
Der Akai S1000 ist ein 1988 vorgestellter professioneller digitaler Sampler.
Die japanische Firma Akai brachte ihn für über 10.000 DM auf den Markt. Wegen seiner 16 Bit stereofonen Aufnahmetechnik wurde das Gerät bei Musikern so beliebt, dass es mit dem Beginn des digitalen Samplings gleichgesetzt wird. Vorgänger waren die 12 Bit-Modelle S612 und die S900-Serie von 1985–1986. Mit dem S1000 konnten hochwertige Aufnahmen bis zu 12 Sekunden erstellt und 16-fach polyphon abgespielt werden. Der Sampler nahm mit dem CD-Standard von 44,1 kHz auf und arbeitete intern mit 24 Bit. Er bot einige digitale Filter und erlaubte das damals neue Verfahren, aufgenommene Töne umzustimmen, ohne ihre Länge zu ändern.
Das Gerät erschien in mehreren Varianten, etwa als S1000HD mit eingebauter 40 MB Festplatte. Über eine Schnittstelle konnten Steckkarten verwendet werden, um Midi-Tastaturen anzuschließen.
Zahlreiche Studios nutzten die Kombination des S1000 mit dem 1985 erschienenen Computer Atari ST zur Musikproduktion mit aufgenommenen Klangelementen. In der Techno- und Jungle-Musik spielte der Sampler eine zentrale Rolle. Von Michael Jackson über Depeche Mode bis zu Bomb the Bass gehörte der S1000 zur Standardausstattung.
1993 war die Sampling-Technik so weit fortgeschritten, dass Computer die Arbeit der frühen digitalen Sampler übernahmen und Akai den Vertrieb des S1000 einstellte.