Afrolixa macula

Afrolixa macula
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Exoristinae
Tribus: Blondeliini
Gattung: Afrolixa
Art: Afrolixa macula
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Afrolixa
Curran, 1939
Wissenschaftlicher Name der Art
Afrolixa macula
Curran, 1939

Afrolixa macula ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1939 von dem kanadischen Entomologen Charles Howard Curran erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Afrolixa zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton macula bedeutet „Fleck“. Der Gattungsname mit dem Präfix afro für Afrika, Fundort der Typusexemplare, bezieht sich auf das verwandte Taxon Lixophaga.

Taxonomie

Die monotypische Gattung Afrolixa wird der Tribus Blondeliini innerhalb der Unterfamilie Exoristinae zugeordnet.

Merkmale

Curran (1939) beschrieb die neue Gattung in etwa wie folgt. Für die Männchen gilt: Die Frons (Stirnpartie) ist zwei Drittel so breit wie ein Auge. Sieben oder acht Paare von Frontalborsten sind vorhanden, von denen die unteren zwei oder drei unterhalb der Fühlerbasis liegen, während die oberen zwei nach hinten gerichtet (reklinat) sind. Die Ocellarborsten sind lang. Die Vertikalborsten sind parallel angeordnet. Äußere Vertikalborsten fehlen. Die Genae (Wangen) messen etwa ein Viertel der Augenhöhe, mit spärlicher, grober Behaarung. Die Parafazialien verengen sich nach unten stark und weisen unterhalb der Frontalborsten einige Härchen auf. Die Fazialgrube ist eher flach, ziemlich breit und verengt sich nach unten nicht. Der Mundrand ist nicht vorgezogen. Die Vibrissen befinden sich auf Höhe des Mundrandes. Die Fazialleisten tragen im untersten Viertel vier oder fünf Borsten. Die Taster sind keulenförmig, mit groben, kurzen schwarzen Härchen. Die Fühler reichen fast bis zu den Vibrissen. Das dritte Fühlerglied ist breit, mit nahezu parallelen Seiten, am Ende oben leicht winklig und unten abgerundet, fünfmal so lang wie das zweite Fühlerglied. Die Arista (Fühlerborste) ist im basalen Drittel verdickt, die basalen Glieder sind kurz. Das Gesicht ist stark zurückweichend und im unteren Bereich nur etwas mehr als halb so lang wie auf Höhe der Fühler. Die Augen sind kahl. Acrostical- und Dorsozentralborsten haben die Anordnung 2–3. Die hintere sublaterale und vordere intraalare Borsten sind kräftig. Drei kräftige marginale Scutellarborsten, ein schwaches, paralleles apikales Paar sowie drei Sternopleuralborsten sind vorhanden. Die Borsten unter den Calyptrae (Schüppchen) fehlen. Die Propleura sind kahl. Das Prosternum ist vorn mit einem Paar Borsten besetzt. Die dritte Längsader weist basal zwei oder drei kleine Borsten auf. Die Apikalzelle ist am Flügelrand nahe der Flügelspitze geschlossen. Die hintere Querader liegt näher am Knick der vierten Längsader als an der vorderen Querader. Ein Costaldorn fehlt. Die Calyptrae sind groß. Die Beine sind normal. Die Vordertibien sind mit zwei hinteren Borsten besetzt. Die Mitteltibien sind mit einer anterodorsalen Borste versehen. Die Hintertibien sind nicht bewimpert. Die Pulvilli sind klein. Der Hinterleib ist mäßig abgeflacht, eineinhalbmal so lang wie breit, zum Ende hin allmählich schmaler werdend. Das erste und zweite Segment sind jeweils mit einem Paar Marginalborsten versehen, das dritte und vierte jeweils mit einer Reihe. Das zweite bis vierte Segment sind jeweils mit einem Paar Diskalborsten besetzt. Die Genitalien sind klein.

Für die Weibchen gilt: Die Stirnbreite misst vier Fünftel der Augenbreite. Sieben oder acht Paare von Frontalborsten und zwei Paare von Orbitalborsten sind vorhanden. Die Fühler sind etwas schmaler. Der Hinterleib ist nur wenig länger als breit, das vierte Segment mit mehreren schwachen Diskalborsten zusätzlich zu dem kräftigen Paar besetzt.

Die Art Afrolixa macula wurde von Curran (1939) wie folgt beschrieben. Es handelt sich um schwarze 4,5–6 mm lange Fliegen mit weißlichem Bestäubungsbelag. Für beide Geschlechter gilt: Der Kopf ist silbrig-weiß bestäubt. Die Behaarung ist schwarz, außer in der Mitte des Hinterkopfes (Occiput). Taster und Fühler sind braun, die basalen Fühlerglieder zuweilen bräunlich-rot. Der Thorax ist aschgrau-weiß bestäubt. Von hinten betrachtet erscheint das Mesonotum schwarz, mit breiten Seiten vor den Flügeln. Ein quadratischer Fleck befindet sich in der Mitte vor der Quernaht, ein schmaler Streifen entlang der Quernaht sowie ein breites Band vor dem Scutellum (Schildchen) sind weißlich gefärbt. Aus anderen Blickwinkeln zeigt sich, dass die dunkel erscheinenden Bereiche mit einem hellbräunlichen Bestäubungsbelag bedeckt sind. Die Behaarung ist schwarz. Die Beine sind schwarz. Die Flügel sind aschgrau und durchscheinend (hyalin), die Flügeladern an der Basis gelblich. Die Calyptrae sind blass gelblich. Die Halteren (Schwingkölbchen) sind blass orange. Der Hinterleib ist schwarz. Das zweite bis vierte Segment sind jeweils im basalen Drittel bis zur Hälfte weiß bestäubt. Diese hellen Binden sind in der Mitte mehr oder weniger deutlich unterbrochen. Die Hinterränder des zweiten und dritten Segments sind dünn braun bestäubt. Die Behaarung ist durchgehend schwarz.

Verbreitung

Afrolixa macula kommt in Mosambik vor.

Lebensweise

Afrolixa macula ist ein Endoparasitoid. Nach Curran (1939) wurden die Typusexemplare aus Blattkäferlarven (Chrysomelidae) gezüchtet.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 26. Oktober 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 5 6 C. H. Curran: African Tachinidae – II. (PDF; 683 KB) In: American Museum Novitates 1022. 1939, S. 1–5, abgerufen am 26. Oktober 2026 (englisch, auf Seiten 4f.).