| Aegror | |
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Aegror beim Mett(4)All Festival 2026 | |
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Kerken, Deutschland |
| Genre(s) | Post-Black-Metal |
| Aktive Jahre | seit 2009 |
| Website | www.aegror.com |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang | Narthaas a.k.a. "The Plaguebreeder" |
Lead Gitarre, Gesang | Abyssus |
Schlagzeug | Soul I |
Gitarre | Soul II |
Bass | Soul III |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre | Sethonas |
Bass | Kjartanas |
Bass | Skarrg |
Schlagzeug | Mithyr |
Gitarre | Acorus |
Aegror (lateinisch für Krankheit) ist eine deutsche Post-Black-Metal Band vom Niederrhein. Die 2009 gegründete Band verbindet atmosphärische und progressive Elemente mit Black Metal und Death-Metal. Inhaltlich beschäftigt sich Aegror mit Krankheit, psychischen Extremen, Horror und gesellschaftlichen Krisen. Ein wiederkehrendes narratives Element ist die fiktive Figur des „Plaguebreeder“, eines interdimensionalen Wesens, das mithilfe von Krankheiten versucht, in die menschliche Welt einzudringen. Die Band versteht ihre Musik zunehmend als multimediales Konzept aus Musik, Storytelling und visueller Bühneninszenierung.
Aegror wurde 2009 von „Narthaas“, „Mithyr“ und „Kjartanas“ gegründet, nachdem sich ihre vorherige Black-Metal-Band Nebelsturm im Jahr 2008 auflöste. Das Debütalbum De Morbis wurde 2010 aufgenommen und im Eigenvertrieb veröffentlicht. Es wurden in der folgenden Zeit größere Shows, unter anderem mit den Bands Vomitory und Prostitute Disfigurement, gespielt.
Nach mehreren Besetzungswechseln und der EP Forgotten Tales im Jahr 2013, arbeitete Aegror fortan an ihrem zweiten Studioalbum. Zwei Musikstücke der EP Forgotten Tales erschienen im Jahr 2013 auf der Compilation-CD Perseverance 2013 des US-amerikanischen Metal-Labels Malevolence Records.
Am 6. April 2017 gab die Band bekannt, dass ein Plattenvertrag bei STF Records unterzeichnet wurde und das zweite Studioalbum Dead Man’s Diary am 2. Juni 2017 erscheinen werde.
Nach mehreren Besetzungswechseln und einer längeren schöpferischen Pause stand die Band nach Dead Man’s Diary zeitweise vor der Auflösung. Gründungsmitglied Narthaas und Gitarrist Abyssus entschieden sich schließlich, Aegror zunächst als Duo beziehungsweise Projekt weiterzuführen.
Das dritte Studioalbum Reign of Disease wurde am 16. Mai 2025 zunächst vollständig in Eigenregie veröffentlicht. Abyssus übernahm dabei neben dem Songwriting auch die Aufnahmen, Produktion sowie Mix und Master. Nach eigener Aussage war das Album ursprünglich als Abschluss der Bandgeschichte geplant. Der unerwartete Erfolg des Albums führte jedoch zu einer Fortführung des Projekts.
Am 16. Juli 2025 gab Black Lion Records in den Sozialen Netzwerken bekannt, dass ein Plattenvertrag mit der Band unterzeichnet wurde und das dritte Studioalbum Reign of Disease im Herbst 2025 durch das Label erneut veröffentlicht werde.
Bis Februar 2026 verzeichnete die Band nach eigenen Angaben 21 Streaming-Chartplatzierungen in acht Ländern.
2026 begann Aegror wieder live aufzutreten. Für die Bühnenbesetzung wurden neben Narthaas und Abyssus weitere Musiker hinzugezogen. Die Band kündigte eine aufwendige Bühnenshow an, in der das Konzept des „Plaguebreeder“ auch visuell umgesetzt werden soll

Ein zentrales Element der Band ist das Konzept des „Plaguebreeder“. Nach Angaben der Band ist dieses Konzept Bestandteil sämtlicher bisheriger Veröffentlichungen; die Alben sind als zusammenhängende Geschichten konzipiert.
Seit der Rückkehr auf die Bühne wird das Konzept zunehmend auch visuell umgesetzt. Aegror beschreibt sich inzwischen als künstlerisches Gesamtkonzept aus Musik, Storytelling und visueller Identität.Der „Plaguebreeder“ soll dabei nicht nur in den Liedtexten und Grafiken, sondern auch bei Liveauftritten als Bühnenfigur präsent sein. Für die Live-Rückkehr 2026 kündigte die Band eine ausgearbeitete Show an.
