Akrosin

Akrosin
Akrosin
Bändermodell des Beta-Acrosin-Dimers vom Hausschaf (Ovis aries), nach PDB 1FIW
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 324 Aminosäuren
Bezeichner
Gen-Name
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
MEROPS
Reaktionsart Spaltung von Peptidbindungen
Substrat P-Arg-+-Xaa-P / P-Lys-+-Xaa-P
Produkte P-Arg, P-Xaa / P-Lys, P-Xaa
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Übergeordnetes Taxon Säugetiere

Akrosin, in einigen Publikationen auch Acrosin genannt, Symbol ACR, ist ein Enzym aus der Familie der Peptidasen. Die EC-Nummer ist 3.4.21.10.

Vorkommen

Akrosin ist die Hauptproteinase im Akrosom reifer Spermien. Es handelt sich um einen typischen Vertreter der Serin-Proteinasen, mit einer dem Trypsin ähnlichen Spezifität. Im Akrosom befindet sich das inaktivierte Präkursor-Protein Proakrosin. Die aktive Form des Enzyms bewirkt die Auflösung (Lyse) der Zona pellucida, der Schutzhülle der Eizelle. Dies ermöglicht dem Spermium das Eindringen in die Eizelle.

Proacrosin ist im Verlauf der Spermatogenese erstmals bei den haploiden Spermatiden nachweisbar.

Das für das Protein Akrosin codierende Gen liegt beim Menschen auf Chromosom 22 Genlocus q13.3.

Mit Akrosin verbundene Syndrome

Ein Mangel an Akrosin, beziehungsweise Proakrosin, führt bei Männern zur Unfruchtbarkeit.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Akrosin. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  2. ↑ S. Florke-Gerloff u. a.: Acrosin and the acrosome in human spermatogenesis. In: Hum Genet 65, 1983, S. 61–67. PMID 6357995
  3. ↑ I. M. Adham u. a.: Localization of human preproacrosin to chromosome 22q13-qter by somatic cell hybrid analysis. In: Cytogenet Cell Genet 51, 1989, S. 948.
  4. ↑ I. M. Adham u. a.: The gene encoding the human preproacrosin (ACR) maps to the q13-qter region on chromosome 22. In: Hum Genet 84, 1989, S. 59–62. PMID 2606479

Literatur