Akmena

Akmena
Danė
Die Akmena in Kretinga

Die Akmena in Kretinga

Daten
Lage Litauen Litauen
Quelle Sumpfwald bei Mažieji Žalimai
56° 2′ 13″ N, 21° 28′ 23″ O
Mündung Kurisches HaffKoordinaten: 55° 42′ 21″ N, 21° 7′ 21″ O
55° 42′ 21″ N, 21° 7′ 21″ O

Länge 62,5 km
Einzugsgebiet 595 km²
Linke Nebenflüsse Raudonupis, Varupis, Vinkšnupis, Vaineikupis, Šukupis, Skroblupis, Pilsupis, Burkštinas, A–1, Dopultis, Jaurykla, Degalas, Babrūnė, Bonė, Eketė, Ringelis
Rechte Nebenflüsse Ąžuolupis, Šlaveita, Kunigupis, Juodupis, Tenžė, Dūmešis, Purmalė
Durchflossene Stauseen Tūbausiai, Padvariai, Kretinga, Bajorai
Großstädte Klaipėda
Kleinstädte Kretinga
Gemeinden Mažieji Žalimai, Knėžai, Akmenalės, Rubiniškė, Darataičiai, Vaineikiai, Dubašiai, Kašučiai, Užparkasiai, Žiogeliai, Genčai, Tūbausiai, Kurmaičiai, Tinteliai, Padvariai, Ėgliškiai, Valėnai, Šlikiai, Kretingalė, Sarčiai, Pipirai, Gvildžiai, Purmaliai
Die Danė in Klaipėda
Die Akmena bei Kurmaičiai
Die Akmena bei Valėnai
Die Börsenbrücke

Die Akmena oder – im weiteren Verlauf – Danė (Dangė, Danija) ist ein Fluss im Westen Litauens. Er entspringt in der Nähe des Dorfes Mažieji Žalimai, 6 km südwestlich von Salantai, fließt durch die Rajongemeinde Kretinga, die Stadt Kretinga und die Rajongemeinde Klaipėda und mündet in Klaipėda in das Kurische Haff.

55–57 km vor der Mündung sowie in der Stadt Klaipėda ist das Flussbett reguliert. Der Mittellauf verläuft durch ein Erosionstal mit zahlreichen Geröllstromschluchten. Unterhalb von Kretinga fließt der Fluss durch ein breites Altstal. Die durchschnittliche Breite des Tals beträgt 400–500 m, die Höhe der Hänge 5–10 m. Die durchschnittliche Breite des Flussbetts im Ober- und Mittellauf beträgt 5–18 m, im Unterlauf bis zu 40 m. Die Tiefe liegt bei 0,3–1,3 m, in Klaipėda bei 5–7 m. Das durchschnittliche Gefälle beträgt 88 cm/km, im Unterlauf (15 km bis zur Mündung) beträgt das Gefälle 7 cm/km. Die Strömungsgeschwindigkeit liegt bei 0,1–0,2 m/s. Die Durchflussmenge an der Mündung beträgt maximal 90 und minimal 0,7 m³/s. Die Höhe der Frühjahrshochwasser beträgt im Mittellauf bis zu 3 m, bei Klaipėda bis zu 1,7 m.

Nebenflüsse

  • Linke Nebenflüsse:
    • Raudonupis (Entfernung von der Mündung: 59,2 km)
    • Varupis (56,2 km)
    • Vinkšnupis (53,8 km)
    • Vaineikupis (48,0 km)
    • Šukupis (45,6 km)
    • Skroblupis (42,8 km)
    • Pilsupis (38,4 km)
    • Burkštinas (35,1 km)
    • A–1 (33,2 km)
    • Dopultis (32,0 km)
    • Jaurykla (30,4 km)
    • Degalas (25,6 km)
    • Babrūnė (25,0 km)
    • Bonė (23,1 km)
    • Eketė (16,2 km)
    • Ringelis (12,3 km)
  • Rechte Nebenflüsse:
    • Ąžuolupis (Entfernung von der Mündung: 56,7 km)
    • Šlaveita (50,0 km)
    • Kunigupis (43,5 km)
    • Juodupis (38,0 km)
    • Tenžė (27,1 km)
    • Dūmešis (15,8 km)
    • Purmalė (11,4 km)

Weitere Objekte

Das Schiff „Meridianas“ auf dem Fluss Danė in Klaipėda

Am Fluss gibt es vier Stauseen:

Bedeutende Brücken über den Fluss (flussabwärts):

Wichtige Orte am Fluss:

An dem Fluss liegen folgende Ortschaften: Mažieji Žalimai, Knėžai, Akmenalės, Rubiniškė, Darataičiai, Vaineikiai, Dubašiai, Kašučiai, Užparkasiai, Žiogeliai, Genčai, Tūbausiai, Kurmaičiai, Tinteliai, Padvariai, Kretinga, Bajorai, Ėgliškiai, Valėnai, Šlikiai, Kretingalė, Sarčiai, Pipirai, Gvildžiai, Purmaliai, Tauralaukis, Klaipėda.

