Illustration der Paternostererbse (Abrus precatorius)Blütenstand mit zygomorphen Blüten der Paternostererbse (Abrus precatorius)Reife offene Hülsenfrucht mit Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius)
Erscheinungsbild und Blätter
Bei den Abrus-Arten handelt es sich um Sträucher, die meist klimmend oder mit überhängenden Zweigen wachsen.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind paarig gefiedert, mit vielen Paaren von Fiederblättchen. Die Blattrhachis endet mit einer Borste. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Blütenstände und Blüten
In end- oder seitenständigen, traubigenGesamtblütenständen stehen jeweils mehrere Blüten in bündeligen Teilblütenständen zusammen.
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, gestutzt mit kurzen Kelchzähnen. Die Blütenkrone besitzt den typischen Aufbau einer Schmetterlingsblüte. Die genagelte, eiförmige Fahne ist mehr oder weniger stark mit den Staubfäden verwachsen. Die Flügel sind schmal sichelförmig bis länglich. Es sind nur neun Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind miteinander verwachsen und die Staubbeutel sind alle gleich. Das einzelne Fruchtblatt enthält viele Samenanlagen. Der Griffel ist kahl.
Früchte und Samen
Die abgeflachten, zweifächerigen Hülsenfrüchte sind gekammert, zerfallen aber nicht in einzelne Abschnitte und enthalten einige Samen. Die fast kugeligen bis ellipsoiden Samen besitzen eine glänzende, manchmal leuchtend gefärbte Oberfläche.
Die Gattung der Abrus ist die einzige Gattung der Tribus Abreae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Tribus Abreae wurde durch John Hutchinson in The Genera of Flowering Plants, 1, 1964, S. 451 veröffentlicht und stützt sich auf die lateinische Veröffentlichung von Abrinae: Wight & Arn. ex Endl.: Gen. Pl., 1840, S. 1301.
Die Gattung Abrus kommt in den Tropen und Subtropen der Alten Welt vor. Sieben bis neun Arten kommen in Afrika und fünf Arten nur in Madagaskar vor.
Paternostererbse (Abrus precatoriusL.): Mit mehreren Unterarten besitzt sie eine weite Verbreitung in Afrika, Australien und Asien. Sie ist in vielen tropischen Ländern eine invasive Pflanze.
Die rot-schwarzen Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius)
Inhaltsstoffe und Giftigkeit
Nur von wenigen Abrus-Arten sind Informationen zu Inhaltsstoffen und Giftigkeit bekannt. Die Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius) gelten als sehr giftig.
Quellen
Literatur
Bao Bojian (包伯坚), Michael G. Gilbert: Abreae in der Flora of China, Volume 10, 2010, S. 194 PDF-Online. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise
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Bao Bojian (包伯坚), Michael G. Gilbert: Abreae in der Flora of China, Volume 10, 2010, S. 194 PDF-Online.
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S. I. Ali: Papilionaceae in der Flora of Pakistan: Abrus bei Tropicos.org.In: Flora of Pakistan.Missouri Botanical Garden, St. Louis
12Abrus bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis,abgerufen am 26.Oktober 2021.
↑Abrusim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
↑Abreae bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis,abgerufen am 26.Oktober 2021.
↑Robert Hegnauer:Chemotaxonomie der Pflanzen. XIB-2: Leguminosae Teil 3: Papilionoideae. Springer, 2001, ISBN 3-7643-5862-9, S.161–168 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Weblinks
Commons: Abrus– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien