
Die Academia Operosorum Labacensium (Laibacher Akademie der Beflissenen) war eine der ersten Gelehrtengesellschaften in Europa. Die 1693 in Laibach/Ljubljana, Herzogtum Krain, gegründete Institution wird als Vorläufer der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste angesehen.
Die Idee der Gelehrtengesellschaften zur Förderung der Wissenschaften entwickelte sich in Italien im 15. und 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert entstanden u. a. 1603 die römische Accademia Nazionale dei Lincei (heute Akademie der Wissenschaften Italiens), 1635 die Académie française, 1652 die Academia Naturae Curiosorum – heute Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, 1662 die Royal Society und 1693 in Laibach die Academia Operosorum. Die 23 Initiatoren der Laibacher Akademie waren Juristen, Mediziner und Theologen aus dem Krainer Bürgertum und Adel. Die Akademiemitglieder nannten sich Operosi (die Beflissenen / die Tätigen / die Fleißigen) und erhielten sogenannte Akademische Namen, um Standesunterschiede bedeutungslos zu machen. Es war erwünscht, dass unter diesen Namen publiziert wurde. Symbol der Vereinigung war die fleißige Biene, ihr Motto Nobis et aliis operosi (für uns selbst und andere tätig). Ziele der Laibacher Akademie waren der wissenschaftliche Austausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, Gründung einer ersten öffentlichen Bibliothek und Förderung von Wissenschaft, Kultur und Kunst. Die Aktivitäten blieben zunächst von der Öffentlichkeit unbeachtet. Erst 1701 hielt die Akademie ihre erste Generalversammlung ab. Die Akademia wurde 1725 eingestellt, vermutlich infolge von Widerständen aus kirchlichen Kreisen.
Ein Versuch der Erneuerung in den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts blieb erfolglos. Erst 1938 kam es zur Gründung der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Trotz der kurzen Existenz der Akademie wurden ihre Aktivitäten mit weiteren Laibacher Entwicklungen in der Zeit der Aufklärung in Zusammenhang gebracht. Hierzu gehören
Auf der ersten öffentlichen Sitzung im Jahr 1701 wurden folgende Mitglieder und ihre akademischen Namen genannt: