| Adrian Spyrka | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Adrian Spyrka | |
| Geburtstag | 1. August 1967 | |
| Geburtsort | Zabrze, Volksrepublik Polen | |
| Größe | 186 cm | |
| Position | Libero, defensives Mittelfeld | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 1982–1983 | SV Vestia Disteln | |
| 1983–1986 | Borussia Dortmund | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1986–1988 | Borussia Dortmund | 12 (0) |
| 1988–1991 | 1. FC Saarbrücken | 80 (6) |
| 1991–1993 | 1. FC Köln | 5 (0) |
| 1991–1992 | → Stuttgarter Kickers (Leihe) | 19 (0) |
| 1993–1995 | Rot-Weiss Essen | 63 (7) |
| 1995–1996 | SG Wattenscheid 09 | 15 (1) |
| 1996–2002 | 1. FSV Mainz 05 | 108 (4) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1986 | Deutschland U18 | 3 (0) |
| 1986–1987 | Deutschland U20 | 10 (0) |
| 1988–1989 | Deutschland U21 | 6 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 2007–2008 | 1. FC Saarbrücken (Co-Trainer) | |
| 2009–2010 | SV Wehen Wiesbaden II | |
| 2010–2016 | Borussia Mönchengladbach II (Co-Trainer) | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Adrian Spyrka (* 1. August 1967 in Zabrze, damals Volksrepublik Polen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Als Spieler war er vor allem als Libero und im defensiven Mittelfeld aktiv. Mit der B-Jugend von Borussia Dortmund wurde er 1984 deutscher Meister, 1987 erreichte er mit der U20-Auswahl der Bundesrepublik Deutschland das WM-Finale und 1994 stand er mit Rot-Weiss Essen im Finale des DFB-Pokals. Als Profi spielte er unter anderem für Borussia Dortmund, den 1. FC Saarbrücken, die Stuttgarter Kickers, den 1. FC Köln, Rot-Weiss Essen, die SG Wattenscheid 09 und den 1. FSV Mainz 05. Für Mainz bestritt er 108 Zweitligaspiele.
Seit 1983 spielte Spyrka im Nachwuchsbereich von Borussia Dortmund. Mit der B-Jugend des Vereins gewann er 1984 die deutsche B-Juniorenmeisterschaft, den ersten deutschen Meistertitel einer Dortmunder B-Jugend. Im Finale gegen den TSV 1860 München im damaligen Westfalenstadion erzielte er das 1:0-Siegtor per direktem Freistoß. Zu seinen Mitspielern zählten unter anderem Maurice Banach und Thorsten Fink.
Im Oktober 1986 gehörte Spyrka zur U18-Auswahl der Bundesrepublik Deutschland. Die von Berti Vogts trainierte Mannschaft belegte bei der Europameisterschaft den dritten Platz. Spyrka kam in allen drei Partien der Endrunde zum Einsatz. Beim 1:0 im Spiel um Platz drei gegen Schottland stand er in der Startelf.
Spyrka kam für die Juniorenauswahlen des DFB in den Altersstufen U18, U20 und U21 zum Einsatz.
Bei der U20-Weltmeisterschaft 1987 spielte Spyrka in allen sechs Partien für die von Berti Vogts trainierte bundesdeutsche Auswahl. Im Finale gegen Jugoslawien im Estadio Nacional in Santiago de Chile stand er ebenfalls in der Startelf und verwandelte seinen Elfmeter. Vor 65.000 Zuschauern verlor Deutschland nach einem 1:1 nach Verlängerung das Elfmeterschießen mit 4:5. Das Spielerarchiv von Mainz 05 nennt insgesamt zehn U20-Länderspiele sowie sechs Einsätze für die U21.
Bei Borussia Dortmund kam Spyrka 1986 zu seinen ersten Einsätzen in der Bundesliga. Bis 1988 bestritt er dort zwölf Bundesligaspiele. Hinzu kamen ein Einsatz im DFB-Pokal und drei Partien im UEFA-Pokal.
1988 wechselte er zum 1. FC Saarbrücken. Für den Verein bestritt er 80 Spiele in der 2. Fußball-Bundesliga sowie sieben DFB-Pokal- und vier Relegationsspiele. 1991 wechselte er zum 1. FC Köln und wurde im November 1991 für die restliche Saison an die Stuttgarter Kickers ausgeliehen, für die er 19 Spiele in der Bundesliga absolvierte. Nach seiner Rückkehr kam er in der Saison 1992/93 noch auf fünf Bundesligaeinsätze für Köln.

