Agroscope

Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung in der Schweiz und ist dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) angegliedert. Agroscope leistet einen bedeutenden Beitrag für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft sowie eine intakte Umwelt und trägt damit zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Die Forschung erfolgt entlang der Wertschöpfungskette der Land- und Ernährungswirtschaft. Ziele sind eine wettbewerbsfähige und multifunktionale Landwirtschaft, hochwertige Lebensmittel für eine gesunde Ernährung sowie eine intakte Umwelt. Dabei richtet sich die Forschungsanstalt auf die Bedürfnisse ihrer Leistungsempfänger aus.

Ziele

Das Forschungsgebiet bewegt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Land- und Ernährungswirtschaft. Ziele sind eine wettbewerbsfähige und multifunktionale Landwirtschaft, hochwertige Lebensmittel für eine gesunde Ernährung sowie eine intakte Umwelt. Dabei richtet sich die Forschungsanstalt nach eigenen Angaben auf die Bedürfnisse ihrer Leistungsempfänger aus.

Organisation

Am 1. Januar 2014 fusionierten alle eidgenössischen landwirtschaftlichen Forschungsanstalten der Schweiz (Forschungsanstalten Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP), Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) und Agroscope Changins-Wädenswil (ACW)) zu Agroscope. Agroscope wurde so zum Kompetenzzentrum des Bundes für die Forschung in der Land- und Ernährungswirtschaft. Zunächst entstanden vier Institute unter einer Leitung. Ein Agroscope-Rat wurde geschaffen, der für die strategische Ausrichtung zuständig ist.

Bis Ende 2016 gab es vier Institute:

Die Reform wurde 2016 weitergeführt, die Struktur von Agroscope vereinfacht. Seit 1. Januar 2017 besteht Agroscope aus drei Kompetenzbereichen für Forschungstechnologie und Wissensaustausch, sieben strategischen Forschungsbereichen sowie der Einheit Ressourcen. Standorte sind Avenches (Schweizer Nationalgestüt SNG), Breitenhof (Steinobstzentrum), Cadenazzo, Changins, Conthey, Güttingen (Versuchsbetrieb für Obstbau), Liebefeld, Posieux, Pully, Reckenholz, Tänikon und Wädenswil. Die Umsetzung der neuen Standortstrategie ist gestartet: Künftig wird Agroscope aus einem zentralen Forschungscampus in Posieux (FR), aus je einem Forschungszentrum in Changins (VD) und Reckenholz (ZH) sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen.

Die Kompetenzbereiche sind:

Strategische Forschungsbereiche sind:

Das Arbeitsprogramm 2022–2025 umfasst über 100 Projekte und setzt sechs Schwerpunkte. Zu jedem Schwerpunkt gibt es strategische Forschungsfelder (SFF):

Ein Forscher von Agroscope sammelt Daten im Feld.
Blühende Korn- und Mohnblumen am Feldrand, Symbol für Biodiversit
Schweizer Nationalgestüt SNG

Für das Schweizer Nationalgestüt in Avenches wurden zwei Schwerpunkte gesetzt:

Agroscope-Rat

Agroscope ist dem Bundesamt für Landwirtschaft angegliedert. Der Agroscope-Rat nimmt die Verantwortung für die strategische Ausrichtung wahr. Folgende Personen sind im Agroscope-Rat vertreten (Stand: April 2025)

  • Christian Hofer (Präsident), Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW)
  • Eva Reinhard, Leiterin Agroscope
  • Daniel Etter, Winzer und Selbsteinkelterer mit eigenem Betrieb, Geschäftsführer Vitival, Sekretär der Union der Walliser Selbsteinkelterer, Mitglied und Sekretär der Vereinigung der Walliser Traubenproduzenten, Mitglied des Schweizerischen Weinbauernverbands
  • Fritz Glauser, Landwirt, seit 2006 im Freiburger Grossen Rat; Präsident des Schweizerischen Getreideproduzentenverbandes (SGPV) und von swiss granum; Verwaltungsratsmitglied der Aktiengesellschaften Agrosolution und Agrimmo; Vorstandsmitglied der Genossenschaft Landi Chénens
  • Tanja Müller-Studhalter, Bäuerin; Verwaltungsrätin Anicom AG; Präsidentin Regionalausschuss Anicom Zentralschweiz; Verwaltungsrätin Landi Luzern West
  • Martin Reist, Leiter Abteilung Tierschutz und Mitglied der Geschäftsleitung am Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV

Sonstiges

Mit dem DOK-Versuch startete das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) zusammen mit Agroscope im Jahr 1978 einen heute noch existierenden Langzeitversuch, welcher die Anbausysteme biologisch-dynamisch, organisch-biologisch und konventionell erstmals mit wissenschaftlichen Methoden vergleicht. 2015 wurde das Nationale Bioforschungsforum (NBFF) von Bio Suisse, dem FiBL und Agroscope gegründet.

Personalbestand ab 2007

VollzeitstellenJahr020040060080010002007201020132016201920222025VollzeitstellenEntwicklung Vollzeitstellen Agroscope
Quelle:Datenportal Bundeshaushalt. In: Eidgenössische Finanzverwaltung EFV. Abgerufen am 15. März 2026.

Literatur

Commons: Agroscope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Agroscope: Agroscope. Abgerufen am 17. August 2022.
  2. ↑ Popp, Hans: Entstehung und Entwicklung der landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, Bern
  3. ↑ Neue Organisation und Leistungsauftrag von Agroscope gutgeheissen. Agroscope, 3. Dezember 2013, abgerufen am 6. Dezember 2020.
  4. ↑ Agroscope. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
  5. ↑ Historisches auf agroscope.admin.ch
  6. ↑ Organisation auf agroscope.admin.ch
  7. ↑ Agroscope: Standortstrategie: Gestärkt in die Zukunft. Abgerufen am 17. August 2022.
  8. ↑ Agroscope: Arbeitsprogramm 2022−2025. Abgerufen am 17. August 2022.
  9. ↑ Agroscope: Das Schweizerische Nationalgestüt (Memento vom 9. August 2011 im Internet Archive)
  10. ↑ Agroscope: Das Schweizerische Nationalgestüt (Memento vom 9. August 2011 im Internet Archive)
  11. ↑ Mitglieder Agroscope-Rat. In: blw.admin.ch. Abgerufen am 14. Mai 2021.
  12. ↑ Die Biolandwirtschaft in der Schweiz, 1990 – 2017. (PDF; 225 kB) Von der Nischenproduktion zur etablierten landwirtschaftlichen Produktion. Bundesamt für Statistik, Januar 2019, abgerufen am 9. Februar 2021.
  13. ↑ Neues Nationales Bioforschungsforum: Bio-Forschung und Praxis rücken zusammen. In: admin.ch. Agroscope, 30. November 2015, abgerufen am 14. Dezember 2020.