Asklepios Klinik Barmbek

Asklepios Klinik Barmbek
Eingangsbereich der heutigen Klinik
Trägerschaft Asklepios Kliniken Hamburg
Ort Hamburg-Barmbek-Nord
Bundesland Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 36′ 21″ N, 10° 2′ 13″ OKoordinaten: 53° 36′ 21″ N, 10° 2′ 13″ O
Geschäftsführender Direktor Uwe List
Betten 670
Mitarbeiter 1.600
davon Ärzte 314
Fachgebiete 13
Gründung 1913
Website https://www.asklepios.com/hamburg/barmbek/
Lage
Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg)
Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg)

Die Asklepios Klinik Barmbek (ehemals Allgemeines Krankenhaus Barmbek oder AK Barmbek) ist das Allgemeine Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Barmbek-Nord im Bezirk Hamburg-Nord und ist Bestandteil der Asklepios Kliniken Hamburg, des ehemaligen, inzwischen teilprivatisierten Landesbetriebs Krankenhäuser.

Das Allgemeine Krankenhaus Barmbek wurde 1913 eröffnet. Es bestand aus über 60 Einzelgebäuden in Pavillonbauweise und hatte über 2000 Betten. Ende der 1990er-Jahre wurde ein Neubau geplant, weil ein moderner Krankenhausbetrieb mit mehr als 60 Einzelgebäuden nicht möglich war. Am 10. Dezember 2005 wurde die Asklepios Klinik Barmbek in dem neuen Gebäudekomplex in Betrieb genommen. Die Bettenzahl wurde von 1006 auf 676 reduziert. 2017 betrug die Fallzahl 35.500 vollstationäre sowie 35.000 ambulante Fälle. In der Klinik arbeiten über 1600 Mitarbeiter (Stand: 2020), darunter (jeweils Vollzeitäquivalente) 314 Ärzte und 650 Pflegekräfte. Das Krankenhaus ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg.

Organisation

Die Asklepios Klinik Barmbek hat ein breites Spektrum medizinischer Fachbereiche. Sie gehört zum inzwischen teilprivatisierten Landesbetrieb Krankenhaus Hamburg, welche zu 74,9 % im Besitz des Krankenhaus-Unternehmens Asklepios Kliniken ist und unter dem Namen Asklepios Kliniken Hamburg GmbH firmiert.

Fachabteilungen

Ehemaliges Hauptgebäude

Patientenaufkommen

Die Klinik zählt nach eigenen Angaben zu den drei Krankenhäusern mit dem höchsten Notfallaufkommen in Hamburg. Die Klinik zählt jährlich etwa 70.000 ambulante und stationäre Patienten.

Geschichte

Ehemaliges Heizkraftwerk des AK Barmbek

Das Allgemeine Krankenhaus Barmbek wurde in seiner ursprünglichen Form von 1910 bis 1915 nach Plänen des Hamburger Stadtbaurats Friedrich Ruppel als Parkkrankenhaus im Pavillonstil erbaut. Viele der Gebäude waren in der für die damalige Zeit typischen Reformarchitektur gestaltet. Das Krankenhaus beherbergte in über 60 Gebäuden mehr als 2000 Betten.

Das Krankenhaus konnte sich ursprünglich selbstständig versorgen, dazu gab es auf dem Gelände auch einen Wasserturm und ein eigenes Heizkraftwerk, die aber für den Neubau nicht mehr benutzt werden. Der Wasserturm ist außer Funktion und soll nach dem Verkauf an einen privaten Investor einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das Heizkraftwerk wird von Vattenfall zur Versorgung des Stadtteils mit Fernwärme betrieben. Es bestand insgesamt eine große Infrastruktur, die u. a. auch eine eigene Pathologie, eine eigene Wäscherei und eine Großküche beinhaltete. Es waren Mitarbeiter aller Bereiche angestellt, auch Gärtner und Handwerker; die Versorgung erfolgte aus einer Hand, während heute zahlreiche Fremdunternehmen damit beauftragt sind. Die gesamte Anlage war als großer Park angelegt, der auch bei Spaziergängern beliebt war. Das Krankenhaus war mit seiner Größe von über 15 Hektar und der Infrastruktur eine „eigene Stadt“. Nicht zuletzt aufgrund dieser Vorzüge wurde das AK Barmbek nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1951 als britisches Militärkrankenhaus genutzt und für die Hamburger Bevölkerung stattdessen die frühere Staatskrankenanstalt Friedrichsberg als „AK Eilbek“ hergerichtet.

Szenen aus dem Leben des Asklepios (Karl Storch; AK Barmbek, früher Röntgeninstitut, heute Hauptgebäude Trakt OP-Säle)

Nach dem Verkauf von 13,8 Hektar durch die Stadt Hamburg im Jahr 2006 entstanden auf dem Gelände im sogenannten „Quartier 21“ 475 neue Wohnungen sowie Flächen für Gastronomie, Einzelhandel und Büros. Es wurden sowohl vorhandene, unter Denkmalschutz stehende Gebäude umgebaut, als auch Neubauten geschaffen. Ende 2011 bezogen die ersten Mieter renovierte Bettenhäuser auf dem Gelände. In der alten Pathologie hat ein Gesundheitszentrum eröffnet.

Verkehrsanbindung

Die Klinik ist über die Buslinie 172 und den Nachtbus 607 an der Haltestelle AK Barmbek sowie über die S-Bahn Haltestelle Rübenkamp mit der Linie S1 und den Buslinien 20, 26, 28 und 218 zu erreichen.

Bildergalerie

Literatur

Commons: Allgemeines Krankenhaus Barmbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bettenzahl im ehemaligen LBK Hamburg (Memento vom 30. März 2013 im Internet Archive)
  2. ↑ Unsere Klinik auf einen Blick – Asklepios Klinik Barmbek. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  3. 1 2 3 Asklepios Klinik Barmbek. In: Weisse Liste. Abgerufen am 14. Oktober 2019.
  4. ↑ Die Asklepios Klinik Barmbek in Zahlen. In: Unsere Asklepios Klinik Barmbek – Kurzprofil. 2020. Auf asklepios.com, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  5. 1 2 Entwicklung Quartier 21, Präsentation von 2009 (Memento vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive) (PDF-Datei; 3,76 MB, S. 3)
  6. ↑ Reinhard Otto: 150 Jahre Friedrichsberg. Von der Irrenanstalt zur Klinik im Wohnpark. Hamburg 2015, ISBN 978-3-922587-66-8, S. 144 f.
  7. ↑ Quartier 21. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  8. ↑ Einzug der ersten Mieter in das AK Barmbek (Memento vom 15. Dezember 2010 im Internet Archive)
  9. ↑ Gesundheitszentrum hinter denkmalgeschützter Fassade. In: Hamburger Abendblatt – Hamburg. 7. November 2009, abgerufen am 7. Februar 2019 (kostenpflichtig).