1993 schloss sich Spyrka Rot-Weiss Essen an. In der Saison 1993/94 spielte Essen in der 2. Bundesliga und erreichte das Finale des DFB-Pokals. Spyrka bestritt in der Liga 31 Spiele und erzielte drei Tore. Im Finale gegen Werder Bremen stand er in der Startelf, Essen verlor 1:3. In der 50. Minute wurde sein Schuss aus der Distanz abgeblockt. Aus der anschließenden Situation erzielte Daouda Bangoura den Essener Anschlusstreffer. Wegen eines Lizenzentzugs durch den DFB spielte Essen die Rückrunde zwar noch zu Ende, wurde in der Tabelle aber ohne Wertung geführt und musste anschließend in die Regionalliga absteigen. In der folgenden Regionalligasaison absolvierte Spyrka 32 Spiele und erzielte vier Tore.
Mit seinem Wechsel zur SG Wattenscheid 09 kehrte Spyrka 1995 in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Nach einer Saison bei Wattenscheid wechselte er 1996 zum ebenfalls zweitklassigen 1. FSV Mainz 05. Der Mainzer Trainer Wolfgang Frank hatte ihn nach Angaben des Vereins bereits ein Jahr zuvor verpflichten wollen. Spyrka unterschrieb zunächst in Wattenscheid und kam erst 1996 nach Mainz.
In Mainz musste Spyrka zunächst eine Kreuzbandverletzung auskurieren. In seinen ersten beiden Spielzeiten kam er auf verschiedenen Mittelfeldpositionen sowie in der Innenverteidigung zum Einsatz. Ab 1998 spielte er nach einem Rückblick von *Sport aus Mainz* regelmäßig im zentralen Mittelfeld an der Seite des Mainzer Kapitäns Lars Schmidt. Mainz 05 zählt Spyrka außerdem zu den Profis der 1990er Jahre, die nach Darstellung des Vereins stark von Frank geprägt wurden.
Für Mainz bestritt Spyrka zwischen 1996 und 2001 insgesamt 108 Zweitligaspiele. In der Saison 2001/02 kam er nur noch bei einigen Testspielen zum Einsatz. Nach dieser Spielzeit beendete er seine Spielerkarriere. Das Vereinsarchiv führt ihn im folgenden Jahr unter den Abgängen mit dem Vermerk „Karriereende“.
Zu den herausgehobenen Spielen seiner Mainzer Zeit gehörte das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München am 22. Dezember 1999. Spyrka stand in der Startelf und wurde in der 75. Minute ausgewechselt. Mainz verlor die Partie mit 0:3.
2007 schloss Spyrka den Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB ab. Die Deutsche Sporthochschule Köln führte ihn im selben Jahr sowohl als Lehrgangsteilnehmer als auch als Absolventen auf. Die Hochschulmeldungen bezeichnen den Abschluss als staatlich anerkannten Fußball-Lehrer.
Das Trainerarchiv des FSV05 führt Spyrka von 2007 bis Ende 2008 als Co-Trainer des 1. FC Saarbrücken. In der Winterpause 2008/09 übernahm er die Regionalligamannschaft des SV Wehen Wiesbaden II. Im Mai 2009 berichtete der Reutlinger General-Anzeiger, dass Spyrka die Mannschaft als Nachfolger von Hans Werner Moser übernommen hatte. Das DFB-Datencenter verzeichnet für Spyrka 17 Spiele als Trainer der Mannschaft, mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und neun Niederlagen.
Spyrka arbeitete ab 2010 als Co-Trainer der U23 von Borussia Mönchengladbach unter Sven Demandt. Das Trainerarchiv des FSV Mainz 05 führt ihn bis 2016 als Co-Trainer der Mannschaft. In der Saison 2014/15 gewann die U23 die Meisterschaft der Regionalliga West.
Transfermarkt führt Spyrka seit Februar 2026 als Scout beim SV Wehen Wiesbaden.
Der DFB führt für Spyrka 36 Bundesligaeinsätze, 234 Spiele und 14 Tore in der 2. Fußball-Bundesliga, 22 Spiele im DFB-Pokal, drei im UEFA-Pokal und vier Relegationsspiele. Das FSV05-Spielerarchiv verzeichnet zusätzlich 32 Regionalligaspiele und vier Tore für Essen. Für Saarbrücken nennt der DFB 80 Zweitligaspiele, das Spielerarchiv von Mainz 05 zählt 81. Die DFB-Gesamtzahl von 234 Zweitligaspielen schließt die Saarbrücker Zahl von 80 ein.


| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spyrka, Adrian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 1. August 1967 |
| GEBURTSORT | Zabrze, Volksrepublik Polen |