
Alain Jouffroy (* 11. September 1928 in Paris; † 20. Dezember 2015 ebenda) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Kunstkritiker.
Alain Jouffroy verbrachte den Zweiten Weltkrieg mit seiner Mutter in einem Dorf im Département Jura. 1946 traf er auf André Breton, der ihm zur Leitfigur wurde, bevor er zu Louis Aragon umschwenkte. Zu seinem Umkreis gehörten der Maler Victor Brauner und die Dichter Stanislas Rodanski, Sarane Alexandrian, Jean-Dominique Rey und Claude Tarnaud. Daneben traf er mit Henri Michaux und Francis Picabia zusammen sowie mit Marcel Duchamp. Ab den 1960er Jahren wurde er eine bestimmende Figur der Avantgarde in der Bildenden Kunst. Daniel Pommereulle und Roberto Matta wurden ihm zu Freunden. Mit Jean-Jacques Lebel organisierte er Demonstrationen.
1967 war er Mitgründer der Zeitschrift für moderne Kunst Opus international. 1968 gehörte er zu den Mitgründern der Union des Écrivains um Jean-Pierre Faye. Von 1974 bis 1981 gab er die Kunstzeitschrift XXe siècle heraus. Ab den 1980er Jahren wandte er sich den fernöstlichen Zivilisationen zu.
Alain Jouffroy erhielt 2000 den Prix Guillaume Apollinaire und 2006 den Prix Goncourt/Dichtung. Als er 2015 im Alter von 87 Jahren starb, zählte sein Werk rund 200 Titel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jouffroy, Alain |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Schriftsteller, Dichter und Kunstkritiker |
| GEBURTSDATUM | 11. September 1928 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 2015 |
| STERBEORT | Paris |