Adi Ophir (hebräisch עדי אופיר; * 22. September 1951) ist ein israelischer Philosoph. Er lehrt Philosophie und Kritische Theorie am Cohn Institut der Universität Tel Aviv in Tel Aviv-Jaffa.
Adi Ophir studierte Philosophie an der Hebräischen Universität Jerusalem und promovierte anschließend an der Boston University. Er ist Fellow am Van Leer Jerusalem Institute, wo er das interdisziplinäre Forschungsprojekt Humanitäre Aktion in Katastrophen: Die Gestaltung der zeitgenössischen politischen Imagination und moralischen Sensibilität leitet. Er gründete die Zeitschrift Teoryah u-Vikoret, laut dem Historiker Derek Jonathan Penslar die „Flaggschiff-Zeitschrift des postzionistischen Denkens“. Zudem ist er Gastprofessor am Center for Middle East Studies der Brown University.
1987 vertrat er in der Zeitschrift Tikkun die These, der Holocaust, der für jüdische Identität weltweit eine große Rolle spielt, werde in eine religiöse Sphäre erhoben („sanctified“): Ein Altar sei entstanden, zu dem man pilgere und eine Gruppe von Priestern, die als „Hüter der Flamme“ agiere, nehme an Zahl und Institutionalisierungsgrad zu. Laut dem französischen Politikwissenschaftler Samy Cohen versteht Ophir den Zionismus als koloniales Projekt.
Elhanan Yakira, ein Kritiker des von Ophir vertretenen Postzionismus, argumentiert, Ophir sei „einer von jenen, die ausdrücklich zur Zerschlagung des ‚hebräischen Staates‘ aufrufen“ würden.
| Personendaten | |
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| NAME | Ophir, Adi |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 22. September 1951 |