
Albert Streich (* 26. Mai 1897 in Brienz; † 7. Dezember 1960 in Unterseen) war ein Schweizer Mundart-Schriftsteller.
Aus einfachen Verhältnissen stammend, arbeitete Albert Streich als Hilfskondukteur, Wald- und Strassenarbeiter, Schnitzler, Inhaber eines Uhrensteinateliers, Hilfspolizist und ab 1949 auf dem Gemeindebüro in Brienz (den 1916 erlernten Beruf des Schriftsetzers konnte er wegen Bleiunverträglichkeit nie ausüben). 1924 heiratete er Rosa Mathyer (* 1904) von Brienz, mit der er vier Kinder hatte. In seiner Freizeit schrieb er zuerst Sagen, zum Teil in Balladenform, die ihn bekannt machten. 1956 erschien die Geschichte seiner Jugend (Tschuri) in hochdeutscher Sprache. Seine dichterische Begabung lag in seinen dichten lyrischen Versen in Brienzer Mundart. 1945 erhielt er für sein künstlerisches Schaffen den Literaturpreis des Kantons Bern und 1946 den Literaturpreis der Stadt Bern. Von der Schweizerischen Schillerstiftung wurde er 1951 «für seine heimatliche Lyrik», 1960 «für seine Mundartgedichte» mit je 1000 Franken ausgezeichnet.

Streich wurde auf dem Friedhof Brienz beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Streich, Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Mundart-Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 26. Mai 1897 |
| GEBURTSORT | Brienz |
| STERBEDATUM | 7. Dezember 1960 |
| STERBEORT | Unterseen |