
Agritius (auch: Agricius, * um 260; † nach 329, nach anderen Quellen um 330 bis 332 in Trier) gilt als erster sicher nachweisbarer frühchristlicher Bischof von Trier, da er im Jahre 314 an der Synode von Arles teilnahm.
In der römisch-katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen wird er als Heiliger verehrt.
Der Überlieferung nach soll er von Helena, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin, zum Bischof ernannt worden sein. Er soll auch die Reliquien des Apostels Matthias, die ihm von der Kaiserin Helena anvertraut worden waren, und den so genannten Heiligen Rock, das ungenähte Gewand Christi (Joh 19,23f. EU), nach Trier gebracht haben.
Agritius ist in Trier gestorben und wurde dort in der Kirche St. Maximin bestattet. Ausgrabungen haben bestätigt, dass der erste Dom zu Trier auf seine Zeit zurückgeht.
Agritius ist Schutzpatron des Bistums Trier, außerdem Patron der Schreiner, Bauhandwerker, Zuckerbäcker, Schmiede, Schneider und Metzger.
Sein Festtag ist im Martyrologium Romanum der 13. Januar, im Bistum Trier ist es der 19. Januar.
Die Kirchen St. Agritius in Udelfangen und St. Agritius in Trier unterstehen seinem Patrozinium.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Maternus | Bischof von Trier 314–329 | Maximinus |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Agritius |
| ALTERNATIVNAMEN | Agricius; Agrecius |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Trier |
| GEBURTSDATUM | vor 314 |
| STERBEDATUM | nach 329 |