Adolf Sickenberger (* 8. März 1848 in Lohr am Main; † 26. Juli 1907 in München) war ein Königlich-bayerischer Pädagoge und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.
Adolf Sickenberger war Professor für theoretische Mathematik an der Königlich Bayerischen Pagerie. Am 21. August 1887 wurde er durch Anordnung des Prinzregenten Luitpold vom Maximiliansgymnasium München, das 1849 durch König Maximilian II. gegründet wurde, zum Luitpold-Gymnasium München versetzt. Dort war er Studienlehrer für Arithmetik der Lateinklassen. Er wurde Rektor der Königlichen Luitpold-Kreisrealschule, die 1891 durch den Prinzregenten gegründet wurde. Als Verfasser zahlreicher Lehrbücher für den Mathematikunterricht machte er sich einen Namen.
Sickenberger war Mitglied des Vereins zur Gründung eines Mädchen-Gymnasiums in München, der 1894 gegründet wurde und mit dessen Unterstützung er die „Privatgymnasialkurse für Mädchen“ organisierte.
Er betätigte sich politisch und war von 1881 bis 1886 Mitglied der Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den bayerischen Landtag bildete. Er wurde für die Bayerische Patriotenpartei für den Wahlkreis München I. gewählt und gehörte vom 29. September 1881 zum Präsidium der Kammer und war bis 1886 als 4. Schriftführer tätig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sickenberger, Adolf |
| KURZBESCHREIBUNG | Pädagoge und Mitglied des Landtages |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1848 |
| GEBURTSORT | Lohr am Main |
| STERBEDATUM | 26. Juli 1907 |
| STERBEORT | München |