The Afghan Whigs

The Afghan Whigs
The Afghan Whigs beim Haldern Pop Festival (2017)

The Afghan Whigs beim Haldern Pop Festival (2017)

Allgemeine Informationen
Herkunft Cincinnati, Ohio, Vereinigte Staaten
Genre(s) Rock, Alternative Rock, Progressive Rock
Aktive Jahre 1986–2001, 2006, seit 2011
Auflösung
Website theafghanwhigs.com
Aktuelle Besetzung
Greg Dulli
Gitarre
Christopher Thorn (seit 2021)
John Curley
Keyboard, Gitarre, Begleitgesang
Rick G. Nelson (seit 2011)
Patrick Keeler (seit 2014)

The Afghan Whigs ist eine von Soulmusik beeinflusste US-amerikanische Rockband aus Cincinnati, Ohio.

Bandgeschichte

Greg Dulli (Gesang, Rhythmusgitarre), Rick McCollum (Gitarre), John Curley (Bass), und Steve Earle (Schlagzeug) gründeten die Band in Cincinnati Ende 1986.

The Afghan Whigs gingen aus Greg Dullis Band The Black Republicans hervor, zu der John Curley hinzustieß. Nach der Auflösung der Black Republicans spielte Curley mit Rick McCollum. Dulli zog nach Arizona, wo er die Hälfte der Songs für das erste Album Big Top Halloween schrieb, das 1988 auf dem eigenen Label Ultrasuede erschien.

1989 unterzeichneten The Afghan Whigs einen Vertrag beim Label Sub Pop in Seattle. Damit waren sie die erste US-Band bei Sub Pop, die nicht aus dem Nordwesten der USA stammte. Später wechselte die Band zum Major-Label Elektra Records, das 1993 ihr Album Gentlemen veröffentlichte. Die Singles Debonair und Gentlemen wurden bei MTV und im College Radio gespielt. Der Titel Fountain and Fairfax lief auch in der TV-Serie My So-Called Life im Jahr 1994.

1996 produzierte der Sänger Greg Dulli den Soundtrack für den Film Beautiful Girls von Ted Demme, in dem The Afghan Whigs als Band in einer Bar auftreten. Auf dem Soundtrack erschienen außerdem zwei Coverversionen der Afghan Whigs: Frederick Knights Be for Real und Barry Whites Can’t Get Enough of Your Love, Babe. 1999 traten The Afghan Whigs im Vorprogramm der Nine-Lives-Tournee von Aerosmith auf.

The Afghan Whigs verkündeten 2001 ihre Trennung und gaben als Grund die weit voneinander entfernten Wohnorte der Bandmitglieder an. Seither sind die ehemaligen Mitglieder in separaten Musikprojekten aktiv, wobei insbesondere Greg Dulli mit häufig wechselnden Kollaborateuren unter dem Namen The Twilight Singers und mit Mark Lanegan als The Gutter Twins weiterhin weltweit beachtete Alben veröffentlichte und tourte.

2006 vereinten sich The Afghan Whigs für kurze Zeit nochmals. 2012 gingen The Afghan Whigs wieder auf Tour und veröffentlichten mit See And Don't See (Marie Queenie Lyons) und Lovecrimes (Frank Ocean) zwei weitere Coverversionen, die abermals ihre Wurzeln in Soul und Black Music unterstrichen. Nach der erfolgreichen Live-Reunion und einem viel beachteten Auftritt mit Usher beim SXSW Festival 2013 wurde die Arbeit zum ersten Studioalbum der Band seit 1998 aufgenommen. Do To The Beast erschien am 14. April 2014 in Europa und einen Tag darauf in den USA.

Stil

Die Songtexte kreisten häufiger um Themen wie psychische Labilität, Drogen, sexuelle Begierde und latente Gewalt. Die Arrangements der Stücke orientierten sich dabei an Grunge, der expressive Gesangsstil Dullis hingegen bediente sich bei Ausdrucksformen des Souls. Die Dramaturgie der Stücke fußt häufig auf einer starken Dynamik, dicht arrangierte und ungestüme Refrains wechseln sich mit ruhiger vorgetragenen Strophen ab. Ein Kennzeichen der späteren Afghan-Whigs-Stücke ist zudem der Einsatz von Cello und anderen Streichern.

Besetzung

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 DE  CH  UK  US
1988 Big Top Halloween
Ultrasuede
— — — —
Erstveröffentlichung: 6. Januar 1988
1990 Up in It
Sub Pop
— — — —
Erstveröffentlichung: April 1990
1992 Congregation
Sub Pop
— — — —
Erstveröffentlichung: 31. Januar 1992
1993 Gentlemen
Elektra / Sub Pop
— — UK58
(1 Wo.)UK
—
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1993
1996 Black Love
Elektra / Sub Pop
— — UK41
(2 Wo.)UK
US79
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. März 1996
1998 1965
Columbia
— — UK90
(1 Wo.)UK
US176
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1998
2014 Do to the Beast
Sub Pop
DE95
(1 Wo.)DE
— UK40
(1 Wo.)UK
US32
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. April 2014
2017 In Spades
Sub Pop
DE60
(1 Wo.)DE
CH98
(1 Wo.)CH
UK55
(1 Wo.)UK
US108
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Mai 2017
2022 How Do You Burn?
Sub Pop
DE22
(1 Wo.)DE
CH49
(1 Wo.)CH
— —
Erstveröffentlichung: 9. September 2022
2026 Soft Control
Royal Cream
DE57
(1 Wo.)DE
CH78
(1 Wo.)CH
— —
Erstveröffentlichung: 21. August 2026

Livealben

  • 2018: Live in Hollywood (Selbstverlag)
  • 2018: Live at Ancienne Belgique, Brussels (Selbstverlag)
  • 2018: Live at Paradiso, Amsterdam (Selbstverlag)

Kompilationen

  • 1998: Historectomy (Columbia)
  • 2007: Unbreakable: A Retrospective 1990–2006 (Rhino)

EPs

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 UK
1994 What Jail Is Like
Elektra
UK99
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 2. August 1994
1996 Honky’s Ladder
Mute
UK93
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 20. Februar 1996

Weitere EPs

  • 1992: Uptown Avondale (Sub Pop)
  • 1994: The B-Sides/The Conversation (Elektra)
  • 1996: Bonnie & Clyde (Elektra)
  • 1998: Live at Howlin' Wolf (Columbia)

Singles (Auswahl)

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 UK
1994 Debonair
Gentlemen
UK80
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Februar 1994
Commons: The Afghan Whigs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. 1 2 Martin Charles Strong: The Great Rock Discography. 5. Auflage. Mojo Books, Edinburgh 2000, ISBN 1-84195-017-3, S. 10–11.
  2. ↑ Bob Gendron: Gentlemen. Continuum, New York 2008, ISBN 978-0-8264-2910-0, S. 11–15.
  3. ↑ Afghan Whigs Bio Sub Pop.
  4. ↑ Der Steher – Greg Dulli und seine Band Afghan Whigs. Radio-Reportage über Rockgitarrist Greg Dulli und seine Band The Afghan Whigs in der Sendung "Rock et cetera" im Deutschlandfunk (DLF), 13. November 2022, 54 Min. Autor: Marcel Anders. Eine Produktion von Deutschlandfunk, Köln
  5. ↑ Afghan Whigs Reunite (Memento vom 11. Februar 2007 im Internet Archive) Pitchfork.
  6. ↑ afghanwhigs.com (Memento des Originals vom 16. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ The Afghan Whigs Return to Sub Pop for First Album in 16 Years Pitchfork.
  8. 1 2 3 Chartquellen: DE CH UK US