Abraham Gensreff (* 18. Dezember 1577 in Radeburg; † 1. September 1637 in Freiberg) war ein lutherischer Theologe und Komponist.
Der Vater, David Gensreff, war Pfarrer in Radeburg, die Mutter Brigitta eine Tochter des Radeburger Bürgermeisters Johann Pirner. Der Enkel von Abraham Gensreffs Schwester Rebekka war der Lyriker David Schirmer. Nach dem Schulbesuch in Radeburg setzte Gensreff seine Bildung in der Dresdner Hofkapelle fort, wo er sechs Jahre lang Kapellknabe unter Kurfürst Christian I. und dem Kuradministrator Friedrich Wilhelm war.
Am 23. Mai 1594 wurde er Schüler an der Meißener Landschule, dort blieb er bis 1599. Anschließend schickten ihn seine Eltern an die Universität Wittenberg. Dort studierte Gensreff insgesamt sechs Jahre, davon fünf als kurfürstlicher Stipendiat. Einer seiner wichtigsten Lehrer war der Poet Friedrich Taubmann. 1603 erlangte er den Magistergrad. Neben der Dichtung, für die er 1616 mit dem Dichterkranz gekrönt wurde, widmete er sich dem Komponieren und der Musikausübung. Zudem studierte er Theologie unter den Professoren Ägidius Hunnius, Salomon Gesner, David Runge, Georg Mylius und Leonhard Hutter.
Nachdem er am 6. Dezember 1604 die Universität verlassen hatte, diente Gensreff zunächst bei seinem Vater, bevor er Präzeptor des Sohnes von Günther von Bünau zu Radeburg wurde. Nach dem Tod seines Vaters 1606 wurde er auf die verwaiste Pfarrstelle berufen.
1607 heiratete Gensreff Magdalena Ußlaub, Tochter des kurfürstlich-sächsischen Kunstkämmerers David Ußlaub, mit der er vier Kinder zeugte, von denen ihn ein Sohn und zwei Töchter überlebten.
1611 wurde er zum Pfarrer in Döbeln berufen, bevor er 1613 Superintendent in Freiberg wurde. Die Investitur erfolgte 1614 durch Matthias Hoë von Hoënegg. Als Superintendent war es ihm ein Anliegen, in der Stadt Friede und Einigkeit zu erhalten. Zudem sorgte er für die Versorgung sozial Bedürftiger und half Exulanten. Nach dem Tod Magdalenas am 18. Oktober 1621 heiratete er 1624 Marie, die Witwe des Superintendenten zu Grimma, Johann Albert.
Beim Einfall des kaiserlichen Heeres in Freiberg 1632 unter Franz Wilhelm Mohr von Waldt wurde Gensreff nach Böhmen verschleppt, konnte aber wieder ausgelöst werden. Im Alter war er von Schlaganfällen befallen, welche das Gedächtnis beeinträchtigten (paroxysmus apoplecticus). Das Predigen fiel ihm deshalb zunehmend schwer, so dass er es einstellen musste. Nach einem Gottesdienstbesuch starb er in seinem Studierzimmer an den Folgen eines Schlaganfalls.
Von Gensreff sind vor allem Leichenpredigten überliefert. Daneben sind auch poetische Werke zu greifen. Außerdem gibt es ein Werk in einer Sammelkomposition über Psalm 116, die von Burckhard Großmann angelegt wurde (Angst der Hellen und Friede der Seelen, 1623)
| Personendaten | |
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| NAME | Gensreff, Abraham |
| KURZBESCHREIBUNG | lutherischer Theologe und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1577 |
| GEBURTSORT | Radeburg |
| STERBEDATUM | 1. September 1637 |
| STERBEORT | Freiberg |