Adolf Schmidtmann (* 13. Februar 1851 in Waßmuthshausen (Kurhessen); † 21. Mai 1911 in Marburg) war ein deutscher Mediziner, Arzt und preußischer Ministerialbeamter.
Schmidtmann absolvierte im Sommer 1870 in Marburg das Abitur und studierte zunächst Naturwissenschaften, dann Medizin an der Philipps-Universität Marburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Marburg wurde er Mitglied des Corps Hasso-Nassovia. Nach dem Staatsexamen (1875) wurde er Assistenzarzt in Marburg, im Oktober 1879 praktischer Arzt und Kreisphysikus in Wilhelmshaven. Im April 1890 wechselte er als Regierungs- und Medizinalrat nach Oppeln, 1894 nach Breslau. Noch im gleichen Jahr wurde er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, ein Jahr später vortragender Rat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten. Er war der Gründer der königlich preußischen Versuchs- und Prüfungsanstalt für Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung (Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene) in Berlin und von 1901 bis 1910 deren Leiter. Seit Mai 1909 war er Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat und Kurator der Philipps-Universität Marburg.
Seine Tochter war die Medizinerin Martha Schmidtmann.
Seit 1989 gibt es die Prof.-Dr.-Adolf-Schmidtmann-Stiftung, deren Zweck es ist, Nachwuchswissenschaftler des Fachs Medizin (3/4) und des Fachs Geschichte (1/4) zu fördern.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmidtmann, Adolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mediziner, Arzt und preußischer Ministerialbeamter |
| GEBURTSDATUM | 13. Februar 1851 |
| GEBURTSORT | Waßmuthshausen (Kurfürstentum Hessen) |
| STERBEDATUM | 21. Mai 1911 |
| STERBEORT | Marburg |