Adolf Opel

Adolf Opel

Adolf Opel (* 12. Juni 1935 in Wien; † 15. Juli 2018 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, Filmemacher und Herausgeber.

Leben

Adolf Opel studierte zwischen 1953 und 1959 an der Universität Wien und der State University of Iowa (Iowa City, USA) Psychologie, Literatur- und Theaterwissenschaft sowie Film. Er hat unter anderem bei Viktor E. Frankl, Heinz Kindermann, Margret Dietrich und Sylvia Bayr-Klimpfinger studiert. Ab 1986 führte er den Berufstitel Professor.

1956 begann Adolf Opel seine journalistische Tätigkeit bei der Wiener Tageszeitung Neues Österreich. Es folgte eine langjährige Arbeit als freiberuflicher Kulturpublizist, Kritiker und Auslandskorrespondent für die nationale und internationale Presse, darunter Stuttgarter Zeitung, Saarbrücker Zeitung, Morgenbladet (Oslo), Nowa Kultura (Warschau) und andere. Für den ORF hat er Radiosendungen und Features erstellt. Er schrieb Theaterstücke, Drehbücher und Musicals; zudem war er unter anderem Herausgeber der Schriften von Adolf Loos, Lina Loos sowie der autobiographischen Erinnerungen von Elsie Altmann-Loos und Claire Loos. Er war für die Gestaltungen der Adolf-Loos-Ausstellung im Centro de Arte y Communicación in Buenos Aires 1981 und der Ausstellung Adolf Loos – Interieurs und Utopie (Wien 1986) mitverantwortlich. 2016 gab er Ketten in das Meer von Bohuslav Kokoschka, dem jüngeren Bruder von Oskar Kokoschka, neu heraus und schrieb auch das Nachwort hierfür.

Er hat mehrjährige Studienaufenthalte in den USA, Mexiko, Brasilien, Argentinien und Paraguay verbracht, dazu in vielen europäischen Ländern sowie im Fernen und im Nahen Osten. Mit Thornton Wilder ist er 1959 durch Österreich gereist. Mitte der 1960er Jahre war Opel der Lebensabschnittspartner von Ingeborg Bachmann, was für ihr Romanfragment Der Fall Franza und das Gedicht Böhmen liegt am Meer relevant ist. Gemeinsam mit ihr ist er nach Prag, Griechenland, Ägypten und in den Sudan gereist.

Opel wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Adolf Opel war Mitglied des Österreichischen PEN-Clubs, der Verbände dramatischer Schriftsteller und der Filmregisseure Österreichs. Sein Nachlass befindet sich im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.

Werke

Theaterstücke:

Bibliografie:

Herausgegebene Schriften von Adolf Loos (Auszug):

Herausgegebene Schriften von Elsie Altmann-Loos und Claire Loos (Auszug):

Herausgegebene Schriften von Else Feldmann (Auszug):

Herausgegebene Schriften von Lina Loos:

Filme (Regie und Buch, Auszug):

Preise und Auszeichnungen

Außerdem zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien, u. a. Österreichische Lyrik nach 1945 (1960), in Zeitschriften und Zeitungen, Beiträge für Schauspielführer. Übersetzungen und bearbeitungen von Theaterstücken, Prosatexten und Lyrik aus dem Portugiesischen, Spanischen, Englischen und Französischen, u. a. von Griselda Gambaro, José Lopez Rubio und João Bethencourt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Adolf Opel in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
  2. ↑ Adolf Opel. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2016/2017. Band II: P-Z. Walter de Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045397-3, S. 720.
  3. ↑ Edition Atelier: Das Buch ohne Titel
  4. ↑ Heike Hauf: Schaumbad für Ingeborg Bachmann: Adolf Opel berichtet über die gemeinsamen Reisen mit der Dichterin.
  5. ↑ Triumph des Sexus. In: Der Spiegel. 12. Mai 1996, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 26. Oktober 2023]).
  6. ↑ Richard Kämmerlings WELT: Ingeborg Bachmann und ihre vielen Lieben - WELT. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  7. ↑ Adolf Opel in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
Personendaten
NAME Opel, Adolf
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Schriftsteller, Filmemacher und Herausgeber
GEBURTSDATUM 12. Juni 1935
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 15. Juli 2018
STERBEORT Wien