Bezeichnungen

Von den Quellen bis nach Bajorai (an der Grenze zum Memelland) heißt der Fluss Akmena, danach offiziell Danė, im Allgemeinen jedoch Dangė (bis 1984 hieß er ausschließlich Dangė). Erwähnt wurde dieser Fluss erstmals am 29. Juli 1252 in einem Vertrag zwischen dem Meister des Schwertbrüderordens und dem Bischof von Kurland über den Bau der Memelburg; dort wird er als Dange bezeichnet (1253 – Danghe, 1290 – Dange).

Der Flussname Akmena ist eine Ableitung der Endung aus der baltischen Wurzel *akmen- (litauisch akmuõ, lettisch akmens). Der Name Danė gilt als sehr alt und wird mit avestitisch dānu- („Fluss“) sowie ossetisch дон („Fluss, Wasser“) in Verbindung gebracht. Das Wort „Dangė“ leitet sich hingegen von danga („schlammiger, sumpfiger Ort, Morast“) ab.

Es besteht keine Einigkeit darüber, welche Bezeichnung des Flussnamens – Danė oder Dangė – die ursprüngliche ist. Es könnte sein, dass Dãnija und Dãnė das Ergebnis einer späteren Lesart (aufgrund der deutschen Aussprache) sind, oder aber authentische baltische Formen (vgl. Minija, Gilija, die auf Deutsch als Minge und Gilge geschrieben werden). Ein Teil der Sprachwissenschaftler (Vytautas Mažiulis, Antanas Salys) betrachtet die Form Dangė als ursprünglich und als kurisch. Die Wurzel dang- ist vieldeutig und steht im lettischen Namensschatz in engem Zusammenhang mit Ortsnamen. Neben der Hauptbedeutung „sich krümmen, biegen“ und den daraus abgeleiteten Begriffen „Eck“, „Bucht“, „unebener, holpriger Weg“ gibt es noch eine weitere – „Tiefland, niedrige, sumpfige Stelle“. Die Annahme, dass Formen mit dan- sehr spät entstanden sind, wird jedoch durch die Tatsache widerlegt, dass nicht wenige Bewohner von Dörfern am Flussufer, die nicht so intensiv in einem deutschen Umfeld lebten und die kurischen Formen litauisiert haben, Formen ohne „g“ verwenden: Dãnė, Dãnija.

Literatur

Commons: Dangė – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑
  2. ↑ Grūšlaukės kraštovaizdžio draustinis (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  3. ↑ Algimantas Merkevičius: Kurmaičių piliakalnis (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  4. ↑ Kretingos miesto vandens malūnas (11. September 2020) − (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  5. ↑ Kultūros vertybių apsaugos departamento prie Lietuvos Respublikos kultūros ministerijos direktorius (Direktor des Departements für den Schutz von Kulturgütern beim Kulturministerium der Republik Litauen): Įsakymas − Dėl Lietuvos Respublikos nekilnojamųjų kultūros vertybių registro duomenų patikslinimo, 19. April 2005, Ausgabe Nr. Į-158, Vilnius (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  6. ↑ Botanikos sodas (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  7. ↑ Taurãlaukio akmuõ (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  8. ↑ Dalia Kiseliūnaitė: Klaipėdos krašto toponimai: istorinis ir etimologinis registras. – Vilnius, Lietuvių kalbos institutas, 2020, S. 38. (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  9. ↑ Aleksandras Vanagas. Lietuvių hidronimų etimologinis žodynas. – Vilnius, Mokslas, 1981. S. 1–408. (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)
  10. ↑ Dalia Kiseliūnaitė: Klaipėdos krašto toponimai: istorinis ir etimologinis registras. – Vilnius, Lietuvių kalbos institutas, 2020, S. 41–42. (litauisch, abgerufen am 29. August 2026)