Ah Toy wurde in China geboren. Sie kam im Jahr 1848 oder 1849 aus Hongkong nach San Francisco und begann dort als Entertainerin und Prostituierte zu arbeiten, später auch als Zuhälterin und Bordellbetreiberin. Im Jahr 1850 heiratete sie den wohlhabenden Chinesen Henry Conrad. Als 1852 mehrere hundert chinesische Prostituierte in Kalifornien ankamen, eröffnete Ah Toy weitere Bordelle. 1859 zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück. Am 2. Februar 1928 verkündeten Zeitungsanzeigen den Tod von Ah Toy. Sie starb nur wenige Monate vor ihrem 100. Geburtstag.
Literatur
Curt Gentry: The Madams of San Francisco. Comstock Editions, Sausalito, 1971, S. 57–65 (online im Internetarchiv)
Einzelnachweise
↑Curt Gentry: The Madams of San Francisco. Comstock Editions, Sausalito, 1971, S. 65 (online im Internetarchiv)
12Judy Yung: Unbound Feet: A Social History of Chinese Women in San Francisco. Berkeley: University of California Press, 1995. ISBN 0-520-08867-0, S. 33 f.
↑Laura Madeline Wiseman: Ah Toy. In: Melissa Hope Ditmore (Hrsg.): Encyclopedia of Prostitution and Sex Work. Westport: Greenwood Press, 2006. ISBN 0-313-32968-0
↑China Mary, Widely Known Clam Seller, Dies at Age of 99 in San Jose Mercury Herald vom 2. Februar 1928, S. 8
↑San Jose Buries China Mary, 100, Famed Pioneer in San Francisco Examiner vom 2. Februar 1928, S. 8
↑Judy Yung: Ah Toy. In: Biographical Dictionary of Chinese Women. The Qing Period 1644-1911. M. E. Sharpe, 1998, S. f.
Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Ah ist hier somit der Familienname, Toy ist der Vorname.