| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q89.7 | Multiple angeborene Fehlbildungen, anderenorts nicht klassifiziert |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 5C58.0Y | Sonstige näher bezeichnete Störungen des Bilirubinstoffwechsels oder der Bilirubinausscheidung |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Das ARC-Syndrom, Akronym für Arthrogryposis multiplex congenita, Renale Funktionsstörung und Cholestase, ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den namensbildenden Hauptmerkmalen angeborene Gelenksteife, Nierenfunktionsstörung und Gallenstau.
Synonyme sind: Arthrogrypose - Nierenfunktionsstörung – Cholestase
Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1979 durch die französischen Pathologen C. Nezelof und Mitarbeiter.
Allerdings hatten A. R. Lutz-Richner und R. F. Landolt bereits 1973 eine Kombination von familiärer Gallengangsfehlbildung und tubulärern Niereninsuffizienz beschrieben.
Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurde über weniger als 100 Betroffene berichtet. Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv.
Je nach zugrunde liegender Mutation können folgende Typen unterschieden werden:
Klinische Kriterien sind:
Abzugrenzen sind:
Lediglich eine symptomatische Behandlung der metabolischen Azidose und der Cholestase sind derzeit möglich. Viele Betroffene versterben bereits im ersten Lebensjahr oder entwickeln eine Leberzirrhose.