Die visuelle Gestaltung der aktuellen Aegror-Ära greift Motive wie Krankheit, Verfall, Dunkelheit und den „Plaguebreeder“ auf. Diese Motive finden sich unter anderem in Veröffentlichungsdesigns und Merchandise wieder. Teile der Gestaltung, darunter das Motiv des „Plaguebreeder“, wurden von Abyssus entworfen.
Die Band arbeitet mit melodiös ausgearbeiteten Arrangements und stimmungsvollen Wechseln. Als Grundlage dafür dienen verschiedene Aspekte des Black Metal und des Death Metal. Ihre Musik ist von epischen Melodien, Blast-Beats und brutalen Riffs geprägt. Während die frühen Veröffentlichungen stärker vom melodischen Black Metal der 1990er Jahre und technischen Death-Metal-Einflüssen geprägt waren, entwickelte sich der Stil insbesondere auf Reign of Disease stärker in Richtung Atmosphäre, Epik und melodischer Elemente. Abyssus bezeichnete diese Entwicklung als bewusste Abkehr von technischen Death-Metal-Elementen und als Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln der Band.
Die Stimme von „Narthaas“ bewegt sich meist auch im für Black-Metal typischen Bereich, ist jedoch facettenreich und wird teilweise mit Death-Metal-typischen Growls vermengt. Den stellenweise cleanen Gesang sowie den Begleitgesang übernimmt der Gitarrist „Abyssus“.
In ihren Texten beschäftigt sich die Band mit verschiedenen Krankheitsformen und psychischen Phänomenen, die zu einer stimmigen Geschichte voller Horror und Wahnsinn rund um die bandeigene fiktive Figur „Plaguebreeder“ gebündelt sind. Ein Wesen aus einer anderen Dimension, das sich in die menschliche Welt drängen will. Auf metaphorischer Ebene spiegeln die Texte teilweise Krisen, Pandemien und Ereignisse aus unserer realen Welt wider.

De Morbis
Powermetal.de wertete das Debütalbum De Morbis mit 8,5 von 10 erreichbaren Punkten.
„Aegror sind grundsätzlich keine Band, die auf durchweg harmonische Klänge setzt; die Dissonanzen sind ein elementarer Teil des Bandsounds, allerdings werden sie immer wieder durch kurze hymnische Momente ausgehebelt und auf ein Niveau gehievt, welches vor anderthalb Dekaden zweifelsohne zur Speerspitze hätte gezählt werden müssen. Insofern darf man dem neuen Album "De Morbis" auch eine gewisse Zeitlosigkeit attestieren, denn auch wenn viele Elemente dem späteren 90er-Black Metals zugeschrieben werden müssen – so zum Beispiel der Hang zu todesmetallischen Riff-Attacken – so fahren die vier Musiker einen recht eigenständigen Sound, der vor allem durch die vielen starken Breaks innerhalb der acht Tracks geprägt wird.“
Metal.de zeigte sich positiv überrascht vom Erstlingswerk.
„Ohne jegliches Demo oder vorige Bekanntheit lassen Aegror dieser Tage ihr schlicht mit “De Morbis” betiteltes Erstwerk auf die Hörerschaft los, und geben sich dabei durchweg professionell und reif, was nach dem gerade mal einjährigen Bestehen durchaus zu überraschen vermag. Produktion, Präsentation und Liedgut sind perfekt austariert, und zeugen so von einiger Arbeit, die niemals auf ein derartig junges Alter schließen ließe.“
Das dänische Webzine Powerofmetal.dk vergab 80 von 100 möglichen Punkten.
„Overall, the technical level is very high and there is indeed lots of diversity and atmosphere without losing sight of the red thread. Aegror fits nicely into the contemporary black metal+ scene and, honestly, it is a bit of a mystery to me that there is no label backing for this release since it easily stands up against much of the competition out there.“
Forgotten Tales
Das britische Webzine brutalism.com vergab die Höchstpunktzahl für Forgotten Tales.
„Hardly surprising really as the Germans always seem to know where to hit for maximum musical annihilation and this EP has done that and more – it simply shows an artistic and creative talent that is raw and unadulterated – so listen out for Aegror I think they will go the distance and become one of the top bands!“
Das US-amerikanische Webzine Metalcurse.com bewertet die EP mit 8,25 von 10 möglichen Punkten.
„Nevertheless, the band possess a penchant for catchy, high-quality songwriting that cannot be denied, and an all-pro production definitely doesn’t hurt matters, either.“
Dead Man’s Diary
Heavystageforce.rocks lobt das zweite Album Dead Man’s Diary.
