| Ahfir أحفير ⴰⵃⴼⵉⵔ | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Oriental | |||
| Provinz: | Berkane | |||
| Koordinaten | 34° 57′ N, 2° 6′ W | |||
| Einwohner: | 16.310 (2024) | |||
| Fläche: | 3,3 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 4.942 Einwohner je km² | |||
| Höhe: | 270 m | |||
Ahfir (arabisch أحفير, DMG Aḥfīr; ⴰⵃⴼⵉⵔ Afir) ist eine Stadt (commune urbaine) mit etwa 20.000 Einwohnern in der Provinz Berkane in der Region Oriental im Nordosten Marokkos. Die Stadt ist Teil des Territoriums des Stammes der Beni-Snassen. Ahfir bedeutet in der regionalen Berbersprache „Loch“. Dieser Name bezieht sich auf den Steinbruch, der in diesem Dorf zur Zeit des französischen Protektorats (1912–1956) ausgebeutet wurde.
Ahfir liegt am Oued Kiss unmittelbar an der Grenze zu Algerien in einer Höhe von ca. 270 m. Die Provinzhauptstadt Berkane befindet sich ca. 22 km (Fahrtstrecke) westlich. Bis nach Oujda sind es gut 38 km in südöstlicher Richtung; die Küstenstadt Saidia liegt ca. 27 km nordwestlich am Mittelmeer. Das Klima ist trocken bis gemäßigt; Regen (ca. 345 mm/Jahr) fällt ganz überwiegend im Winterhalbjahr.
| Jahr | 1994 | 2004 | 2014 | 2024 |
| Einwohner | 20.508 | 19.482 | 19.630 | 16.310 |
Das Bevölkerungswachstum früherer Jahre beruht zu einem wesentlichen Teil auf der Zuwanderung von Berberfamilien aus dem Umland. Man spricht den regionalen Berberdialekt und Marokkanisches Arabisch.
Heute ist die Stadt geprägt von Kleinhandel, Handwerk und Dienstleistungsbetrieben aller Art.
Bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts besetzten französische Militäreinheiten vorübergehend die Gegend; erneut geschah dies in den Jahren 1907/08 unter General Hubert Lyautey, der hier einen Ort mit dem Namen Martimprey-du-Kiss gründete. Nach der Unabhängigkeit Marokkos (1956) erhielt der Ort seinen alten Namen zurück.
Das Stadtbild variiert zwischen modernen und eher einfachen Vierteln; es gibt mehrere Moscheen.