Die AMAP (Advanced Modular Armour Protection, deutsch etwa fortschrittlicher modularer Panzerschutz) ist ein mehrstufiges modulares System zur Panzerung und zum aktiven Schutz von Fahrzeugen. Das System wird vom deutschen Unternehmen IBD Deisenroth Engineering (Ingenieurbüro Deisenroth) entwickelt und vertrieben, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Schutzsystemen für militärische Fahrzeuge spezialisiert hat.
Die AMAP ist der Nachfolger und die Weiterentwicklung der MEXAS-Panzerung, die 1994 vorgestellt wurde. Sie wurde in den Jahren 2000 bis 2006 nach dem neuen NATO-Standard 4569 beziehungsweise AEP 55 entwickelt. Die Panzerung beruht zum Teil auf keramischen Nanopartikeln, die eine dünne und leichte Panzerung ergeben.
AMAP verfolgt dabei ein mehrstufiges Konzept zum Schutz des Fahrzeuges. Die erste Stufe zielt darauf ab, dass das Fahrzeug zunächst nicht erfasst wird, das heißt insbesondere durch eine Unterdrückung der Signatur und Geräuschentwicklung nicht aufgeklärt werden kann. Sollte trotzdem ein Geschoss oder Lenkflugkörper auf das Fahrzeug abgeschossen werden, greift die zweite Stufe, die die anfliegende Bedrohung zerstören soll; gelingt dies nicht, soll die dritte Stufe – die eigentliche passive Panzerung – den Durchschlag der panzerbrechenden Munition verhindern. Über die Funktionsweise dieser Hardkill-Komponente einer sog. Abstandsaktiven Schutzmaßnahme gibt es bisher keine weiteren Informationen. Vergleichbare Systeme erlauben aber eine ungefähren Einblick. Die vierte Stufe soll darüber hinaus durch geeignete Maßnahmen die Besatzung im Falle eines Treffers vor dessen Auswirkungen schützen.

AMAP enthält passive und aktive Schutzelemente und kann durch die Modularität und verschiedenen Ausbaustufen an unterschiedliche Fahrzeugtypen, wie Panzer, LKW oder Geländewagen sowie spezifische Einsatzszenarien angepasst werden.
Folgende „Module“ sind verfügbar: