Agatha Kill (* 19. April 1948 in Bonn) ist eine deutsche Bildhauerin, Medailleurin und Schmuckgestalterin.


Agatha Kill wurde in Bonn geboren. Sie studierte von 1970 bis 1977 Bildhauerei sowie Edelmetall- und Schmuckgestaltung an den Kölner Werkschulen/Fachhochschule für Kunst und Design bei den Professoren Hans Karl Burgeff und Marianne von Jármy. Ab 1977 war sie als freischaffende Künstlerin in Köln tätig. Von 1979 bis 1980 war sie zu einem einjährigen Studienaufenthalt in Berlin.
Zwischen 1980 und 1985 hielt sich Kill mehrfach als archäologische Zeichnerin in der Türkei, Nordafrika und Südspanien auf, was ihrer künstlerischen Arbeit sichtbare Impulse gab. 2006 erfolgte der Umzug von Köln in die Südpfalz.
Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und im Badischen Kunstverein.
Medaillen von Agatha Kill werden seit 1992 für den deutschen Beitrag in den Weltmedaillenausstellungen (FIDEM) ausgewählt: 1992 in London, 1994 in Budapest, 1996 in Neuchâtel, 1998 in Den Haag, 2000 in Weimar, 2002 in Paris, 2004 in Seixal, 2007 in Colorado Springs, 2012 in Glasgow, 2016 in Gent/Namur, 2018 in Ottawa, 2021 in Tokio und 2025 in München. (Zu den Ausstellungen erschien jeweils ein Katalog.)
Mehrmals wurde Kill zu den Wettbewerben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zur Gestaltung von Euro-Gedenkmünzen eingeladen, wobei sie einige erfolgreich beendete (siehe Preise).
Unter den Aufträgen von Privatpersonen finden sich folgende Arbeiten: Seit 2001 Porträts der Kölner Familie Dr. Karl-Dieter Kortmann (Porträtmedaille) und 2004 Gabriele Kortmann (Eisenbüste) bis einschließlich der dritten Generation; 2005 Dr. Jürgen Baur (Porträtmedaille); 2008 Dr. Walter Witzenmann (Prägemedaille).

2005 gestaltete Agatha Kill eine Porträtmedaille (Glas) zu Konrad Adenauer mit Blick auf Köln, 2005/2006 eine Prägemedaille (Niob blau) zu Max Ernst, im Jahr 2011 die Prägemedaille zum Konrad-Adenauer-Wettbewerb der Rheinischen Musikschule Köln.
Seit 2015 ehrt der Landtag Rheinland-Pfalz mit der Georg-Forster-Medaille verdiente Parlamentarier; Agatha Kill gestaltete diese Ehrenmedaille.
2025/2026 folgte ein Tafelbild zu Peter Zumthor als plastische Porträtarbeit.
Im März 2017 gehörte Agatha Kill zu den Nominierten zum Otto-Ditscher-Preis für Buchillustration, eine weitere Facette ihres Schaffens.


Zu den Schmuckarbeiten von Agatha Kill zählen Bildhauerschmuck und Unikate aus Eisen, Silber, Bein und Horn sowie Tauschier- und Einlegearbeiten, Güsse und Gravuren.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kill, Agatha |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bildhauerin und Medailleurin |
| GEBURTSDATUM | 19. April 1948 |
| GEBURTSORT | Bonn |