
Alan Bennett (* 9. Mai 1934 in Leeds, England) ist ein britischer Schriftsteller, Dramatiker, Regisseur, Schauspieler sowie Drehbuchautor.
Bennett wurde als zweites Kind des Metzgers Walter Bennett und seiner Frau Lilian Mary Peel, in Leeds geboren und konnte durch ein Stipendium am Exeter College Geschichte studieren.
Er erhielt eine Juniorprofessur am Magdalen College in Oxford (1960–62). Der Erfolg der satirischen Revue Beyond the Fringe, für die er als Autor und Schauspieler aktiv war, ermöglichte es ihm, ans Theater zu wechseln.
In seinem ersten Drama Forty Years On (1968), in dessen Rahmenhandlung Schüler ein historisches Theaterstück aufführen, nimmt Bennett die junge britische Geschichte, insbesondere die Bloomsbury Group und T. E. Lawrence aufs Korn. Mit Kafka’s Dick (1986) setzt er sich mit Franz Kafka auseinander, in 102 Boulevard Haussmann (1990) mit Marcel Proust sowie in Prick Up Your Ears (1987) mit Joe Orton. Für sein Werk Talking Heads (1988) erhielt er im Jahr 1989 den Hawthornden-Preis.
Bennetts Arbeiten für das Fernsehen zeichnen sich durch genaue Beobachtung menschlicher Schwächen aus. Sein The Madness of George III (1991) wurde 1995 als King George – Ein Königreich für mehr Verstand verfilmt. Bennett wurde hierfür 1995 für den Oscar in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert. Außerdem gewann er nach 1986 und 1988 zum dritten Mal den Evening Standard British Film Award für das Beste Drehbuch. Gleiches gilt für den London Critics’ Circle Film Award. Eine Ernennung zum britischen Ritter lehnte er ab. Bennett veröffentlichte mit Untold Stories 2005 seine Memoiren, nachdem er an Krebs erkrankte.
Bennett lebt mit seinem Lebenspartner Rupert Thomas in London. Im Jahr 2006 heirateten sie.
| Personendaten | |
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| NAME | Bennett, Alan |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Schriftsteller, Dramatiker, Schauspieler und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 9. Mai 1934 |
| GEBURTSORT | Leeds, England, Vereinigtes Königreich |