Adriano Maggiani

Adriano Maggiani (* 1943 in La Spezia; † 30. Mai 2025 in Florenz) war ein italienischer Archäologe und Etruskologe. Er lehrte als Professor für Klassische Archäologie an der Ca’-Foscari-Universität von Venedig.

Leben und Werk

Maggiani schloss sein Studium der Archäologie in Pisa ab und spezialisierte sich an der Italienischen Archäologischen Schule von Athen (Scuola Archeologica Italiana di Atene). Seit 1975 war Maggiani Archäologe bei der Archäologischen Oberaufsicht der Toskana (Soprintendenza archeologica della Toscana). 1990 wurde er Professor an der Ca’-Foscari-Universität von Venedig. Von 1998 bis 2002 war er Direktor des Instituts für italienische etruskische Archäologie (Istituto per l’archeologia etrusco italica) des Nationalen Forschungsrats (Consiglio Nazionale delle Ricerche CNR).

Maggiani führte Ausgrabungen in der Türkei, in Kalabrien, im Latium und vor allem in der Toskana durch. Er setzte sich insbesondere mit Problemen der Bestattungsarchitektur und Skulptur, der etruskischen Religion und Epigraphik auseinander sowie mit Aspekten der Kunst und Kultur der vorrömischen Ligurer und Veneter.

Maggiani lieferte einen grundlegenden Überblick über die Probleme der Lesung und Interpretation der Tabula Cortonensis und der Götternamen auf der Bronzeleber von Piacenza. Für das Corpus Inscriptionum Etruscarum (CIE), eine Sammlung antiker etruskischer Inschriften, verfasste er den Band 3, 4 (Tit. 11539–12113). Zum Thesaurus Cultus et Rituum Antiquorum (ThesCRA), einem mehrbändigen Nachschlagewerk zu den religiösen Kulten und Riten der Antike, lieferte Maggiani einige Beiträge.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Il mondo della ricerca archeologica in lutto: è scomparso il professor Adriano Maggiani. In: Il Tirreno. 1. Juni 2025, abgerufen am 2. Juni 2025 (italienisch).
Personendaten
NAME Maggiani, Adriano
KURZBESCHREIBUNG italienischer Archäologe und Etruskologe
GEBURTSDATUM 1943
GEBURTSORT La Spezia
STERBEDATUM 30. Mai 2025
STERBEORT Florenz