
Ein Abschlammventil ist ein am tiefsten Punkt von Dampfkesseln angebrachtes Ventil, das zum regelmäßigen Ablassen des sich im Kessel bildenden Schlammes, der aus Wasserverunreinigungen, Kesselstein und Resten von Mitteln gegen die Kesselsteinbildung besteht, benutzt wird. Ein solches Ventil kann auch zum vollständigen Entleeren eines Dampfkessels für Wartungsarbeiten oder zur Stilllegung der Anlage verwendet werden. Abschlammventile leisten immer auch einen Beitrag zum Anlagen- und Personenschutz.
Bei den manuellen Abschlammventilen wird das Ventil mit einem Handhebel geöffnet. Durch die schlagartige, 2–3 Sekunden dauernde Öffnung wird am Kesselboden ein „Unterdruck“ erzeugt, der den Schlamm auf dem Kesselboden mitreißt. Danach wird nur noch Kesselwasser ausgeschleust, was kontrolliert über die Absalzung erfolgt. Um betriebsbedingte, im Kesselschlamm enthaltene Feststoffe aufzubrechen, wurde eine besondere Konstruktion gewählt. Der Kegel wird von unten eingebaut, d. h. die Schließkräfte der Schließfeder und des Kesseldruckes werden aufsummiert.

Bei den automatischen Abschlammventilen erfolgt die schlagartige Öffnung des Ventiles mittels pneumatischem Membranantrieb, der über eine Abschlamm-Programmsteuerung mit integriertem Magnetventil angesteuert wird. Als Steuermedium können sowohl Druckluft als auch Druckwasser verwendet werden.
Abschlammventile zeichnen sich aus durch:
Dadurch sind ihre bevorzugten Einsatzgebiete:
Automatische Abschlammventile werden insbesondere in Anlagen eingesetzt, die wachfrei betrieben werden.