Heinrich Friedrich Achilles Roediger (oft nur Heinrich Rödiger oder Heinrich Rödiger, laut GND Achilles Rödiger, französisch Henri Frédéric Achille Roediger; * 20. Oktober 1812 in Hanau; † 26. November 1868 ebenda) war Lektor und Kantor der Wallonisch-Niederländischen Kirche zu Hanau sowie Gründer und Direktor des Internats La Châtelaine in Genf.
Roediger war wie sein Vater Christian Roediger, und sein Großvater Bernhard Roediger Lektor und Kantor in Hanau. Seine Mutter Jeanette Schehl stammte aus Krefeld. Am 10. Juni 1837 heiratete er die Hanauer Pfarrerstochter Brigitte Zimmermann (1813–1863). Das Ehepaar hatte die in Hanau geborenen Kinder Friederike Johanna Antonie (1838–1916; ab 1858 verheiratet mit Karl Thudichum), Bertha (1839–1916; ab 1860 verheiratet mit Moritz Hartmann), Emilie Luise (Lulu) und Wilhelm.
Roediger besuchte das Lehrerseminars in Idstein und wurde 1836 zuerst zweiter Kantor, 1840 Lehrer und Kantor der wallonisch-niederländischen Gemeinde in Hanau. Daneben betrieb er die Roediger’sche Privat-Unterrichts- und Erziehungsanstalt in Hanau. Sein Einsatz für die Volkssouveränität (als Vorstandsmitglied des Demokratischen Vereins in Hanau) sowie für die Badische Revolution von 1848/49 kostete ihn schließlich die Stellung. Er wurde aus dem Kirchendienst entlassen und verlor die Berechtigung zur Führung seiner Privatschule mit Pensionat. Die Familie Roediger musste 1852 nach Genf ins Exil gehen, wo sie im Herrenhaus La Châtelaine ein Internat eröffnete. Die Leitung dieses internationalen Internats für Jungen übertrug Roediger 1863 seinem Schwiegersohn Karl Thudichum, nachdem er durch einen Freispruch die Möglichkeit hatte, nach Hanau zurückzukehren.
| Personendaten | |
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| NAME | Roediger, Achilles |
| ALTERNATIVNAMEN | Roediger, Heinrich Friedrich Achilles (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pfarrer, Lektor, Kantor sowie Internatsdirektor |
| GEBURTSDATUM | 20. Oktober 1812 |
| GEBURTSORT | Hanau |
| STERBEDATUM | 26. November 1868 |
| STERBEORT | Hanau |