Adolf-Bender-Zentrum

Sitz des Adolf-Bender-Zentrums in St. Wendel (2015)

Das Adolf-Bender-Zentrum e. V., 1985 in St. Wendel (Saarland) gegründet, ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der auch über die Landesgrenzen hinaus tätig ist.

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Zentrums gehören neben Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Beratung und nachhaltige Förderung zivilgesellschaftlicher Strukturen – gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Es arbeitet sowohl im Bereich der Prävention als auch der Intervention.

Gründung

Gegründet wurde das Zentrum 1985 auf Initiative des saarländischen Landtagsabgeordneten Armin Lang. Gründungsmitglieder waren u. a. Hans Bender (Sohn des Namensgebers), der Historiker Michael Mallmann, Helmar Schulz und Elmar Peiffer. Namensgeber war der St. Wendeler Maler Adolf Bender (1903–1997). Bender war Demokrat, Antifaschist und Pazifist, was ihm in der Nazi-Zeit Verfolgung und zeitweise Internierungen in den Konzentrationslagern Börgermoor und Esterwegen einbrachte. Nach dem Krieg erzählte er lange Zeit als Zeitzeuge Schulklassen und Jugendgruppen von seinen Erfahrungen. In seiner Bilderserie „Moorsoldatenzyklus“, die als Dauerausstellung im Haus zu sehen ist, verarbeitete er seine Erlebnisse.

Das Zentrum hat seinen Sitz in dem ehemaligen Forsthaus der Stadt St. Wendel, dessen Räumlichkeiten dem bildungspädagogischen Auftrag entsprechend umgebaut wurden. Geleitet wird das Zentrum von dem hauptamtlichen Geschäftsführer Jörn Didas (seit 2017).

Aufgaben

Zentrales Ziel des Adolf-Bender-Zentrums ist die Förderung eines menschenrechtsfundierten, demokratischen Umgangs mit Vielfalt und Pluralismus in der Gesellschaft.

Davon leiten sich die Aufgaben und Angebote des Adolf-Bender-Zentrums ab:

Auszeichnungen

Veröffentlichungen

Commons: Adolf-Bender-Zentrum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien