| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| (Z)-Isomer (links) und (E)-Isomer (rechts) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Acetaldehydoxim | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Acetaldoxim | |||||||||||||||
| Summenformel | C2H5NO | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Flüssigkeit | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 59,07 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||
| Dichte |
0,969 g·cm−3 | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Siedepunkt |
115 °C | |||||||||||||||
| Dampfdruck |
13 hPa (25 °C) | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Brechungsindex |
1,4264 (20 °C) | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Acetaldehydoxim ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxime. Sie kommt in zwei stereoisomeren Formen (cis- und trans-) vor.
Acetaldehydoxim kann durch Reaktion von Acetaldehyd mit Hydroxylamin gewonnen werden. Bei der Synthese entsteht ein Gemisch aus (Z)-Isomer und (E)-Isomer:

In dem entstehenden Isomerengemisch dominiert meist das (Z)-Isomer.
Acetaldehydoxim ist eine farblose entzündbare Flüssigkeit, die leicht löslich in Wasser ist. Sie tritt in zwei Formen auf, die bei 12 °C oder 45 °C schmelzen. Die beiden Stereoisomere haben beide eine planare Molekülstruktur und ihre Energiedifferenz liegt bei nur 0,7 kcal/mol. Die kommerziell erhältlichen Produkte besitzen ein (Z):(E) Verhältnis von of 10–20:1.
Bei Raumtemperatur zersetzt sich das Oxim langsam. Beim Erhitzen auf eine Temperatur oberhalb von 200 °C wird in einer DTA-Messung eine stark exotherme Zersetzungsreaktion mit einer Zersetzungswärme von −3500 kJ·kg−1 bzw. −206,7 kJ·mol−1 beobachtet. Die Hydrierung der Verbindung ergibt das Ethylamin. Die Reaktion verläuft mit einer molaren Reaktionsenthalpie von −310 kJ·mol−1 stark exotherm.
Beim Erhitzen einer Lösung in Xylol in Gegenwart katalytisch wirkender Nickelsalze erfolgt eine Isomerisierung zum Acetamid.
Als Oxim neigt die Verbindung in Gegenwart von Luft zur Bildung explosiver Peroxide. Mit starken Oxidationsmitteln kann eine heftige Reaktion erfolgen. Die Hydrolyse in Gegenwart von Säure führt zu einer Zersetzung in Acetaldehyd und Hydroxylamin.
Acetaldehydoxim bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 40 °C. Der Explosionsbereich liegt zwischen 4,2 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 50 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).
Acetaldehydoxim wird als Zwischenprodukt zur Synthese von organischen Verbindungen wie den Pestiziden Methomyl, Thiodicarb und Alanycarb verwendet.