Franz Albert Haack (* 27. April 1836 in Magdeburg; † 17. Januar 1905 in Charlottenburg) war ein preußischer Generalleutnant.
Nach dem Besuch des Gymnasiums zum Kloster Unser Lieben Frauen in seiner Heimatstadt trat Haack am 1. März 1853 als Freiwilliger in das 27. Infanterie-Regiment der Preußischen Armee ein. Anfang Januar des Folgejahre avancierte er zum Portepeefähnrich und wurde nach Absolvierung der Divisionsschule in Erfurt am 8. Januar 1856 zum Sekondeleutnant befördert. Von Juli bis September 1858 war er zur Gewehr-Revisions-Kommission in Sömmerda kommandiert, rückte Mitte Februar 1862 zum Premierleutnant auf und nahm 1864 als Führer eines Rekonvaleszenten-Transportes nach Jütland am Krieg gegen Dänemark teil. Im folgenden Krieg gegen Österreich führte Haack 1866 die 6. Kompanie seines Regiments in den Schlachten bei Münchengrätz und Königgrätz. Am 14. August 1866 avancierte er zum Hauptmann und Chef dieser Kompanie. Sein Wirken wurde durch die Verleihung des Roten Adlerordens IV. Klasse mit Schwertern gewürdigt.
Nach dem Beginn des Krieges gegen Frankreich wurde Haack bei den Kämpfen um Tour am 16. August 1870 durch einen Schuss in den Oberschenkel schwer verwundet. Ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse befand er sich nach seinem Lazarettaufenthalt vom 25. September 1870 bis zum 19. Juli 1871 beim Ersatz-Bataillon seines Regiments. Ab Mitte Oktober 1872 war er zur Wahrnehmung der Geschäfte des Bezirkskommandeurs des I. Bataillons im Holsteinischen Landwehr-Regiment Nr. 85 in Kiel kommandiert und ab diesem Zeitpunkt seinem Stammregiment aggregiert. Unter Entbindung von diesem Kommando erfolgte Ende Dezember 1874 seine Versetzung als Chef der 1. Kompanie in das 2. Thüringische Infanterie-Regiment Nr. 32. Am 22. Dezember 1875 wurde er als charakterisierter Major seinem Regiment aggregiert und am 14. Februar 1876 unter Verleihung des Patents zu seinem Dienstgrad als etatmäßiger Stabsoffizier einrangiert. Im Herbst des Jahres nahm Haack an der Generalstabsübungsreise des XI. Armee-Korps in Thüringen teil. Ab dem 8. Juni 1878 war er Kommandeur des II. Bataillons und erhielt in dieser Stellung im Mai 1881 die Erlaubnis zur Annahme des Komturkreuzes II. Klasse des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens. Ende November 1883 zum Oberstleutnant befördert, fungierte Haack vom 12. Januar 1884 bis zum 14. Januar 1887 wieder als etatmäßiger Stabsoffizier im Regiment. Anschließend wurde er unter Beförderung zum Oberst als Kommandeur des 8. Ostpreußischen Infanterie-Regiments Nr. 45 nach Lyck versetzt. Mit Wirkung zum 1. April 1890 erfolgte am 24. März 1890 die Beförderung zum Generalmajor und seine Ernennung zum Kommandeur der neuformierten 69. Infanterie-Brigade in Graudenz. Anlässlich des Ordensfestes erhielt er im Januar 1892 den Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe. Unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant wurde Haack am 20. Juli 1892 in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haack, Albert |
| ALTERNATIVNAMEN | Haack, Franz Albert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalleutnant |
| GEBURTSDATUM | 27. April 1836 |
| GEBURTSORT | Magdeburg |
| STERBEDATUM | 17. Januar 1905 |
| STERBEORT | Charlottenburg |