Alban Dold OSB (* 7. Juli 1882 in Villingen im Schwarzwald als Erich Dold; † 27. September 1960 in Munderkingen) war ein deutscher Benediktiner. Bekannt wurde er als Liturgiewissenschaftler, Paläograph und Palimpsestforscher.
Erich Dold wurde als eines von acht Kindern des Tuchfabrikanten Heinrich Dold und seiner Ehefrau Leopoldine, geb. Ruff, geboren. Er besuchte Gymnasien in Villingen, in Freiburg im Breisgau und in der Benediktinerabtei Seckau. 1902 trat er in die Erzabtei Beuron ein und nahm den Ordensnamen Alban an. Hier studierte er Theologie, in der Abtei Maria Laach Philosophie. 1908 wurde er zum Priester geweiht. Während des Ersten Weltkrieges war Dold von 1914 bis 1917 Feldgeistlicher an der Westfront.
1918 wurde Alban Dold zum Direktor des Palimpsestinstituts der Erzabtei in Beuron ernannt. Hier erforschte er alte Handschriften und entwickelte zu diesem Zweck Methoden, überschriebene Texte wieder lesbar zu machen. U. a. vervollkommnete er das von Raphael Kögel OSB erfundene, 1914 erstmals beschriebene Fluoreszenzverfahren zum Fotografieren von Handschriften. Er wurde zu einem „der ersten Fachleute für die Sichtbarmachung und Entzifferung gelöschter Schriften auf Pergament“. Sein wissenschaftliches Werk umfasst rund 100 Monographien und zahlreiche Aufsätze.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dold, Alban |
| ALTERNATIVNAMEN | Dold, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Benediktiner und Paläograph |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1882 |
| GEBURTSORT | Villingen im Schwarzwald |
| STERBEDATUM | 27. September 1960 |
| STERBEORT | Munderkingen |