Adrien Nocent (* 2. Februar 1913 in Charleroi; † 9. Dezember 1996 in Rom) war ein belgischer Benediktinermönch, Theologe und Liturgiker.
Nocent trat im Alter von 19 Jahren in die Abtei Maredsous ein, legte 1933 Profess ab und wurde 1938 zum Priester geweiht. Er studierte in der Abtei Keizersberg (französisch: Mont César) bei Löwen, von wo in Belgien die Liturgische Bewegung ausgegangen war. Seine Lehrer waren Bernard Capelle (1884–1961) und Bernard Botte (1893–1980). Ab 1952 hielt er in Brüssel Vorträge am Centre international Lumen Vitae. Er studierte weiter an der Universität Löwen und in Paris an der École pratique des hautes études. Dort schloss er 1959 ab mit der von Gabriel Le Bras (1891–1970) betreuten Arbeit Un Fragment de sacramentaire de Sens au Xe siècle. La liturgie baptismale de la province ecclésiastique de Sens dans les manuscrits du IXe au XVIe siècles (erschienen in: Miscellanea liturgica in onore di S.E. il cardinale Giacomo Lercaro. Bd. 2. Rom. Paris. Tournai 1967, S. 649–794). Dann lehrte und forschte er in Rom am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo, dessen Liturgisches Institut er zusammen mit Salvatore Marsili (1910–1983) und Cipriano Vaggagini (1909–1999) aufbaute.
Nocent war ab 1964 Berater des Zweiten Vatikanischen Konzils und ab 1969 Berater der Kongregation für den Gottesdienst. Ab 1984 war er der erste Herausgeber der Zeitschrift Ecclesia orans (Nachfolger: Anscar Chupungco, 1939–2013). Nocent hielt über Jahrzehnte zahlreiche Vorträge in Italien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Kamerun, Senegal und Togo. Er war einer der wichtigsten wissenschaftlichen Begleiter der Liturgiereform des Konzils.
Nocent, der selbst Violine spielte, war Vizepräsident der Arthur-Grumiaux-Stiftung.
| Personendaten | |
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| NAME | Nocent, Adrien |
| KURZBESCHREIBUNG | belgischer Benediktinermönch, Theologe und Liturgiker |
| GEBURTSDATUM | 2. Februar 1913 |
| GEBURTSORT | Charleroi |
| STERBEDATUM | 9. Dezember 1996 |
| STERBEORT | Rom |