseca is the new Head Coach of AC Milan. AC Mailand, 13. Juni 2024, abgerufen am 14. Juni 2024 (englisch).
    40. ↑ Nach nur sechs Monaten – Topklub trennt sich von Trainer. In: t-online.de. dpa, 30. Dezember 2024, abgerufen am 30. Dezember 2024.
    41. ↑ Comunicato ufficiale: Paulo Fonseca. In: acmilan.com. AC Mailand, 30. Dezember 2024, abgerufen am 30. Dezember 2024 (italienisch, englisch, chinesisch).
    42. ↑ Conceição neuer Milan-Trainer – Familien-Duell in Supercoppa steht bevor. In: transfermarkt.de. dpa, 30. Dezember 2024, abgerufen am 30. Dezember 2024.
    43. ↑ Sérgio Conceição is the new Head Coach of AC Milan. In: acmilan.com. AC Mailand, 30. Dezember 2024, abgerufen am 30. Dezember 2024 (italienisch, englisch, chinesisch).
    44. ↑ Comunicato ufficiale: Massimiliano Allegri è l'allenatore del Milan. In: acmilan.com. AC Mailand, 30. Mai 2025, abgerufen am 18. Juni 2026 (italienisch).
    45. ↑ RedBird Capital Partners Official Statement. In: acmilan.com. AC Mailand, 25. Mai 2025, abgerufen am 18. Juni 2026 (englisch).
    46. ↑ AC Milan appoints Rúben Amorim as Head Coach of the men's First Team. In: acmilan.com. AC Mailand, 16. Juni 2026, abgerufen am 18. Juni 2026 (englisch).
    47. ↑ I campi di gioco del Milan (dt.: Die Spielstätten der AC Milan)
    48. ↑ sansirostadium.com – History (Memento vom 13. August 2022 im Internet Archive)
    49. ↑ worldstadiumdatabase.com – List of UEFA Category 4 Stadiums
    50. ↑ sansirostadium.com – siehe Museo und Store
    51. 1 2 Centro Sportivo: Milanello auf acmilan.com (englisch, archiviert vom Original am 16. Oktober 2010, abgerufen am 22. September 2026)
    52. ↑ Im Geheimlabor des Fußballs auf spiegel.de vom 1. April 2007 (abgerufen am 22. September 2026)
    53. ↑ The rise and the fall of Milan Lab auf nss-sports.com vom 23. November 2018 (englisch, abgerufen am 22. September 2026)
    54. ↑ Milan History: The Seed That Lead To Milanello auf milanlegends.com (englisch, abgerufen am 22. September 2026)
    55. ↑ Behind the scenes at Milanello auf skrill.com vom 5. Dezember 2022 (englisch, abgerufen am 22. September 2026)
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