Adalbert Farkas (* 10. Juni 1906 in Dunaszerdahely, Österreich-Ungarn; † 8. April 1995) war ein ungarisch-US-amerikanischer Physikochemiker.
Ladislaus Farkas war ein Sohn des Apothekers Stefan Farkas und der Anna Patzauer, er hatte zwei Brüder, Ladislaus Farkas wurde vor ihm ebenfalls Physikochemiker. Die Familie zog 1908 nach Nagyvárad, das als Oradea seit 1920 zu Rumänien gehörte. Nach dem Schulbesuch studierte er Chemie an der Technischen Hochschule in Wien. 1928 erhielt er einen Abschluss als Diplomingenieur in Wien. Anschließend war er von 1928 bis 1930 als wissenschaftlicher Assistent am Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie (KWI) in Berlin-Dahlem tätig. 1930 promovierte er an der Universität Frankfurt am Main zum Dr. phil. nat. Von 1930 bis 1933 war er in Frankfurt am Institut für Physikalische Chemie außerplanmäßiger Assistent von Karl Friedrich Bonhoeffer.
Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 ging Farkas in die Emigration: Er fand zunächst eine Anstellung am Department of Colloid Sciences der University of Cambridge. 1936 ging er nach Palästina, wo er bis 1941 als Instrukteur für Physikalische Chemie – ein Forschungsgebiet, das er zusammen mit seinem Bruder in Palästina erstmals etablierte – an der Hebräischen Universität Jerusalem tätig war.
Von den Polizeiorganen des NS-Staates wurde Farkas nach seiner Emigration aus Deutschland als Staatsfeind eingestuft: Im Frühjahr 1940 setzte das Reichssicherheitshauptamt in Berlin auf die Sonderfahndungsliste G.B., ein Verzeichnis von Personen, die im Falle einer erfolgreichen deutschen Invasion Großbritanniens durch die Sonderkommandos der SS-Einsatzgruppen mit besonderer Priorität ausfindig gemacht und verhaftet werden sollten.
1941 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er von 1941 bis 1946 als Forschungschemiker (Research chemist) für die Union Oil Company in Wilmington bei Los Angeles arbeitete, 1944 wurde er in den USA eingebürgert. Von 1946 bis 1956 war er Forschungsleiter (Research Superintendent) bei der Barret div. Allied Chemicals in Philadelphia, dann Abteilungsleiter bei den Houdry Labs in Marcus Hook und war beigeordneter Direktor für chemische Forschung bei demselben Konzern ab 1960. Er war weiterhin als Wissenschaftler aktiv und erhielt 1979 den Houdry Award.
Als Herausgeber:
| Personendaten | |
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| NAME | Farkas, Adalbert |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarisch-US-amerikanischer Physikochemiker |
| GEBURTSDATUM | 10. Juni 1906 |
| GEBURTSORT | Dunaszerdahely |
| STERBEDATUM | 8. April 1995 |