Goiginger wuchs bei seiner drogensüchtigen Mutter im Stadtteil Liefering in Salzburg auf. Während seiner Kindheit besuchte er oft auf dem Land seine Großeltern und seinen Uropa Franz Streitberger, dessen Geschichten ihn später dazu inspirierten, sie in Filmen zu erzählen. Er absolvierte nach der Matura an der Bundeshandelsakademie I Salzburg seinen Grundwehrdienst und gründete 2012 zusammen mit Schulfreunden in Salzburg die Filmproduktionsfirma 2010 Entertainment OG. Mit dieser realisierte er verschiedene Kurzfilme, Werbespots, Imagefilme und Musikvideos als Regisseur und Drehbuchautor.
Ab 2013 studierte er szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Mit seinen Kurzfilmen Klang der Stille und Milliardenmarsch wurde er auf zahlreiche Festivals weltweit eingeladen und mehrfach ausgezeichnet. Sein Langfilmdebüt Die beste aller Welten lief bei der Berlinale 2017 in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ und wurde dort mit dem Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film der Reihe ausgezeichnet. Auf der Diagonale und beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern wurde der Film 2017 mit dem Publikumspreis und Goiginger mit dem NDR-Regiepreis ausgezeichnet. Seit Oktober 2018 arbeitet Goiginger auch als Dozent an der Athanor Akademie Passau.
In seinen Filmen beschäftigt sich Goiginger mit den Themen: Natur, Berge, Verlusten, schwierige Kindheit und Drogensucht. 2025 zog er in den Vorstand von Austria Salzburg ein.
Privates
Adrian Goiginger ist seit 2015 verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Salzburg.
2024: FRANZ: Die Geschichte meines Urgroßvaters. Die Lebensgeschichte von Franz Streitberger – das Buch zum erfolgreichen deutsch-österreichischen Kinofilm „Der Fuchs“, mit Walter Müller, Salzburger Pressverein/Verlag Anton Pustet Salzburg, Salzburg 2024, ISBN 978-3-7025-1117-3.
Österreichischer Filmpreis 2018 – Nominierung in neun Kategorien, Auszeichnungen in fünf Kategorien, darunter bester Spielfilm, beste Regie und bestes Drehbuch