„Schon lange habe ich kein so abwechslungsreiches Black-Metal-Album gehört und ich behaupte, dass es auf der Platte für jeden Fan des Genres minimal einen Track gibt, den er mag. Aegror hat sich mir als eine starke und facettenreiche Band gezeigt, bei der man nur hoffen kann, dass sie ihrem Stil treu bleiben. Von dieser Band können sogar „große“ Bands noch etwas lernen.“
Bleeding4Metal.de vergibt 8 von 10 Punkten.
„So kreativ und vielseitig wie die Nordrhein-Westfalen auf ihrem zweiten Langspieler mit Schwarz- und Todesstahl umgehen, darf man weitere heiße Eisen der Herren erwarten“
Das niederländische Webzine Lordsofmetal.nl bewertet das Konzept mit 82 von 100 Punkten.
„Compared to the debut album seven years ago the band has really made progression, the music sounds more varied, well balanced and a lot more professional. There is plenty of variation on the album to sit through and enjoy the whole 47 minutes of this record, and the fun thing about it is that there every songs tells a part of the whole story, so the whole album is a coherent piece of art.“
Reign of Disease
Das deutsche Webradio metal-fm.com bewertet das Album mit 9 von 10 Punkten.
„Aegror katapultieren „Reign of Disease“ in die Dunkelcharts. Mit „Reign of Disease“ beweisen Aegror, dass sich technischer Anspruch, emotionale Wucht und erzählerischer Tiefgang keineswegs ausschließen. Die Platte besticht durch ein kristallklares, aber ungeschöntes Klangbild, anspruchsvolle Arrangements und eine konzeptuelle Geschlossenheit, wie man sie in der extremen Metal-Landschaft nur selten findet. Nach über 50 Minuten bleibt nicht nur das bedrückende Gefühl eines dystopischen Endzeit-Epos zurück, sondern auch die Erkenntnis, dass echte künstlerische Vision selbst widrigste Umstände überdauert. Aegror haben sich mit diesem Werk ein Denkmal gesetzt, das in seiner düsteren Pracht noch lange nachhallen wird.“
Broken 8 Records Australien berichtet über das Album.
„The enigmatic two-piece Aegror have recently made their mark on the underground metal scene with new album, ‘Reign of Disease’. Released on the 16th of May this year, an emerging after an eight-year hiatus, this self-produced and independently published release delivers a straight shot of modern metal, captivating listeners with its unique blend of post-black metal. Abyssus's deft hand in recording, mixing, and mastering the album has ensured a polished, yet raw, sonic experience that elevates it beyond typical black metal production standards. The album dives headfirst into a grim narrative centred around Plaguebreeder, a malevolent being from another dimension intent on breaching into the human world. Yet, on a deeper level, the lyrics cleverly weave in metaphorical reflections on real-world crises, pandemics, and societal events, adding a layer of thought-provoking commentary to their intense sound.“
Blattturbo.com bewertet das Album mit 4,5 von 5 Punkten.
„„Reign of Disease“ ist keine zerebrale Kopfgeburt, sondern eine brachiale Sound-Infektion. Glasklar aufgenommen, aber roh genug, um Splitter im Gehörgang zu hinterlassen, verbindet das Album gnadenlosen Black Metal mit Death-Metal-Schlacke, progressiv vertrackten Takten und einer kohärenten Horror-Story. Wer Blastbeats liebt, die wie MG-Salven rattern, Riffs sucht, die nach verbranntem Stahl riechen, und ein Konzeptalbum möchte, das auch ohne Kunsthochschul-Kurzvortrag funktioniert, liegt hier goldrichtig. Aegror liefern keine Heilung, sondern die pure Pest – und genau das macht die Platte so verdammt lebendig.“
Ammo-underground.at bewertet das Album mit 9 von 10 Punkten.
„„Reign of Disease“ ist ein düsteres und emotionales Album, das seine Stärke vor allem aus dem Wechselspiel zwischen Verzweiflung und Hoffnung bezieht. AEGROR liefern kein eindimensionales Black-Metal-Gewitter, sondern ein vielschichtiges Werk, dessen Melodien oftmals ebenso traurig wie wunderschön sind. Die Dunkelheit dominiert, doch gerade die kleinen Lichtblicke verleihen ihr zusätzliche Wirkung. Ein intensives Album, das nach dem letzten Ton noch eine ganze Weile nachhallt“
Alben
EPs
Singles
Bei Road to Nowhere handelt es sich um eine Interpretation eines von Ozzy Osbourne, Zakk Wylde und Randy Castillo geschriebenen Stücks. Die Aegror-Aufnahme wurde zunächst für eine internationale Ozzy-Osbourne-Tribute-Compilation aufgenommen und am 14. August 2026 als eigenständige digitale Single veröffentlicht.Das Mastering übernahm Nikita Kamprad von Der Weg Einer Freiheit.