Adolf Wissel

Grab von Adolf Wissel

Adolf Wissel (* 19. April 1894 in Velber; † 17. November 1973 ebenda) war ein deutscher Genremaler bäuerlich-ländlicher Sujets.

Leben und Werk

Geboren 1894 als Sohn eines Landwirts in Velber zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs, besuchte Adolf Wissel bis zu seiner Mittleren Reife in Hannover zunächst das Humboldtgymnasium, von 1911 bis 1914 dann die dortige Kunstgewerbeschule vor allem unter Richard Schlösser, dem Wissel ein Leben lang verbunden blieb.

Nach einem Studium Anfang der 1920er-Jahre an der Kunstakademie Kassel kehrte er 1924 in seinen Geburtsort Velber bei Hannover zurück. Dort erlangte er schon vor 1933 regional erste Anerkennung. Seine Arbeiten sind in einem der Neuen Sachlichkeit verwandten Stil gestaltet. Zum 1. April 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 1.676.258). Als Maler der „Scholle“, d. h. der bäuerlichen Welt, gelangte er in der Zeit des Nationalsozialismus zu einigen Erfolgen. Insbesondere sein 1938/39 entstandenes Bild Kalenberger Bauernfamilie wurde vielfach ausgestellt und reproduziert.

Wissels Bilder wurden mehrfach in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München ausgestellt:

1939 erhielt er als Auszeichnung eine Ehrenprofessur durch Adolf Hitler verliehen. Wissel stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

Werke (Auszug)

Ausstellungen nach 1945

Zitate

Literatur

Commons: Adolf Wissel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Hugo Thielen: WISSEL ... (siehe Literatur)
  2. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/49140895
  3. ↑ https://www.kuma.art/de/station/neue-sachlichkeit-907/webapp siehe Transkription
  4. ↑ Wissel, Adolf. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 151.
  5. ↑ Adolf Wissel. Abgerufen am 30. November 2020.
  6. ↑ Tobias Ronge: Das Bild des Herrschers in Malerei und Grafik des Nationalsozialismus: Eine Untersuchung zur Ikonografie von Führer- und Funktionärsbildern im Dritten Reich. Berlin 2010, ISBN 978-3-643-10856-2, S. 223 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. Dezember 2020]). Zu Matting: Michael Grüttner: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 115.
  7. ↑ Ulrike Knöfel: Mief aus dem Giftschrank. In: Spiegel Online. 23. April 2000, abgerufen am 27. Januar 2024.
  8. ↑ Sog. Ahnengalerie in der Niedersächsischen Staatskanzlei, Abruf am 15. Juni 2025
Personendaten
NAME Wissel, Adolf
KURZBESCHREIBUNG deutscher Genremaler bäuerlich-ländlicher Sujets
GEBURTSDATUM 19. April 1894
GEBURTSORT Velber
STERBEDATUM 17. November 1973
STERBEORT Velber