Adios, Sabata

Film
Titel Adios, Sabata
Originaltitel Indio Black, sai che ti dico: Sei un gran figlio di…
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Frank Kramer
Drehbuch Gianfranco Parolini
Renato Izzo
Produktion Alberto Grimaldi
Musik Bruno Nicolai
Kamera Sandro Mancori
Schnitt Gianfranco Parolini (ungenannt)
Besetzung
→ Synchronisation →
Chronologie
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Adios, Sabata (Originaltitel: Indio Black, sai che ti dico: Sei un gran figlio di…) ist ein Italo-Western, dem der Sabata-Stempel zur besseren Vermarktung erst nach Drehschluss aufgedrückt wurde. Im Original (und dem Titellied) heißt der Held Indio Black.

Handlung

Sabata ist auf der Suche nach einem Goldversteck, das unter die Kontrolle von österreichischen Soldaten der mexikanischen Armee gefallen ist, die mit dem Kaiser Maximilian ins Land gekommen waren. Nach Auffinden will er es einer Gruppe mexikanischer Revolutionäre übergeben, die gegen die Invasoren kämpfen. Verschiedene Kumpane helfen ihm bei diesem Unterfangen; allerdings ist auch der amerikanische Abenteurer Ballantine aus gänzlich eigennützigen Motiven hinter dem Gold her, das schließlich beim hinterhältigen Oberst Schimmel gefunden wird, am Ende jedoch gar keiner Gruppe etwas nützt: Wind verweht es, ein Abgrund verschlingt es.

Kritiken

Leslie Halliwell schrieb in seinem Film & Video Guide, der Film mit der in Sabata umgewandelten Hauptfigur sei konventioneller und weniger unterhaltsam als der erste, eigentliche Sabata-Film. Die Qualitäts-Einstufung liegt bei null Sternen.

Das Western-Lexikon, begründet von Joe Hembus, sieht den Film als Nacheiferung von Vera Cruz an. Obwohl er nicht an sein Vorbild heranreichen würde, sei er „auf seine bescheidene Art ganz kurzweilig“.

Das Lexikon des internationalen Films wägt ab: „Ambitionierte Parodie auf Italo-Western, die die Klischees der Gattung streckenweise amüsant verspottet, aber trotz gelungener Einfälle in die selbstzweckhaften Effekte der Gattung zurückfällt.“

Christian Keßler meint in seinem Buch Willkommen in der Hölle. Der Italo-Western im Überblick, Parolini demonstriere „erneut seine erstklassigen handwerklichen Fähigkeiten im Rahmen eines hochunterhaltsamen Westerns, der dem Genre zwar nichts Wesentliches hinzufügt, aber toll ausschaut und effektiv ist“.

Einen „[ä]ußerst unterhaltsame[n] Action-Western“ nennt Ulrich P. Bruckner den Film in seinem Buch Für ein paar Leichen mehr.

Synchronisation

Die Ultra-Film besetzte unter Dialogregie von Michael Guenther nach seinem Dialogbuch:

In der deutschen Fassung wird das Titellied während der Credits von Synchronsprecher Heinz-Theo Branding mit einem „Adios Sabata“ überall da übersprochen, wo im Original der initiale Indio Black erwähnt wird.

Einzelnachweise

  1. ↑ Leslie Halliwell: Halliwell’s Film & Video Guide 2003. Revised and Updated. Hrsg.: John Walker. 18. Auflage. Harper Collins Entertainment, London 2002, ISBN 0-00-714412-1, The Film Guide A–Z, S. 110 (englisch: “Dubbing turned the central character from Indio Black into Sabata, a role played by Lee Van Cleef in a successful movie made by the same director a year earlier; this time around, the result was more conventional and less enjoyable.” Eintrag unter dem Titel The Bounty Hunters.).
  2. ↑ Joe Hembus: Das Western-Lexikon. 1567 Filme von 1894 bis heute. Originalausgabe. Hrsg.: Bernhard Matt (= Heyne Filmbibliothek. Band 32/207). erweiterte Neuausgabe von Benjamin Hembus Auflage. Wilhelm Heyne Verlag, München 1995, ISBN 3-453-08121-8, Adios Sabata, S. 34 f.
  3. ↑ Adios, Sabata. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  4. ↑ Christian Keßler: Willkommen in der Hölle. Der Italo-Western im Überblick. Terrorverlag, Gütersloh 2002. ISBN 3-00-009290-0.
  5. ↑ Ulrich P. Bruckner: Für ein paar Leichen mehr. Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute. Schwarzkopf & Schwarzkopf, München 2006. ISBN 3-89602-416-7.
  6. ↑ Adios Sabata (1970) (Memento vom 4. Januar 2016 im Internet Archive)